Sram Code: Neue Bremse für den harten Einsatz


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SRAM Code Bremshebel
Foto: Victor Lucas / SRAM

 

SRAM Code Bremshebel
Foto: Victor Lucas / SRAM

 

SRAM Code Bremssattel
Foto: Benjamin Hahn

 

SRAM Code Bremshebel
Foto: Victor Lucas (SRAM)

 

SRAM Code Bremshebel
Foto: Victor Lucas (SRAM)
Unter Gravity-Bikern ist die Code eine Legende. Sram legt die Vierkolbenbremse jetzt neu auf und weitet das Einsatzspektrum aus.

Endlich: Sram hat seine brachialste Bremse, die Code (früher Avid Code), komplett erneuert. Mehr Power, mehr Standfestigkeit und bessere Dosierbarkeit ist das Versprechen.

Neue Sram Code: Größere Kolben, mehr Volumen

Mit der Guide (Zum Testbericht) hat Sram schon seit Jahren eine gute Vierkolbenbremse für All-Mountain- und Enduro-Biker im Einsatz. Der Stopper war auch bei Enduristen und Downhillern beliebt, die aber häufig mit dem Wunsch nach noch mehr Power und noch mehr Standfestigkeit vorstellig geworden sind.

Gesagt getan. Bis zu 15 Prozent mehr Bremskraft soll die neue Sram Code im Vergleich zur optisch baugleichen Guide haben. Dafür haben die Amis die Geber- und Nehmerkolben vergrößert, 15 und 16 mm Durchmesser haben die Kolben im Sattel (zwei pro Seite) nun. Zudem ist das Flüssigkeitsvolumen in der vergrößerten Gebereinheit um 30 Prozent angewachsen, was der Bremse mehr Ausdauer verleiht.

Einsatzgebiet: Enduro, Downhill und E-MTB

In die Nehmereinheit hat Sram Hitzeschilde eingesetzt, die den Sattel von den heißen Belägen isolieren und vor Überhitzung schützen soll. Das trägt ebenfalls zur Ausdauer der Bremse bei, die bei unserem Test selten an ihre Grenzen kam.

Wegen der Kombination aus Power und Standfestigkeit ist die Code eine ideale Bremse für Enduristen und Downhiller. Sram sieht die Code aber auch als Stopper für E-MTBs. Der Hersteller hat dafür sogar eigens das Bremsverhalten von E-Mountainbikern, die häufiger in die Eisen gehen und auf schwereren Bikes sitzen, analysiert.

Generell bietet sich die Code nicht nur für Gravity-Biker an, sondern auch für alle, die eine extrem kräftige Bremse wollen und dabei weniger aufs Gewicht achten. Denn schwer ist der Stopper allemal. Wir haben 501 g an der Vorderradbremse (Code RSC) mit 200-mm-Scheibe gemessen.

Zwei Modelle: Sram Code RSC und R

Das Topmodell, die Sram Code RSC (Preis 270 Euro pro Einheit), ist am Hebel mit einer Griffweiten- und Druckpunktverstellung ausgestattet. Zudem steuert der kugelgelagerte Bremsgriff den Geberkolben über die Swing-Link-Umlenkung an.

Beim günstigeren Modell Code R (Preis 170 Euro pro Einheit) fehlen die Druckpunktverstellung und der Swing-Link. Beide Bremsen haben dagegen am Bremssattel das Bleeding Edge, bei dem der Befüllstützen erst mit dem Aufsatz der Befüllspritze geöffnet und geschlossen wird. Das verhindert das Eintreten von Luft beim Befüllen.

Bei der Bremsflüssigkeit setzt Sram auf DOT 5.1, das etwas hitzebeständiger ist als DOT 4. Zwischen den Bremsbacken sitzen bissige Sinter-Beläge.

Das erste Testmuster hat unsere Redaktion schon im März erreicht. Den Testbericht gibt es in MOUNTAINBIKE 6/2017 - ab 02. Mai am Kiosk oder hier per Mausklick bestellen.

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10 Bilder
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26.04.2017
Autor: Benjamin Büchner
© MOUNTAINBIKE