Neu: Trek Fuel EX in 27,5 Zoll - plus neues Dämpfungssystem RE:aktiv

Trek bringt sein Tourenfully Fuel EX zukünftig auch in 27,5 Zoll. Den Topmodellen spendiert Trek außerdem ein neues Dämpfungssystem, RE:aktiv genannt. Zudem gibt's das Remedy 29 mit Carbon-Rahmen, das Lady-Bike Lush in 27,5 Zoll und Neuigkeiten in Sachen Nabenbreite.

Ab sofort gibt es das Tourenfully Trek Fuel EX mit seinen 120 mm Federweg an Front und Heck auch mit 27,5-Zoll-Laufrädern. Fünf Modellvarianten vom günstigen Trek Fuel EX 7 27.5 mit Aluminium-Rahmen und 120 mm Federweg, Fox-CTD-Fahrwerk in der Evolution-Variante, Zweifach-Antrieb und Shimano/Sram-Mix für 2299 Euro bis zum Topmodell Trek Fuel EX 9.8 27.5 mit Kohlefaser-Hauptrahmen und -Sitzstreben, Shimano-XT-Ausstattung, Zweifach-Antrieb, Fox-Performance-Fahrwerk und Reverb-Variostütze für 4599 Euro sollen bereits in den Shops erhältlich sein.

Der Unterschied zwischen den teuren und preiswerteren Modellen: In den Modellvarianten 9/9.8 des Trek Fuel EX 27.5, aber auch bei den neuen Mountainbikes Trek Fuel EX 9/9.8/9.9 der 29-Zoll-Variante werkelt nun ein Dämpfer mit neuem Innenleben.

Die RE:aktiv getaufte Technik entwickelte Trek fünf Jahre lang zusammen mit der Firma Penske, die unter anderem als Fahrwerksspezialist und Rennstallbetreiber in den Automobil-Rennserien Nascar und Indy Car höchst erfolgreich agiert. Basis von RE:aktiv ist dabei das weiterhin von Fox exklusiv für Trek gefertigten DRCV-Federbein mit zwei Luftkammern. Ab einer Federwegsausnutzung von 50 Prozent „schaltet“ ein Ventil die zweite Luftkammer dazu, was für einen leichter nutzbaren Federweg und damit für mehr Komfort sorgt.

In der Praxis neigten DRCV-Federbeine bislang aber auch zum „Durchrauschen“, nutzen den Federweg zu früh und schaukelten sich beim Pedalieren auf. Genau da setzt RE:aktiv an. Durch eine veränderte Anordnung des sogenannten Shim-Stack (Anzahl der Scheiben/Shims innerhalb des Dämpfers und die Anzahl/Größe der Löcher beeinflussen den Ölfluss und damit die Dämpfung) soll laut Trek eine „regressive Kennlinie“ erzielt werden. Das heißt: Der Widerstand der Dämpfung ist zunächst erhöht, erlaubt so ein effizientes, wippfreies Pedalieren.

Treffen Schläge auf das Hinterrad, wird das Federbein „re-aktiviert“. Dabei reagiert RE:aktiv laut Trek auf große Stöße schneller und mit geringem Widerstand als auf kleine Schlägen. RE:aktiv funktioniert damit vom Grundprinzip her anders als herkömmliche Federbeine, die den Widerstand mit zunehmender Schlaghärte erhöhen. Trek verspricht damit eine Hinterradfederung, die Härte und Geschwindigkeit der Schläge quasi erkennt und das Dämpfungsverhalten des Federbeins entsprechend anpasst.

Von außen ist die neue Dämpfung übrigens weder sichtbar und einstellbar. Besonders spürbar soll sie vor allem bei den beiden Plattform-Einstellungen des Fox-Federbeins, also im „Trail“- und im „Climb“-Mode, sein. Speziell der Climb-Mode wird nun eher einem klassischen Lockout ähneln, dennoch bei sehr harten Schlägen den Federweg frei geben.

Auch fünf Modelle des All-Mountain-/Enduro-Bikes Remedy - die Ausstattungsvarianten 9/9.8/9.9 des Remedy 27.5 und die Varianten 9 und 9.8 des 29er-Modells – werden mit dem neuen Dämpfer ausgestattet. Zudem wird das Remedy 9.8 29 ab Ende Juli in einer Carbon-Variante erhältlich sein.

Für MTB-Ladys: neues Trek Lush in 27,5 Zoll

Auch MTB-Ladys dürfen sich über Nachwuchs in der Trek-Modellpalette freuen. Ab August rollt das 120-mm-Bike Trek Lush in den Varianten Lush, Lush SL und Lush Carbon nun auch mit 27,5-Zoll-Laufrädern über die Trails. Lush SL und Lush Carbon werden mit dem neuen RE:aktiv-Dämpfer ausgestattet sein. Preise stehen noch nicht fest.

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Boost 148: Neuer Achsstandard mit 148-mm-Naben am Remedy 29

Wie auch bei der RE:aktiv-Technologie, dreht sich bei der nächsten Innovation der Amis ebenfalls alles ums Hinterrad: Durch den größeren Durchmesser von 29-Zoll-Laufrädern werden diese auch anfälliger für Torsionskräfte, also weniger steif und verwinden sich stärker als kleinere Laufräder. In Zusammenarbeit mit Sram entwickelte Trek für sein Remedy 29 einen neuen Achsstandard, genannt Boost 148 mit 148 mm Nabenbreite statt der herkömmlichen 142 mm. Dieser soll die Riesenräder so steif wie 27,5-Zoll-Laufräder machen.

Drei Millimeter mehr Stützbreite der Speichen auf jeder Seite versprechen höhere Stabilität, um die Kettenlinie nicht zu beeinflussen, wurde eine spezielle Kurbel designet, bei der das Kettenblatt vom Rahmen weg, also weiter nach außen, wandert. Ein weiterer Effekt dieser Technik ist die Option, größere Kettenblätter auf der Innenseite der Kurbel montieren zu können, ohne den Q-Faktor zu verändern. Zudem können durch ein spezielles Rahmendesign breitere Reifen montiert werden, was Komfort und Traktion zu Gute kommt.

12.06.2014
Autor: Christian Zimek
© MOUNTAINBIKE