Shimano-Neuheiten: Di2-Technologie künftig auch für XT – plus neue SLX-Gruppe


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Shimano XT Di2 M8050
Foto: Shimano

 

Shimano XT Di2 2017
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Shimano XT Di2 2017
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Shimano XT Di2 2017
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Shimano XT Di2 2017
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Shimano bringt seine elektronische Di2-Schaltungstechnologie künftig auch in der XT-Gruppe. Außerdem kommt die Mittelklasse-Gruppe SLX komplett neu. Hier gibt’s die ersten Infos und Bilder.

Bislang war Shimanos elektronische Di2-Schaltung im MTB-Bereich der Top-Gruppe XTR vorbehalten (Die XTR Di2 im Dauertest). In Zukunft können Mountainbiker auch auf XT-Niveau per Tastendruck schalten.

Die neue Shimano XT Di2 läuft unter der internen Bezeichnung M8050 und besitzt wie die XTR Di2 die Syncro-Shift-Technologie. Der Umwerfer sorgt also durch „intelligentes“ Schalten für möglichst wenig Kettenschräglauf, alternativ kann der Biker auch nur mit einem einzigen Schalter Umwerfer UND Schaltwerk bedienen.

Die elektronische Shimano XT Di2 besitzt wie ihr mechanisches Pendant ein Shadow+ Schaltwerk, das für einen ruhigen Kettenverlauf sorgt.

Größte technologische Neuerung an der Shimanos XT Di2: Via Bluetooth-Verbindung lässt sich die Schaltung per Smartphone oder Tablet programmieren bzw. individuell einstellen. Auch Fehler können so zukünftig über eine kabellose Verbindung analysiert werden.

Shimano macht es zudem möglich, dass Informationen wie Batterieladestand und Ganganzeige auf kompatiblen externen Bikecomputern angezeigt werden.

Voraussetzung dafür ist der neue Di2-Akku mit der Bezeichnung BT-DN110 bzw. die Akkuhalterung (BM-DN100) mit dem externen Akku (SM-BTR1). Beide Varianten können Besitzer einer XTR Di2 nachrüsten und so in den Genuss der simplen Programmierung kommen.

Die so genannten Firebolt-Schalter an der neuen XT Di2 sind in ihrer Funktionszuweisung frei programmierbar. Praktisch für effizientes Schalten: Dank Shimanos Rhythm-Step-Technik soll gewährleistet sein, dass bei jedem Kettenblattwechsel die minimale Anzahl an Ausgleichsschaltungen an der Kassette notwendig ist.

Laut Shimano liegt die Kapazität des XT-Di2-Akkus auf Niveau der XTR Di2 und soll viele Hundert Kilometer halten – selbst bei Nässe, Schnee und Matsch. Ist die Batterie doch einmal leer, lässt sie sich in 90 Minuten vollständig aufladen.

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Shimano XT Di2 im ersten Test:

In der Gemeinde Pontresina im schweizerischen Oberengadin hatte MOUNTAINBIKE-Redakteur Christian Zimek die Gelegenheit, die neue Shimano XT Di2 zu testen. Seine Eindrücke: "Keinerlei spürbarer Unterschied zur XTR-Variante ließ sich 'herausfahren'. Ob mit zwei Schalthebeln im voll steuerbaren Manual-Mode oder mit einem Schalthebel im Synchro-Shift-Mode: Die Schaltvorgänge laufen extrem präzise, schnell, ohne zu hakeln und quasi lautlos ab."

Nach kurzer Eingewöhnungszeit wechselte Zimek schließlich in den Synchro-Shift-Mode. Der einzige Unterschied zum herkömmlichen, mechanischen Schalten: Obgleich auch die mechanische Gruppe an Zimeks Dauertest-Bike absolut reibungslos funktioniert, stieg die Anzahl der Schaltvorgänge mit der XT DI2 nochmals an. Zimeks Fazit: "Jeder kleine Stich wird per Gangwechsel 'entschärft', die Trittfrequenz und Beinkraft kann noch konstanter gehalten werden."

 

Shimano XT Di2 M8050 im Test
Foto: Irmo Keizer MOUNTAINBIKE-Redakteur Christian Zimek auf Testfahrt mit der neuen Shimano XT Di2.

Ebenfalls neu: Shimano Mittelklasse-Gruppe SLX

Neben der neuen elektronischen XT Di2 bringt Shimano auch seine SLX-Gruppe neu. Die wichtigsten Fakten zur neuen Shimano SLX:

  • Als 1x11-, 2x11- oder 3x10-Version erhältlich
  • 1-fach mit 30, 32 bzw. 34 Kettenblatt und 11-40 bzw. 11-42 Kassette
  • 2-fach mit 34-24, 36-26 oder 38-28 Kettenblättern und 11-40 Kassette
  • 3-fach mit 40-30-22 Kettenblättern und 11-32, 11-34 oder 11-36 Kassette
  • Schaltwerk mit Shadow+ Technologie
  • Verbesserte Kettenführung bei 1-fach-Kettenblättern
  • Umwerfer als Side-Swing-, Top-Swing- oder Down-Swing-Version
  • Naben mit hochwertiger Freilaufkonstruktion (36 Löcher)
  • Gewicht Vorderradnabe: 148g (HB-M7010) bzw. 189g (HB-M7000)
  • Gewicht Hinterradnabe: 357g (FH-M7010) bzw. 384g (FH-M7000)
  • Auch im breiten Boost-Format (110 mm vorne, 148 mm hinten) erhältlich
  • Bremsen "Rider Tuned", d.h. auf Fahrstil und Vorleiben des Fahrers anpassbar
  • Beläge organisch oder aus Metall, wahlweise mit bzw. ohne Kühlrippen
  • Scheibengrößen: 160, 180 oder 203 mm
  • Schalt- und Bremshebel per I-Spec II oder I-Spec B gemeinsam montierbar

Die Parts der neuen Shimano SLX sind laut Hersteller ab Juni/Juli 2016 erhältlich

 

Shimano SLX M7000
Foto: Shimano Die neue Shimano SLX M7000
06.04.2016
Autor: Holger Schwarz
© MOUNTAINBIKE