Neues Race-Mountainbike in 29 Zoll: das Giant Anthem Advanced Pro 29


Zur Fotostrecke (15 Bilder)

Rassiges Race-MTB für 2018: Giant Anthem Advanced Pro 29
Foto: Giant

 

Rassiges Race-MTB für 2018: Giant Anthem Advanced Pro 29
Foto: Giant

 

Vollgas voraus: das neue Giant Anthem Advanced Pro 29
Foto: Dennis Stratmann

 

Vollgas voraus: das neue Giant Anthem Advanced Pro 29
Foto: Dennis Stratmann

 

Vollgas voraus: das neue Giant Anthem Advanced Pro 29
Foto: Dennis Stratmann
Zuletzt hatte Giant sein Racefully Anthem in der 29-Zoll-Variante stiefmütterlich behandelt. Nun ist ein wahrer Nachfolger der Rennfeile da. Wir haben alle Infos, viele Bilder und einen ersten Kurz-Test zum Giant Anthem 29 für 2018.

Kurz und knapp

  • Giant Anthem 29 – Racefully für den hochambitionierten Einsatz
  • 29-Zoll-Laufräder/-Reifen
  • 100 mm Federweg vorne, 90 mm Heckfederung
  • Überarbeitete Maestro-Hinterradfederung
  • Optimierte Race-Geometrie
  • Zielgruppe: Cross-Country, Marathon
  • Zwei Voll-Carbon-, ein Carbon-Alu-Hybrid und zwei Alu-Modelle

Als die Quintessenz aus „zwölf Jahren Evolution, Erforschung und Herstellung von CC-spezifischen Laufradgrößen sowie wichtigen Neuerungen bei unserer Maestro-Federung“ stellte uns Giant sein neues Race-Fully-MTB Giant Anthem Advanced Pro 29 vor. Dabei soll das neue Anthem wirklich wieder eine reinrassige Rennmaschine aus dem Hause Giant darstellen, keine Kreuzung aus Race- und Trail-Bike – zu der der Vorgänger Anthem X etwas „mutierte“.

 

Vollgas voraus: das neue Giant Anthem Advanced Pro 29
Foto: Dennis Stratmann Das Topmodell Giant Anthem Advanced Pro 29 0.

Klassischer Look, angriffslustige Geo: das Anthem 29

Daher wird das neue Giant Anthem 29 ausschließlich mit 29-Zoll-Laufrädern/-Reifen über die Rennstrecken fegen, um das überlegene Rollverhalten der großen Räder auszunutzen. Die Geometrie hat Giant nach eigener Aussage noch einmal speziell auf die 29er-Wheels hin optimiert. Der Lenkwinkel steht moderat-flach bei 69 Grad, auch der Sitzwinkel fällt mit 73,5 Grad eher flach aus. Dazu gibt es ein langes Oberrohr (610 mm bei Rahmengröße M) für eine sportlich-gestreckte Sitzposition sowie einen eher gemäßigt langen Reach von 437 mm bei Größe M und eher lange 438-mm-Kettenstreben. Auffällig ist zudem das sehr hoch angesetzte, gerade Oberrohr, was dem Anthem einen recht klassischen Look gibt. So oder so, „ein messerscharfes Fahrverhalten“ verspricht Giant.

 

Rassiges Race-MTB für 2018: Giant Anthem Advanced Pro 29
Foto: Giant Die Geometrie des Giant Anthem Advanced 29 (für Großansicht auf die Grafik klicken)

Der neue Voll-Carbon-Rahmen soll Maßstäbe setzen

Der am Anthem Advanced Pro laut Pressemitteilung „leichteste 29-Zoll-Giant-Rahmen aller Zeiten“ ist komplett aus Kohlefaser gefertigt, auch der obere Umlenkhebel der VPP-ähnlichen Hinterradfederung ist in einem extrem aufwendigen Carbon-Verfahren hergestellt. Apropos Hinterbau: Auch am Anthem 29 kommt Giants bewährte Maestro-Kinematik mit starrem hinteren Rahmendreieck und zwei Umlenkhebeln zum Einsatz. 90 mm Federweg stellt die Heckfederung parat, an der Front werkeln 100-mm-Federgabeln. Warum nur 90 mm? Laut Giant-Mann Kevin Dana nutzen fast alle 100-mm-Fullys gut einen Zentimeter des Federwegs durch das hohe Übersetzungsverhältnis der Hinterbau-Kinematik eh nie. Am Giant Anthem hingegen ist das Hebelverhältnis – auch dank der neuen Dämpfer-Generation mit metrischen Einbaumaßen und Trunnion-Befestigungsstandard – erheblich gesenkt, was diese „tote Zone“ im Hub eliminieren soll.

Breite Boost-Achsen, ein wuchtiger Steuerkopf- und Tretlagerbereich sollen wiederum für ein Höchstmaß an Verwindungssteifigkeit am Giant Anthem Advanced Pro 29 sorgen. Schöne Details wie die "versteckte" Sitzrohrklemme und mehrerer, großflächige Carbon-Schützer an Unterrohr und Kettenstreben runden das kleine Kohlefasermeisterwerk ab.

 

Rassiges Race-MTB für 2018: Giant Anthem Advanced Pro 29
Foto: Giant Das Topmodell Giant Anthem Advanced Pro 29 0.

Carbon oder Alu oder beides? Du hast die Wahl!

Neben dem Anthem Advanced Pro 29 bietet Giant auch noch einen Carbon-Rahmen mit Alu-Heck sowie das Anthem 29 mit Alu-Rahmen an. An den Alu-Rahmen passt übrigens auch ein Umwerfer, die Carbon-Modelle sind ausschließlich für 1-fach-Schaltungen konzipiert.

Mit dem Top-Voll-Carbon-Rahmen wird es zwei Modelle geben: Anthem Advanced Pro 29 0 für 7399 Euro und Anthem Advanced Pro 29 1 für 4499 Euro. Das Topmodell besticht natürlich mit feinster Ware: Sram-XX1-Eagle-Antrieb, Foc-Factory-Federelemente mit Doppel-Remote, Giant-Carbon-Laufräder, Maxxis-Reifen sowie diverse Giant-Anbauteile – alles aus Carbon. Natürlich.

Den Carbon-Alu-Hybrid-Rahmen bietet das Anthem Advanced 29 1 für 3199 Euro – dazu gibt es unter anderem eine Schaltung auf Shimano-SLX-Niveau. Die Alu-Modelle Anthem 29 1 und Anthem 29 2 kosten 3199 Euro bzw. 2599 Euro. Die genauen Ausstattungslisten reichen wir schnellstmöglich nach. Ebenso einen ersten Test mit dem Giant Anthem Advanced Pro 29.

 

Vollgas voraus: das neue Giant Anthem Advanced Pro 29
Foto: Dennis Stratmann Das Giant Anthem Advanced Pro 29 im ersten Test.

Erster Test mit dem Giant Anthem Advanced Pro 29

Im Umfeld der Eurobike-Mediadays (an denen Giant eigentlich nicht teilnahm) konnten wir die Gelegenheit zu einem ersten, sehr kurzen Test mit dem Topmodell Giant Anthem Advanced Pro 29 0 nutzen. Das Giant wirkt auch durch das hohe, lange Oberrohr zunächst groß, nach wenigen Metern hat man sich aber an das Bike gewöhnt. Und dann wird schnell klar, dass speziell die leichte Topversion eine echte Rakete ist. Vortriebshungrig, aggressiv, schnell. Das Handling tendiert - für ein Racefully - mehr Richtung Laufruhe als in Richtung Drehfreude, dennoch lässt sich das Anthem punktgenau lenken. Und die Maestro-Hinterradfederung? Einmal mehr bar jeder Kritik!

Mehr MTB-Neuheiten für 2018:

Fotostrecke: Eurobike Award 2017: Alle ausgezeichneten Bikes und Parts

85 Bilder
Eurobike Award 2017 Gold Van Nicholas Skeiron Foto: EUROBIKE Friedrichshafen
Eurobike Award 2017 Gold Van Nicholas Skeiron Foto: EUROBIKE Friedrichshafen
Eurobike Award 2017 Gold Mokum Mono Mokumono Foto: EUROBIKE Friedrichshafen
29.06.2017
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE