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Remedy und Scratch: Neuheiten von der Trek-Präsentation in Moab/USA
02.11.2009 von Chris Pauls
Im US-Bundesstaat Utah haben die Amis ihre Neuheiten für 2010 vorgestellt. Die Stars der Präsentation: das neue Remedy und das langhubige Scratch.
Das neue Remedy verabschiedet sich aus der Enduro-Liga und findet sich 2010 in der beliebten All-Mountain-Kategorie wieder. Treks Entwicklungsabteilung verpasst dem Bestseller für die kommende Saison einen Carbon-Hauptrahmen und verbaut an der Front eine 150 mm Fox 32. Diese soll besser mit dem Hinterbau harmonieren, der schon beim Vorjahresmodell auf 150 mm Federweg begrenzt war.
Um Effizienz mit einem lebhaften Hinterbau zu paaren, griff Trek zu dem in Zusammenarbeit mit Fox entwickelten DRCV-Dämpfer (Dual Rate Control Valve). Dieses Valve (Ventil) trennt die Hauptluftkammer von einer zusätzlichen kleineren Kammer. Bis zur Hälfte des Hubs verhält sich die Charakteristik des Dämpfers straff und somit pedaliereffizient. Ab der Hälfte öffnet sich das Ventil, der Dämpfer wird weicher und gibt mehr Hub frei. Die Trek-Entwickler achteten darauf, dass sich der Einsatzbereich nicht zu sehr verschiebt, das Remedy soll viel von seinem Enduro-Charakter beibehalten.
MB-Tester Chris Pauls zum neuen Remedy: „Auf den Testtrails rund um Moab fordern hohe Stufen bergauf Fahrer wie Material, DRCV verhinderte das Wegsacken. Im Downhill zeigte das Remedy wieder sein altes (Enduro-)Gesicht – und manövrierte sicher und präzise durch die Felsen.“
Außerdem stellte Trek in Moab auch das neue Scratch vor. Es füllt die Lücke zwischen Remedy und Session. Das Bike soll die Hülle des Freeriders Session besitzen und die Seele des Allmountain-Bike Remedy. 160 mm Federweg vorne und 170 mm am Heck sind die entscheidenden Eckdaten. Also ein Enduro? Nicht ganz, Trek bietet zwei luftgefederte Varianten und zwei mit Stahlfeder an.
Die Stahlfeder-Version Scratch 9 wiegt 15,6 Kilo (ohne Pedale) und besitzt dadurch mehr Session-Gene als das Remedy. Die circa ein Kilo leichtere Luftfederversion soll die Enduro-Klasse bedienen. An beiden Modellen befindet sich eine Geometrie-Verstellung. Der Fahrer kann per Inserts an der Umlenkwippe den Lenkwinkel um 0,5 Grad und die Tretlagerhöhe um 8 mm verstellen.
MB-Tester Pauls hat das neue Scratch gefallen: „Beeindruckend, wie effizient sich die 170-mm-Kinematik pedalieren lässt – hier sind selbst bei 15,8 Kilo Remedy-Gene spürbar. Bergab saugt das Scratch fußballgroße Steine weg, die hohe Bodenfreiheit ist bei Wurzel- und Steinüberfahrten sehr angenehm.“
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02.11.2009
© MountainBIKE
Autor: Chris Pauls
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