Schwalbe Thunder Burt: Neuer Mountainbike-Reifen für Cross-Country und Marathon

Mit dem Thunder Burt, einem komplett neuen, besonders schnellen MTB-Reifen für Cross Country und Marathon, will Reifenhersteller Schwalbe 2014 Vollgas geben. MountainBIKE hat alle Infos zum neuen „Schwarzen Gold“.

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Schwalbe Thunder Burt Foto: André Schmidt
Schwalbe Thunder Burt Foto: André Schmidt
Schwalbe Thunder Burt Foto: André Schmidt

Thunder Burt – so nennt "Gummigigant" Schwalbe seinen neusten Reifen für Mountainbikes, erhältlich ab Spätsommer 2013. Und der Pneu hört sich nicht nur schnell an, er soll auch schnell machen: Zielgruppe sind vor allem Cross-Country- und Marathon-Fahrer - aber auch alle Hobbybiker, die einen besonders leicht rollenden und leicht gewichtigen MTB-Reifen suchen.

So soll der Schwalbe Thunder Burt mit 26 Zoll Durchmesser nur sensationelle 370 Gramm wiegen, in 29 Zoll nicht minder spektakuläre 410 Gramm – rund 100 Gramm weniger als etwa der beliebte Rennreifen Schwalbe Racing Ralph. Zudem wird es eine Version für den neuen 27,5-Zoll-Standard geben. Als Breite bietet Schwalbe für alle drei Laufradgrößen nur 2,1 Zoll an, eine 2,25-Zoll-Version könnte 2015 folgen.

Alle Modelle des Schwalbe Thunder Burt kommen zunächst mit hochwertiger, fein gewebter Karkasse (127 TPI), Kevlar-Wulst (faltbar) sowie schneller „Pacestar“-Gummimischung. Der Reifen kann wahlweise mit Schlauch oder mit Milch („Tubeless Ready“) montiert werden, eine reine UST-Version wird es nicht geben.

Neben der eher harten Gummimischung soll vor allem das fast Semislick-artige Profil für raketenhaften Vortrieb sorgen. So bilden viele kleine, sehr flache Stollen die Lauffläche am Schwalbe Thunder Burt. Schwalbe-Entwickler Markus Hachmeyer: „Laut unserer Prüfstände ist der Thunder Burt der schnellste Mountainbike-Reifen, den wir je gebaut haben.“

Im Gegensatz zum bekannten, ultraleichten Semislick Furious Fred soll der Thunder Burt aber nicht nur an Showbikes eine gute Figur machen. Die Seitenstollen sind sichtlich länger und zudem seitlich stark abgestützt, um ein Wegknicken des Reifens bei aggressiven Kurvenfahrten zu verhindern. Zudem verzahnen sich pro Bodenkontaktzeit viele der Mini-Stollen mit dem Untergrund.

Schwalbe Thunder Burt - erster Fahreindruck

MountainBIKE-Testchef André Schmidt konnte den neuen Schwalbe Thunder Burt im Verlauf der Präsentation bereits ausgiebig auf der 24-Stunden-MTB-Strecke rund um den Nürburgring testen – montiert an einem 29“-Race-Hardtail. Erstes Urteil? „Tatsächlich beschleunigt der Thunder Burt extrem schnell, der Rollwiderstand geht subjektiv gen null. Zudem zeigte er sich für das asketische Profil erstaunlich bissig auf dem Trail. Kein Reifen für jedes Gelände, aber eine heiße Wahl für trockene Böden“, so Schmidt.

Auch Schwalbe gibt den Einsatzbereich speziell für harten, losen Untergrund an. Optimal könnte der Thunder Burt auch als reiner Hinterradreifen funktionieren, mit den griffigeren Racing Ralph oder Rocket Ron als Partner am Vorderrad.

Der Pannenschutz soll dabei auf Niveau der anderen Rennreifen, Racing Ralph und Rocket Ron, liegen – für den ambitionierten MTB-Racer kein Problem, für den Alpencrosser grenzwertig. Optional wird es den Schwalbe Thunder Burt allerdings mit „Raceguard“-Pannenschutz geben, eine zusätzliche Schutzlage unter der Lauffläche macht den Reifen dann zumindest weniger anfällig gegen Durchstiche.

Schwalbe Thunder Burt - die Fakten:

  • Dimensionen: 26“ x 2,1“, 27,5“ x 2,1“, 29“ x 2,1“
  • Aufbau: 127-TPI-Karkasse, Kevlar-Wulst (faltbar), Tubeless Ready, EVO-Triple-Compoud („Pacestar“), optional mit “Raceguard”-Pannenschutz
  • Einsatzbereich: Cross Country, Marathon, harter bis loser Untergrund
  • Gewichte: 370 Gramm (26“), 385 Gramm (27,5“), 410 Gramm (29“), mit „Raceguard“ circa 70-80 Gramm schwerer
  • Ab Eurobike 2013 erhältlich, Preis: 54,90 Euro

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05.06.2013
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE