Scalpel Carbon 29er: Das Cannondale-Highlight 2012


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Cannondale Scalpel Carbon 29er
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Cannondale Scalpel Carbon 29er
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Cannondale Scalpel Carbon 29 1
Foto: Daniel Roos

 

Cannondale Scalpel Carbon 29 1
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Cannondale Scalpel Carbon 29 1
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Unter Federführung des Freiburger Ingenieurs-Duos Peter Denk und Thomas Fuderer gestaltete Cannondale ein 29er-Fully mit spektakulär leichtem Carbon-Chassis und 100-mm-Fahrwerk, das mit dem 2012 parallel fortlaufenden 26-Zoll-Racefully Scalpel nur noch wenig gemein hat.

Die Sterne vom Mountainbike-Himmel holen soll das rundum weiter entwickelte Scalpel Carbon 29. Dazu liefert das US-Bike beste Voraussetzungen: mit lediglich 2100 g Rahmengewicht (inkl. Fox-Float-RP2-Federbein, Rahmengröße M) außergewöhnlich leicht, soll es gleichzeitig durch eine besonders hohe Chassis-Steifigkeit auffallen. Umso beachtlicher wirkt das Rahmengewicht angesichts der Tatsache, dass das Bike von Race-, über Marathon- bis hin zum Trailbike-Einsatz genutzt werden darf, Cannondale zudem kein Fahrer-Gewichtslimit ausspricht (!).

Um das schnittige Racebike für jedermann mit erweiterten Einsatz-Spektrum bis hin zu Touring zu realisieren, basiert der Scalpel 29er auf einem hochbelastbaren Vollcarbon-Chassis aus ballistischem Carbonmaterial, das sich durch top Steifigkeiten und hohe Schlagfestigkeit bei sehr geringem Gewicht auszeichnet. Leicht wird das Rad durch den speziellen, als abgestützten Eingelenker konstruierten Carbon-Hinterbau, der eine Besonderheit mit dem bekannten Scalpel-26-Zöller teilt: zur Gewichtsoptimierung kommen die Sitzstreben ohne einen weiteren Gelenkpunkt aus, nutzt der Hinterbau zum Federn den hohen Flex der Carbonstreben.

Im Zusammenspiel mit dem Fox-Float-Luftdämpfer entstehen so 100 mm Federweg – wer auf technischen Touren grobes Geläuf bearbeitet, wird sich über den 20-mm-Zuwachs im Vergleich zum Scalper-26-Zöller freuen. Die laut Cannondale ausgezeichnete Steifigkeit des Hauptrahmens wollen die Ingenieure durch eine neue Unterrohr-Konstruktion (mehr dazu in MB 8/2011) sowie die beidseitige Verschraubung der Sitzstreben mit einer Steckachse unterhalb der Alu-Wippe, die das Federbein ansteuert, erreicht haben. Die Heck-Steifigkeit motzt zudem die X12-Steckachse am Hinterrad auf.

Wie handlich die neue Scalpel-Geometrie sein soll, zeigt die Tatsache, dass der Flash-29er und das Scalpel 29 beinahe die identische Geometrie aufweisen. Agilität und Wendigkeit impften die Konstrukteure dem Scalpel etwa mittels kurzer 444-mm-Kettenstreben ein. Über das bekannte Spacer-Design kann der Lenkwinkel über einen 10-mm-Spacer um ca. 0,35° flacher gestellt werden.

Die exklusive Carbon-Version des Scalpel 29er steht 2012 in zwei Modellvarianten am Start. Das 10,5 Kilo leichte top Modell Scalpel 29er Carbon 1 mit Carbon Lefty XLR, 100-mm-Fahrwerk und DT-Tricon-1550-Laufradsatz gibt es für 5999 Euro. Preislicher Stellvertreter bildet das Scalpel 29er Carbon 2 für 3999 Euro.

Bei den mit Hinblick auf Technik und Preis elitären Modellen wird es indes nicht bleiben. Das Scalpel 29er 3 und 4 bilden daher die günstigere Alu-Palette. Hauptrahmen und Schwinge sind hier aus Aluminium-Material, wobei der Alu-Eingelenk-Hinterbau auf der Sitzstrebe mit einem doppelten Lager arbeitet. Anders als das teure Carbon-Heck bietet es keine "federnden" Sitzstreben, braucht also einen weiteren Gelenkpunkt. Vorteil des Doppel-Lagers: die Kettenstreben verwinden sich deutlich weniger, machen das Chassis so steifer. Verfügbar sind jeweils vier Größen (S, M, L, XL).

28.06.2011
Autor: Florian Storch
© MOUNTAINBIKE