Neue Merida-Hardtails für 2017: Big Nine, Big Seven und Big Trail


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Merida Neuheiten 2017
Foto: Merida / Daniel Geiger

 

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Hardtails never die! Neben den zwei neuen Race-Hardtails Big Nine und Big Seven bringt Merida für die Saison 2017 das Trail-Hardtail Big Trail. MOUNTAINBIKE hat alle Infos und Bilder zu den neuen Bikes.

Das Merida Big Nine und das Big Seven wurden für die härtesten Cross-Country-Pisten der Welt entworfen. Das Big Nine steht auf 29"-Laufrädern, das Big Seven kommt auf 27,5"-Rädern daher. Erstmals wurden die beiden Hardtails gemeinsam entwickelt. Geometrien und Features am Rahmen unterscheiden sich also nur in den Laufradgrößen.

Von Rahmengröße XS bis XXL kommt mit den zwei neuen Hardtails jeder Biker auf seine Kosten, wobei das Big Seven in den Größen XS bis L und das Big Nine von S bis XXL erhältlich ist. Die Hardtails sind die Arbeitsgeräte vom Multivan Merida Racing Team – dem wohl erfolgreichsten XC-Team aller Zeiten. Dementsprechend hoch waren die Anforderungen für das Entwicklerteam von Merida, die Worldcup-Profis zufrieden zu stellen.

Die Wünsche der Rennfahrer wurden bei der Entwicklung umgesetzt: So soll der neue Rahmen deutlich komfortabler sein, gleichzeitig aber weniger wiegen. Besonders die flexenden Sitzstreben sollen herbe Schläge vom Fahrer fernhalten. Für Steilabfahrten hatte sich das internationale Rennteam außerdem komfortablere Kettenstreben gewünscht.

Im Rennsport gilt die goldene Regel: Wer im Downhill weniger Arbeit in der Haltemuskulatur aufwenden muss, kann diese gewonnen Kraft in Vortrieb umsetzen. Mit dem neuen Big Nine und dem Big Seven soll mehr Komfort auf dem Hardtail erreicht werden. Dazu soll auch die flexende Komfort-Sattelstütze beitragen, die eigens für die neuen Hardtails entwickelt wurde.

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Big Nine und Big Seven: Details und Gewichte

Um maximale Power auf die Pedale zu bekommen, werden im Merida Big Nine und im Big Seven steife BB92-Tretlager verbaut. Beide Bikes liegen mit einigen Details außerdem voll im Trend der schnellen Hardtails.

So sieht man im Worldcup immer häufiger Topfahrer, die mit Vario-Sattelstützen in Downhills Sekunden und Sicherheit gewinnen wollen. Deshalb setzten die Ingenieure bei der Entwicklung der Sattelstützen auf ein 30,9-mm-Maß, was den Einsatz von Vario-Stützen leichter möglich macht. Eine Zugvorrichtung im Rahmen ist dafür ebenfalls vorgesehen. Beim Hinterradmaß setzen die beiden Race-Hardtails von Merida auf den neuen Standard Boost 148.

Für mehr Stabilität und Laufruhe wurde von Merida am Big Nine und Big Seven der Reach verlängert. Der Vorbau hingegen wird für eine kompakte Sitzposition kürzer. Ein Lenkwinkel von 70° und 433 Millimeter kurze Kettenstreben sollen beim Big Nine für ein agiles Ansprechverhalten sorgen. Das Big Seven hat einen Lenkwinkel von 69°, die Kettenstreben messen 423 Millimeter.

Trotz der Finessen spielt das Big Nine aus Highend-Carbon und einem Rahmengewicht von 900 Gramm (Herstellerangabe, Größe M) auch beim Klettern in der Top-Liga! Mit Parts wie dem serienmäßigen Unterrohrschutz, Kettenstrebenschutz und Steckachse für die Hinterachse soll das Frameset nur knapp über 1000 Gramm auf die Waage bringen. Das neue Topmodell Big Nine Team soll so als Komplettbike auf ein Gesamtgewicht von 8,5 Kilogramm kommen.

Wie der Name schon verrät, ist das Big Nine Team an dem Teambike des Multivan Merida Racing Teams angelehnt. Lackierung und Komponenten ähneln den Weltcup-Waffen von José Hermida, Gunn-Rita Dahle Flesja & Co. stark. Ausgestattet ist das neue Merida Big Nine Team mit Fulcrum Red Passion Laufrädern, der neuen Sram XX1 Eagle, einer neuen Rock Shox SID und Sram Level Ultimate Bremsen.

CF5 und CF3: Carbonrahmen in zwei Varianten

Bei der Rahmenwahl setzt Merida auf zwei verschiedene Carbon-Fasergemische. Der CF5-Rahmen stellt dabei das Topmodell der Big-Nine- und Big-Seven-Rahmen da: Meridas gesamtes Know-how ist in den Hightech-Rahmen eingeflossen. Die hochmodularen Fasern des CF5-Rahmens sollen Bestwerte in Sachen Festigkeit und Steifigkeit bieten.

Diese Qualität wird sich beim Preis niederschlagen: Die CF5-Rahmen kommen bei den hochpreisigen Modellen von Big Nine und Big Seven zum Einsatz. Der Rahmen ist dabei kompromisslos auf Cross-Country-Racing ausgelegt. So ist der Steuersatz aus Gewichtsgründen vollintegriert. Außerdem fehlt die Umwerfervorrichtung komplett, der CF5-Rahmen kann nur mit einem 1-fach-Antrieb bestückt werden.

Die CF3-Modelle hingegen sind auf Preis/Leistung gepolt und sollen eher Hobbyracer und Marathonbiker ansprechen. Sie bieten eine Sideswing-Umwerferaufnahme und Zugführung für 2- und 3-fach-Antriebe. Bei beiden Rahmenarten ist die innenverlegte Zugführung überarbeitet worden. Durch stabile Clips sollen die Leitungen im Rahmen nicht mehr klappern. Außerdem soll die Montage der Züge nun einfacher sein.

Das Merida Big Nine im ersten Test

MOUNTAINBIKE-Volontär Lukas Hoffmann konnte das Merida Big Nine beim Albstadt Classic Marathon testen. Sein Fazit: "Das Big Nine giert bergauf nach Geschwindigkeit und Höhenmetern. Besonders gefallen hat mir die satte und sichere Lage auf dem Trail. Bergab ist das Bike durch die Komfortverbesserungen weder rumpelig noch zu soft. Dennoch: Das Big Nine kann auch giftig - so wie man es von einem Race-Hardtail erwartet. Als Grammfeilscher schlägt mein Herz beim Blick auf die Waage höher."

 

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Foto: Merida / Daniel Geiger Das Merida Big Nine Team

Ebenfalls neu: Trail-Hardtail Merida Big Trail

Runter vom Schotter, rauf auf den Trail: Das gilt für das neue Merida Big Trail. Lang, flach und mit tiefem Schwerpunkt – diese Attribute sollen auf das neue Trail-Hardtail zutreffen. Das Bike kommt mit breiten Reifen im 27,5-Plus-Format und ist mit einer 130-mm-Gabel deutlich bergab- und trailorientiert. Der Lenkwinkel von 67,5° soll ebenso wie die kurzen Kettenstreben zu einem verspielten Handling beitragen.

Der Aluminiumrahmen des Big Trail wiegt laut Merida rund 2100 Gramm und ist auf 1-fach-Antriebe ausgelegt. Für Kettenführungen besitzt das Merida Big Trail eine ISCG-05-Aufnahme. Klappernde Züge und Leitungen im Rahmen? Die sollen mit dem Big Trail der Vergangenheit angehören. Für die innenverlegten Züge wurden im Rahmen Aufnahmen vorgesehen, die alle Bauteile an Ort und Stelle behalten. Unter dem Tretlager kommen die Züge wieder ins Freie.

Für lange Abfahrten ist am Hinterrad eine Postmount-Bremsaufnahme für 180-mm-Bremsscheiben vorgesehen. Der Boost-Hinterbau bietet Platz für Reifen bis zu 2,8" Breite.

 

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Foto: Merida / Daniel Geiger Das Merida Big Trail

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25.05.2016
Autor: Lukas Hoffmann
© MOUNTAINBIKE