Sie sind hier: › Startseite › News › Race & Szene › Cyprus Sunshine Cup: Überraschungssieg durch Mona Eiberweiser beim Abschlussrennen
Cyprus Sunshine Cup: Überraschungssieg durch Mona Eiberweiser beim Abschlussrennen
08.03.2010 von XC-News/Erhard Goller
Die 19-jährige Deutsche fuhr in Amathous bei ihrem ersten Elite-Rennen gleich ihren ersten Sieg ein.
Mona Eiberweiser (Central Pro Team) hatte wohl niemand als Siegkandidatin auf der Liste. Es war ihr erstes Rennen in der Elite-Klasse, und es war ihr erstes in diesem Jahr für die Junioren-Europameisterin von 2008. Aber sie war gleich nach dem Start in Führung und fuhr das Rennen so souverän, als wäre sie ein Routinier.
Die 19-jährige Deutsche holte sich einen Vorsprung von 15 Sekunden auf Annika Langvad (HMTBK) heraus. Die Dänin versuchte danach die Lücke zu schließen, aber es gelang ihr nur kurz. Ein Grund dafür war wohl auch, dass die Frau im orangefarbenenen Leaderjersey einen schleichenden Plattfuß hatte und mehr und mehr Luft aus dem hinteren Reifen verlor.
Eiberweiser konnte jedenfalls in der zweiten von fünf 5,6-Kilometer-Runden die Führung ausbauen, während ihre Central-Pro-Teamkollegin Lisi Osl (Aut) von der sechsten Position immer weiter nach vorne rückte.
In der dritten Runde überholte sie ihre andere Teamkollegin Anja Gradl (Ger), und nachdem sie Langvad bereits sehr nahe gekommen war, musste die Dänin ihr Rad wechseln.
Der Abstand zwischen Osl und Eiberweiser blieb indessen stabil bei etwa einer Minute und so konnte sich die junge Dame aus Bayern den Sieg und damit einen perfekten Start in die Eliteklasse sichern.
Langvad konnte ihren dritten Rang gegenüber Anja Gradl absichern und damit auch den Sieg in der Sunshine-Cup-Gesamtwertung.
Stimmen zum Rennen:
Mona Eiberweiser: Ich war wirklich überrascht, dass ich nach dem Start vorne lag. Ich bin sehr gut weg gekommen und dann habe ich versucht die Position zu halten, weil es auf diesem Kurs sehr viele Single-Trails gibt, die es schwer machen zu überholen. So konnte ich mein eigenes Tempo fahren. Ich hätte nie gedacht, dass ich in der Lage bin mein allererstes Rennen in der Eliteklasse zu gewinnen. Das ist ein sehr guter Start in die Saison und in mein neues Team.
Elisabeth Osl: Ich bin zufrieden, aber es war hart. Nach dem langen und harten Training zuletzt war speziell der Start für mich schwierig. Ich habe zwei Runden gebraucht, um mich zu überholen. Es waren in diesem Jahr auch meine ersten Erfahrungen mit Singletrails. Deshalb habe ich einige Fehler gemacht. Ich freue mich für Mona. Ich denke, das gibt ihr viel Motivation und es ist ein optimaler Start für sie in die Elite-Klasse, genauso wie in ihr neues Team.
Annika Langvad: Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen. Ich denke, mehr konnte ich heute nicht geben. Die Konkurrenz war sehr stark.
Ich hatte einen Plattfuß schon in der Startrunde und habe langsam Luft verloren. Ich freue mich riesig, dass ich die Gesamtwertung gewonnen habe. Das ist ein toller Start in die Saison.
Kulhavy bei den Männern nicht zu schlagen
Jaroslav Kulhavy (Rubena Birell Specialized) bevorzugte das gleiche Rezept wie vor sieben Tage. Der Tscheche wollte nicht abwarten, was die Konkurrenz macht, sondern nahm den Faden des Handels sofort selbst in die Hand.
Nach der Startloop übernahm er die Führung, fuhr weg und ward vom Rest des Feldes nicht mehr gesehen. Dynamisch und sicher kurvte er durch die Singletrails auf dem Gelände der archäologischen Ausgrabungsstätte Amathous.
Sein Vorsprung wuchs, während Jan Skarnitzl (Dimp-Giant) und Thomas Litscher (Swi/MiG) auf dem 5,7 Kilometer langen Kurs mit vielen Singletrails und steinigen Passagen versuchten die Verfolgung aufzunehmen.
Hinter dem Duo lag nach einem schwachen Start ein starker Christoph Soukup (Aut/Merida) zusammen mit Frank Schotman (Ned/Stappenbelt-Specialized) und dem Russen Alexej Medvedev (Corratec). Soukup schien zu mehr fähig, doch dann riss dem Österreicher die Kette und er fiel aus dem Rennen um die Podiumsplätze zurück.
Eine Weile lag auch René Tann (Ger/Germina) in dieser Gruppe, konnte dann aber das Tempo nicht mehr halten und fiel zurück. Dann kam aber die Zeit von Roel Paulissen (Cannondale). Der Marathon-Weltmeister hatte in der ersten Runde einen Reifendefekt zu beheben und kam deshalb von hinten. Er zeigte eine starke Vorstellung.
In der vierten von sieben Runden passierte er Schotman und Medvedev und in Runde fünf erreichte er Litscher und Skarnitzl. Litscher konnte das Tempo nicht mehr halten. “Ich musste nachlassen, damit es mich nicht komplett aufstellt”, erklärte Litscher, der den Kontakt zu Paulissen und Skarnitzl verlor, sich aber den vierten Rang sichern konnte.
Wahl-Italiener Paulissen distanzierte Skarnitzl in der letzten Runde und sicherte sich Rang zwei hinter Kulhavy. Skarnitzl war indes mit seinem dritten Platz sehr zufrieden, sicherte ihm der doch den Sieg in der Gesamtwertung.
Jaroslav Kulhavy, der das erste Rennen in Voroklini ausgelassen hatte, war nach seinen drei Tagesssiegen beim Afxentia-Etappenrennen und dem Coup beim Finale in Amathous so etwas wie der Mann der Serie.
Im Ziel hatte der WM-Neunte mehr als drei Minuten Vorsprung auf Paulissen und demonstrierte eine hervorragende Frühform.
Stimmen zum Rennen:
Jaroslav Kulhavy: Solche Strecken liegen mir. Ich mag sie und ich konnte das Rennen genießen. Nach meinem Angriff konnte ich mein eigenes Tempo fahren. Ich hatte ein super Bike und sehr gute Reifen. Zurzeit fühle ich mich einfach sehr gut. Es war ein perfekter Tag in der Sonne.
Roel Paulissen: Ich bin natürlich enttäuscht wegen dem Defekt, aber mit dem Rennen selbst bin ich sehr zufrieden. Es ist sehr schwierig auf diesem Kurs zu überholen. Es war heute wieder warm und mein Rücken war auch wieder besser. Alles in allem hatte ich ein gutes Gefühl und ich denke, ich habe hier gut trainiert.
Jan Skarnitzl: Ich bin sehr glücklich, es war ein perfekter Start in die Saison. Ich dachte, ich könnte hier auf Zypern vielleicht in die Top-Fünf fahren und jetzt bin ich der Sieger im Cyprus Sunshine-Cup. Das ist viel mehr als ich erwarten konnte. Ich habe diese zwei Wochen auf Zypern sehr genossen. Ich studiere immer noch, aber in diesem Jahr habe ich eine kleine Pause. Deshalb habe ich mehr Zeit zu trainieren.
Großer Erfolg für Zypern
Nach dem Finale des Cyprus Sunshine-Cup in Amathous, zog Mike Hadjioannou, Organisator der Serie, eine positive Bilanz: “Ich denke, das war ein weiterer Schritt in die Zukunft. Wir konnten einige Dinge verbessern und die Entscheidung die Serie auf zwei Wochen zu reduzieren, hat sich bewährt.
Darüberhinaus verwies er auf die 25 verschiedenen Nationen, aus denen die Sportler nach Zypern anreisten. “Das ist ein großartiger Erfolg für uns und zeigt, dass Zypern als Radsport-Destination anerkannt wird. Gemeinsam mit unserem Hauptsponsor, der Cyprus Tourism Organisation, sind wir sehr glücklich über diese Entwicklung”, sagte Hadjioannou.
Er unterstrich auch andere Details, wenn er zum Beispiel auf die Baumpflanz-Aktion am Samstag hinwies, die gleich an der Rennstrecke statt fand. Etliche Biker aus verschiedenen Nationen pflanzten nach ihrem Training Bäume unter dem Motto “think green, act green”.
Mehr zum Cyprus Sunshine Cup 2010:
- Cyprus Sunshine Cup: Jaroslav Kulhavy und Annika Langvad gewinnen zweites Rennen
- Cyprus Sunshine-Cup 2010: Tschechischer Doppelsieg zum Auftakt bei den Männern - Dänin Langvad gewinnt Frauen-Rennen
- Neu: Ihr eigener Blog in der MountainBIKE-Community - natürlich gratis!
- MountainBIKE-Newsletter: MTB-News, Tests, Videos & mehr
- Nichts verpassen: MountainBIKE bei Twitter
- Von Biker zu Biker - das MountainBIKE-Forum
- In aller Kürze: MTB-News, Tests und mehr per MountainBIKE-RSS
- MountainBIKE bei Facebook - werden Sie Fan!
08.03.2010
© MountainBIKE
Autor: XC-News/Erhard Goller
Jetzt am Kiosk
Die neueste Ausgabe mit spannenden Themen jetzt am Kiosk.
mehr »
Hier bestellen »
Abo und Prämien:
Alle Infos hier »


