Hessen: Zweiter Runder Tisch bringt Formulierungsvorschlag für neues Waldgesetz – DIMB zeigt sich zufrieden

Anfang dieser Woche fand in Hessen ein zweiter Runder Tisch zum neuen Hessischen Waldgesetz statt. Die beteiligten Parteien konnten sich dabei auf einen Formulierungsvorschlag zum neuen Gesetz einigen, bei dem die gegenseitige Rücksichtnahme der Waldbesucher – und nicht eine Breitenregelung – im Mittelpunkt steht.

Nachdem die beteiligten Parteien bei einem ersten Runde Tisch gemeinsame Leitlinien vereinbart hatten MountainBIKE berichtete, stand nun im Fokus, diese Leitlinien in einen konkreten Formulierungsvorschlag für das Waldgesetz umzuwandeln. Diesen Formulierungsvorschlag hat das Hessische Umweltministerium in einer Pressemitteilung veröffentlicht.

Thomas Kleinjohann, Vorsitzender der Deutschen Initiative Mountain Bike e.V. (DIMB), zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Die beteiligten Verbände konnten sich auf eine Formulierung des Betretungsrechts einigen, die nicht die Breite eines Weges in den Fokus stellt, sondern das Problem dort packt, wo es eigentlich entsteht – beim Verhalten der Menschen auf dem Weg. Die im heute ausgehandelten Textvorschlag vorgesehene Verpflichtung zur gegenseitigen Rücksichtnahme, die einen gefahrlosen Begegnungsverkehr erst ermöglicht, muss noch mehr als bisher Selbstverständlichkeit für alle Waldbesucher werden. Wir Radsport treibenden Verbände werden unseren Teil dazu beitragen, diesen Prozess zu forcieren.“

Neben dem Gesetzestextvorschlag ist als weiteres positives Ergebnis aus Sicht der DIMB zu verzeichnen, dass sich nun ein Arbeitskreis aus den betreffenden Verbänden formiert, um Verhaltensempfehlungen zur Sportausübung in der Natur zu erarbeiten. Dieser Arbeitskreis wird bereits Mitte November die Arbeit aufnehmen.