Neu: Ibis Ripley – Trail- und Touren-MTB in 29 Zoll – Infos, Bilder, Fahrbericht

Ripley – so heißt das jüngste Baby der US-Kultmarke Ibis. Worum es geht? Um ein voll im Trend liegendes Trail- und Tourenbike mit leichtem Carbon-Rahmen, 120 mm Federweg und 29-Zoll-Laufrädern. MountainBIKE hat nicht nur Bilder und Infos sondern auch die ersten Fahreindrücke – direkt vom Sea Otter in Monterey, Kalifornien.

„Wow, that’s awesome“ – neben dem Santa Cruz Bronson sorgt kein anderes Mountainbike beim MTB-Kult-Event Sea Otter für so viel Publikumszuspruch wie das Ibis Ripley, Novität und erstes Twentyniner aus dem Traditionshause Ibis.

120 mm Federweg generiert das Fully am Heck, als Frontarbeiterinnen kommen wahlweise Gabeln mit 120 bis 140 mm Hub zum Einsatz. Entsprechend pendelt der Einsatzzweck zwischen Tour und All-Mountain – jeweils mit der Ausrichtung, Trails zu rocken, Schotterpisten wenn überhaupt nur des Uphills Willen zu berühren.

Zielvorgabe der Entwickler war es laut Ibis, ein „leichtes, flinkes, spaßiges Trailbike“ zu schaffen. Dafür steht zum einen der 2.600 Gramm wiegende Kohlefaser-Rahmen (inkl. Federbein), zum anderen die „drehfreudig“ ausgelegte Geometrie: steiler Lenkwinkel von 70 Grad, eher kurzes Oberrohr (584 mm bei Größe M) und kurzes Steuerrohr. Lediglich die Kettenstreben fallen mit 445 mm für ein Twentyniner-Fully etwas „sperrig“ aus, sorgen dafür für viel Traktion bergauf.

Filetstück des Ibis Ripley ist indes der Hinterbau, für den „Fahrwerks-Guru“ Dave Weagle verantwortlich zeichnet. Bei der neuesten Spielart seines „DW-Links“ kommen nicht die beiden eigentlich obligatorischen Umlenkhebel dieser Kinematik zum Einsatz, sondern zwei kleine Exzentrik-Lager. Vereinfacht gesagt: Die komplette Hinterbaufederung findet im Inneren des Sitzrohres statt.

Das neue Ibis Ripley - erster Praxis-Test

In der Praxis gefiel der MountainBIKE-Crew das lebendige Ansprechverhalten der Kinematik, dennoch werkelt der Hinterbau bergauf mit kaum spürbaren Antriebseinflüssen – prima! Das wuselige Handling dürfte speziell verspielten Trail-Artisten voll in die Karten spielen, der „Otto-Normal-Biker“ wird trotz der großen Laufräder vielleicht einen Hauch Laufruhe vermissen.

In den USA kann das Ripley online individuell konfiguriert werden, ab 4.700 US-Dollar geht der Spaß los –und endet jenseits der 9.000-US-Dollar-Grenze. Ob das Ripley nur als Rahmenset (2.900 US-Dollar) oder auch als Komplett-Bike den Weg über den großen Teich findet, steht noch nicht fest – genau wie die Euro-Preise.

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21.04.2013
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE