All-Mountainbike oder Enduro? Beides! Hier kommt das neue Pivot Mach 5.5 Carbon


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Kreuzung aus All-Mountain und Enduro: Das Pivot Mach 5.5
Foto: Dennis Stratmann

 

Kreuzung aus All-Mountain und Enduro: Das Pivot Mach 5.5
Foto: Dennis Stratmann

 

Kreuzung aus All-Mountain und Enduro: Das Pivot Mach 5.5
Foto: Dennis Stratmann

 

Kreuzung aus All-Mountain und Enduro: Das Pivot Mach 5.5
Foto: Dennis Stratmann

 

Kreuzung aus All-Mountain und Enduro: Das Pivot Mach 5.5
Foto: Dennis Stratmann
Das neuste MTB der US-Edelmarke Pivot ist ein Grenzgänger. Es kreuzt ein All-Mountain-Heck mit einer Enduro-typischen Front, ist zudem auf 2,6-Zoll-Reifen hin optimiert – also schmaler als 27,5 Plus, aber breiter als „normal“. Ob das ungewöhnliche Konzept aufgeht? Wir haben es ausprobiert!

Kurz und knapp

  • Pivot Mach 5.5 Carbon als Kreuzung aus All-Mountain und Enduro
  • 27,5-Zoll-Laufräder mit 2,6 Zoll Reifenbreite
  • 160 mm Federweg vorne, aber nur 140 mm am Heck
  • Moderat lange, moderne, verspielte Geometrie
  • VPP-ähnliche Hinterbaukonstruktion mit DW-Link
  • Diverse Ausstattungsvarianten, Preise von 5899 bis 11 999 Euro

Beim neuen MTB Pivot Mach 5.5 Carbon macht es wohl Sinn, das Bike von vorne nach hinten zu erklären. Denn die Front wäre beispielhaft für ein seriöses Enduro-MTB mit 27,5-Zoll-Laufrädern: 160 mm Federweg kommen aus der wuchtigen Fox-36-Float-Federgabel, und der Lenkwinkel steht moderat-flach bei 66,5 Grad. Dazu wühlt sich ein enorm griffiger Maxxis-Minion-DHR-II-Reifen in ausladenden 2,6 Zoll Breite über den Trail. Generell ist die Frontparte mit 440-mm-Reach (bei Rahmengröße M) modern lang – aber nicht zu extrem.

 

Kreuzung aus All-Mountain und Enduro: Das Pivot Mach 5.5
Foto: Dennis Stratmann 140 mm kitzelt der DW-Hinterbau aus dem Fox-Federbein.

Am Heck des Mach 5.5 liegen 140 mm an

Das Heck des Pivot Mach 5.5 Carbon wiederum würde jedem All-Mountain gut stehen. Hier federn und dämpfen nämlich nur 140 mm Federweg. Und der Maxxis-Rekon-Pneu misst zwar ebenfalls massive 27,5 x 2,6 Zoll, ist aber eher ein rollfreudiger Allrounder und kein Grip-Monster. Trotz der unterschiedlichen Federwege soll sich das Fahrwerk das Pivot Mach 5.5 Carbon aber harmonisch fahren. Nicht zuletzt wegen der potenten Hinterradfederung aus der Feder von Suspension-Guru Dave Weagle: Der DW-Link-Hinterbau werkelt in der Regel gefühlvoll und schluckfreudig, fühlt sich „nach mehr“ an.

 

Kreuzung aus All-Mountain und Enduro: Das Pivot Mach 5.5
Foto: Dennis Stratmann Schön gelöst: die Zugführung am Mach 5.5.

Top gemachter Carbon-Rahmen am Pivot

Abgesehen vom Fahrwerk bietet das Pivot Mach 5.5 Carbon edle Kost. Der Voll-Carbon-Rahmen sieht hinreißend aus, soll mit 2350 Gramm inklusive Federbein sehr leicht sein, ohne mit Steifigkeit zu geizen. Klasse: Der Mach-Rahmen verfügt mit breiter Boost-Achse, optionaler Di2- und zukünftiger Fox-Live-Integration sowie Umwerferaufnahme über bestmögliche Kompatibilität – Stand heute … Auch die interne Zugführung mit großen Öffnungen und Klemmungen (damit nix klappert) hat Pivot sehr gut gelöst.

Pivot wird das Mach 5.5 Carbon in rund zehn verschiedenen Ausstattungsvarianten und Upgrade-Optionen anbieten. Zu strammen Preisen von 5899 bis 11 999 Euro!

Pivot Mach 5.5: Wir sind es schon gefahren!

Wir konnten das Pivot Mach 5.5 Carbon bereits zweimal ausgiebig testen. Zunächst bei der offiziellen Präsentation im Bikepark Oberammergau, dann im Rahmen der Eurobike-Mediadays im Trail-Park am Kronplatz, Südtirol. Dabei stand uns jeweils eine 7399 Euro teure Version mit Fox-Factory-Federelementen, Shimano XT/XTR-Schaltung (1 x 12), DT-Swiss-M1700-Laufrädern, Kind-Shock-Vario-Stütze und bereits angesprochenen Maxxis-Reifen zur Verfügung.

 

Kreuzung aus All-Mountain und Enduro: Das Pivot Mach 5.5
Foto: Dennis Stratmann Und Action! Unser Testchef André Schmidt mit dem Mach 5.5.

Ausbalanciert, verspielt, leichtfüßig und spaßig!

Prima: Vom ersten Pedalhub an fühlt man sich pudelwohl auf dem Pivot Mach 5.5 Carbon. Das Bike ist sehr ausbalanciert, zunächst keine Spur von den unterschiedlichen Federwegen. Im Gelände fährt es dann eher wie ein Light-Enduro. Mit einem Gewicht von rund 12,5 Kilo wirkt es leichtfüßig und agil, auch das Handling ist herrlich beweglich, versprüht richtig viel Fahrspaß – wobei die Laufruhe dann wieder mehr in Richtung Enduro tendiert, so mega-satt wie ein waschechtes Enduro liegt es nicht. Und das 160/140-mm-Fahrwerk? Harmonisiert tatsächlich erstaunlich gut. Erst im Groben kann das Heck naturgemäß nicht ganz mit der enorm potenten Fox-Forke mithalten. Auch der Hinterreifen gerät deutlich früher ins Schlingern als der Minion an der Front. "In gewisser Weise passt das aber auch genial zum spielerischen Charakter des Bikes: aggressiv über die Front einlenken und das Heck einfach wedeln lassen ...", so unser Testchef André Schmidt.

Bergauf ist das geringe Gesamtgewicht positiv spürbar, die Traktion des Hinterbaus ist exzellent, das Pivot Mach 5.5 Carbon klettert mit viel Schub. Den Sitzwinkel hätten wir jedoch gerne etwas steiler als 73,5 Grad, um noch besser von oben ins Pedal zu treten. Und die breiten 2,6er-Reifen kosten halt auch ein paar Körner mehr, lassen sich weniger flink beschleunigen als 2,35–2,4-Zoll-Reifen – einmal beschleunigt, rollen sie aber gut.

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30.06.2017
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE