Neues für Tourenbiker: das MTB Fuji Rakan 29 für die Saison 2016


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Das neue Rakan von Fuji
Foto: Benjamin Hahn

 

Das neue Rakan von Fuji
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Touren-Mountainbikes in 29 Zoll bleiben Dauerbrenner – auch auf der Eurobike-Messe. Neu für 2016 kommt etwa das MTB-Fully Fuji Rakan 29 mit 29-Zoll-Rädern und 120-mm-Fahrwerk. MountainBIKE hat alle Bilder, Infos und einen ersten Test zum Fuji Rakan 29.

Das MTB-Tourenfully Fuji Rakan 29 im Kurz-Check

  • Einsatzbereich: Tour und Trail, Randbereich All-Mountain und Marathon
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Federweg: 120 mm vorne/hinten
  • Rahmenmaterial: Aluminium
  • Von Breezer adaptierte einzigartige "M-Link"-Kinematik
  • Achsen im neuen "Boost"-Standard
  • In vier Rahmengrößen erhältlich: S, M, L, XL
  • Zwei Modelle: Fuji Rakan 29 1.5 (2999 Euro) und Fuji Rakan 29 1.3 (3499 Euro)

Nachdem die US-Marke Fuji zuletzt im beliebten Touren-Segment etwas den Anschluss verlor, kommt nun mit dem MTB Fuji Rakan 29 ein wirklich vielversprechender Neuling. Standesgemäß für die Kategorie rollt es auf 29-Zoll-Laufrädern und bietet 120 mm Federweg an Front und Bürzel. Der Rahmen verspricht Solidität, ist ausschließlich aus Aluminium gefertigt.

Im Zentrum des Fuji Rakan 29: die M-Link-Kinematik von Breezer

Herzstück des Touren-MTBs Fuji Rakan 29 ist die von der Schwesterfirma Breezer (Marke von "MTB-Miterfinder" Joe Breeze) entliehene M-Link-Kinematik. Bei dieser Variante eines VPP-Hinterbaus mit virtuellem Drehpunkt liegt das hintere Lager mittig in der Kettenstrebe. Der Vorteil sind laut Fuji/Breezer ein feineres Ansprechverhalten und ein generell steiferes hinteres Rahmendreieck. Zudem sollen die Lager weniger, weil "langsamer" belastet werden. Dafür fällt das System etwas schwerer aus, weshalb Fuji viel Wert auf Gewichtsoptimierung des vorderen Rahmendreiecks gelegt hat. In Summe sollen die Komplett-Bikes beide um 13 Kilo wiegen – was für den Einsatzbereich "noch gut" wäre.

Apropos Komplett-Bikes: In Europa bietet Fuji nur zwei Varianten an: das Fuji Rakan 29 1.5 für 2999 Euro und das Fuji Rakan 29 1.3 für 3499 Euro. Während das teurere Modell eine komplette Shimano-XT-Ausstattung bietet, muss man beim Rakan 1.5 teils mit Deore-Parts vorlieb nehmen. In Sachen Fahrwerk vertraut Fuji beim 1.3 auf Rock Shox (Monarch-RT3-Federbein und Reba-Federgabel) und beim 1.5 auf Fox (Float-Performance-Dämpfer und 32-Float-Performance-Forke).

Eher klassisch gezeichnete Geometrie am Fuji Rakan 29

Wem der aktuelle Trend zu immer flacheren Lenkwinkeln und längeren Oberrohren bzw. längerem Reach nicht zusagt, dürfte mit dem Fuji Rakan 29 glücklich werden. So steht der Lenkwinkel bei moderat-steilen 69 Grad, der Sitzwinkel bei zeitgemäßen 74,5 Grad. Das Oberrohr ist mit 590 mm bei Größe M ebenfalls eher im "unauffälligen" Bereich.

Für höhere Steifigkeiten setzt Fuji beim Rakan 29 auf den neuen Boost-Standard. Das heißt, dass die Achsen die Maße 110 x 15 mm (vorne) und 148 x 12 mm (hinten) aufweisen und auch die Kettenlinie etwas nach weiter nach außen fällt. Vorteile: steifere Laufräder durch optimierten Anstellwinkel der Speichen, (theoretische) Kompatibilität mit dem neuen Laufrad-/Reifen-Maß 27,5 Plus.

Das Mountainbike Fuji Rakan 29 im ersten Test von MountainBIKE

Die MountainBIKE-Redaktion nutzte den Eurobike-Mediaday zu einem ersten Test mit dem Fuji Rakan 29. Dazu stand jedoch nur das in Europa nicht erhältliche Topmodell Rakan 1.1 zur Verfügung, das sich aber den Rahmen mit den günstigeren Modellen teilt. Von Beginn an gefiel den MountainBIKE-Testern speziell der M-Link-Hinterbau. Testchef André Schmidt: "Kompliment an Joe Breeze und seine Truppe! Die Hinterradfederung fährt sich bergauf angenehm neutral und dennoch traktionsstark, bergab überzeugten mich das flinke Ansprechverhalten und der generell lebhafte Charakter des Hecks." Und obwohl das Fuji Rakan 29 kein Leichtgewicht ist, zeigte es sich im Test spritzig und agil. Speziell über die Front steuert es sehr direkt, hier könnte ein etwas breiteres Cockpit für noch mehr Kontrolle bei Highspeed sorgen. Ärgerlich: Der Sattel ließ sich beim Testmodell kaum versenken, auch der Auszug war arg begrenzt – eine Vario-Sattelstütze (nicht Teil der Originalausstattung) scheint unumgänglich.

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27.08.2015
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE