Neu von Lauf: Trail Racer Boost und Fatbike-Gabel Carbonara


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Die neue Lauf Gabel Trail Racer Boost
Foto: Max Hilger

 

Die neue Lauf Gabel Trail Racer Boost
Foto: Max Hilger

 

 

 

Der isländische Gabel-Hersteller Lauf hat eine neue Gabel im Programm: Die Trail Racer gibt es jetzt mit Boost-Naben-Standard und damit auch kompatibel mit 27,5+. Außerdem hat MountainBIKE erste Fahreindrücke zur neuen Fatbike-Gabel Lauf Carbonara.

2014 überraschte die isländische Firma Lauf die Cross-Country-Szene mit einer neuartigen Parallelogramm-Gabel. Die Isländer setzten damit konsequent ihren Namen um: Lauf heißt Blatt und, ganz nach isländischer Redensart, sind die Lauf-Gabeln „leicht wie ein Blatt“ - im Gegensatz zu Luftfedergabeln. Wie? Die Carbon-Gabel „schwimmt“ über dem Laufrad, die maximale Biegung von zwölf (in Deutschland hergestellten) Fiberglas-Blattfedern sorgt für den Federweg. Weiterer Vorteil: Wartungsfreiheit! Damit schloss Lauf die Lücke zwischen schwerer Luft-Federgabel und Starrgabel.

Gabel für zwei neue "Standards"

Mit ihrem neuesten Produkt bedienen die Isländer gleich zwei neue „Standards“. Mit der neuen Boost-Naben-Variante der Trail Racer-Gabel lassen sich 29“-Laufräder mit bis zu 2,4“ breiten Reifen fahren – aber auch das neue Laufrad-Reifenmaß 27,5+ lässt sich verbauen mit Reifen bis zu 3“. Die Boost-Gabel hat an den „Schultern“ zugelegt, ist steifer geworden und soll 1040 Gramm wiegen.

Zwei Federhärten sind verfügbar: Eine geringere Härte für Fahrer unter 70 Kilogramm, eine für Fahrer über 65 Kilogramm. Im Herbst soll die Boost-Variante erhältlich sein und 1090 Euro kosten. 2016 soll die „Softforke“ auch an Serienbikes verbaut werden: Das neue Bulls Black Adder 29-Modell wird 2016 serienmäßig mit der neuen Trail Racer-Gabel ausgestattet.

Lauf Trail Racer Boost: erster Fahreindruck

Und wie fährt sie sich? Ähnlich wie das „normale“ Trail Racer Modell: So spricht sie sofort an, ein Losbrechmoment ist nicht zu spüren. Die Gabel ist dauerhaft am Arbeiten und absorbiert auch Mini-Steinchen. Ein Rebound lässt sich allerdings nicht einstellen und vor allem grobe Schläge gehen in die Arme.

Im Gegensatz zur normalen Trail Racer fährt sich die Boost-Version spürbar steifer. Als Zwischenelement zwischen Luftfedergabel und Starrgabel ist die Trail-Racer-Gabel etwas für den Renneinsatz, denn den Komfort einer Luftfedergabel erreicht sie trotz der angegeben rund 60 mm „Federweg“ nicht. Geringes Gewicht und Wartungsfreiheit sprechen aber für die Gabel.

 

Die Fatbikegabel Lauf Carbonara.

Neue Fatbike-Gabel: Lauf Carbonara

Und noch etwas ist neu: Beim Sea Otter Festival zeigte Lauf bereits seine neue Fatbike-Gabel Carbonara, jetzt konnte MountainBIKE das fertige Produkt als erstes deutsches Magazin fahren. Das Gewicht soll bei 1100 Gramm liegen (rund 700 Gramm weniger als die Luftfedergabel Rock Shox Bluto). 26“-Räder mit bis zu 4,8“ breiten Reifen sollen passen und interessanterweise auch „29+“-Modelle mit Reifenbreite von bis zu 3“. Für die Fatbike-Variante wurden steifere Blattfedern gewählt, um auch für grobe Schläge gerüstet zu sein. Zwei Blattfeder-Härten wird es geben, eine für Fahrer unter 85 kg, eine für schwerere Fahrer.

Erster Fahreindruck: Lauf Carbonara

Am Fatbike spielt die Lauf-Technik ihre Stärken optimal aus. MounatinBIKE-Redakteur Max Hilger zeigte sich erstaunt: „Während ich an einem Race-Hardtail mit Lauf-Gabel den Komfort einer Luftgabel vermisse, passt sie sich beim Fatbike optimal an.“ Durch die Dämpfung der Reifen „federt“ das Rad schon grobe Schläge ab.

Speziell in Kombination mit wenig Reifendruck fährt sich die Gabel dadurch vom Handling wie eine Starrgabel, bietet jedoch zusätzliche Komfort-Reserven. Die Fatbike-Gabel soll ab sofort erhältlich sein und wie alle Lauf-Gabeln 1090 Euro kosten. An den Fatbikes von Fatback, Borealis und Lamere finden Kunden 2016 Lauf-Gabeln.

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Neue Bikes für 2016:

01.07.2015
Autor: Max Hilger
© MOUNTAINBIKE