Neu 2018: Santa Cruz Nomad mit neuem Hinterbau


Zur Fotostrecke (14 Bilder)

Santa Cruz Nomad 2018
Foto: Santa Cruz

 

Santa Cruz Nomad 2018
Foto: Santa Cruz

 

Santa Cruz Nomad 2018
Foto: Santa Cruz

 

Santa Cruz Nomad 2018
Foto: Sven Martin / Santa Cruz

 

Santa Cruz Nomad 2018
Foto: Santa Cruz
Santa Cruz hat die vierte Generation seines Enduro-Bikes Nomad vorgestellt. Das neue Nomad kommt dabei mit einer komplett neuen Hinterbau-Konstruktion und wahlweise mit Stahl- bzw. Luftfederbein.

Die kalifornische Bikeschmiede Santa Cruz bringt die mittlerweile vierte Generation seines Highend-Enduros Nomad. Das neue Nomad kommt mit 170 Millimetern Federweg und wird ausschließlich in 27,5" erhältlich sein. Es wurde für schnelle, harte Abfahrten konzipiert, ohne dass der Biker dabei Abstriche bei längeren Touren oder Uphills machen muss.

Ein absolutes Highlight des Carbon-Enduros stellt die komplett überarbeitete Hinterbaukonstruktion dar, welche auf derselben Plattform wie Santa Cruz' Downhiller V10 basiert und ein sehr hohes Maß an Rückhalt und Progression bieten soll. Der Hinterbau ist sowohl für Stahl- als auch für Luftfederbeine ausgelegt und sorgt laut Hersteller, je nach persönlichen Präferenzen, für eine optimale Basis.

Dank tief liegendem Dämpfer bleibt auch der Schwerpunkt des gesamten Bikes tief, ein Flip-Chip sorgt für zusätzliche Feinabstimmung und Tuning in Sachen Geometrie. Dabei liefert die "hohe" Einstellung des Dämpfers ein zusätzliches Maß an Vielseitigkeit und die "tiefe" eine Veränderung der Geometrie hin zu noch mehr Abfahrtsorientierung. Das neue Santa Cruz Nomad hat einen langen Reach, einen steilen Sitzwinkel sowie lange Kettenstreben.

In Sachen Modellvielfalt kann der Kunde zwischen dem preiswerteren C- und dem edlen CC-Rahmen, beide aus Carbon, wählen und sich anschließend für eine spezielle Ausstattungsvariante entscheiden. Bis auf zwei Modelle (Nomad C R und C XE) kommen alle neuen Nomads mit einer 1x12-Schaltung von Sram und der Wahlmöglichkeit zwischen Stahl- und Luftfederbein (Nomad C R und C S nur mit Luftfederbein).

Der Rahmen ist für Reifengrößen von 2,5" Breite ausgelegt, je nach Reifenhersteller sind sogar bis zu 2,6" breite Pneues möglich. Dabei soll trotzdem noch genügend Reifenfreiheit gewährleistet sein, damit auch bei sehr schmutzigen Touren sich nicht der Matsch an der Kettenstrebe sammelt. Schöne Details wie Dämpferschutz, Unterrohrschutz oder der so genannte Shuttle Guard helfen, den Rahmen an den besonders gefährdeten Stellen zu schützen.

Falls es dennoch einmal zu einem größeren Schaden kommen sollte, bietet Santa Cruz eine lebenslange Garantie auf Rahmendefekte sowie ein schnelles Austauschprogramm der firmeneigenen Carbon-Laufräder. Das Santa Cruz Nomad wird in zwei Farbvarianten und in den Größen XS-XL ab 15. Juni 2017 erhältlich sein. Eine Alu-Version des Bikes soll im Herbst 2017 erscheinen.

 

Santa Cruz Nomad 2018
Foto: Sven Martin / Santa Cruz MOUNTAINBIKE-Tester Dennis Rein auf dem neuen Santa Cruz Nomad.

Santa Cruz Nomad - erste Fahreindrücke:

MOUNTAINBIKE-Tester Dennis Rein konte das neue Santa Cruz Nomad bei der Präsentation in Südfrankreich bereits fahren - und zwar in der Version mit edlem CC-Carbonrahmen und Srams XX1-Eagle-Antrieb. Unserem Tester fiel sofort auf: Dieses Bike will schnell bewegt werden und nutzt jede Gelegenheit, um gnadenlos nach vorne zu beschleunigen!

Das neue Santa Cruz Nomad zeigt sich auf Singletrails, aber auch auf technischen, verblockten Steinpassagen stets verspielt und liefert dem Fahrer stets eine gute Rückmeldung. "Mit dem Hinterbau ist Santa Cruz ein Meisterstück gelungen", so unser Tester. Der Hinterbau liegt satt auf, folgt dem Untergrund auf jeder noch so kleinen Welle und man weiß dadurch stets, was unter einem passiert.

Der Dämpfer spricht super sensibel an, sackt jedoch nicht durch den Federweg hindurch, sondern bietet durch den kompletten Federweg eine gute Unterstützung, gepaart mit einer sehr guten Endprogression.

Trotz der überragenden Performance abwärts fühlt sich das Santa Cruz Nomad nicht wie ein schwergängiges Enduro-Bike bergauf an. Das Fahrwerk lässt sich im Handumdrehen verhärten, der Hinterbau arbeitet aktiv gegen Wippen und die Eagle-Schaltung von Sram sorgt dafür, dass die Beine nicht schnell ermüden. Längere Uphills oder Tagestouren sind daher absolut machbar.

Das Bike ist auf dem Trail generell sehr leise unterwegs. Hier stören kein lautes Nabenrasseln oder Schaltzugklappern - einzig und allein das Geräusch der Reifen auf dem Untergrund ist zu vernehmen. Toll! Die Code-RSC-Bremsen von Sram sind äußerst kraftvoll und zeigten während den zum Teil sehr lang anhaltenden Downhills auf den Testfahrten keinerlei Performance-Einbußen. Der 800mm breite Lenker generiert viel Stabilität und Sicherheit bei hohen Geschwindigkeiten, gleichzeitig mag er bei schnellen Richtungswechseln und engen Passagen etwas zu groß geraten erscheinen.

 

Santa Cruz Nomad 2018
Foto: Santa Cruz Das neue Santa Cruz Nomad gibt's mit Luft- (Bild) oder Stahlfederbein.

Fahreindrücke: Stahl- vs. Luftfederbein

Das Luftfederbein verfügt über ein parabelförmiges Federverhalten. Es spricht daher etwas weniger sensibel an, wirkt auf dem Trail aber etwas fehlerverzeihender und mag für den "nicht-reinrassigen-Downhillfahrer" anhand der Gewichtsvorteile auf Touren vorteilhaft sein.

Das Stahlfederbein weist ein lineares Federverhalten auf. Sofort bemerkt man beim ersten Aufsitzen ein super sensibles Ansprechverhalten. Das Bike liefert hiermit ein durchweg tolles Feedback, zeigt sich verspielt und lebendig. Der Hinterbau klebt hiermit einen Ticken besser am Untergrund und vermittelt etwas mehr Präzision bei der Linienwahl.

Generell bieten beide Federungsvarianten sehr gute Fahreigenschaften, und es lässt sich am Ende nicht sagen, welche Variante besser oder schlechter ist.

Fazit:

Santa Cruz ist mit dem neuen Nomad ein super Enduro-Bike gelungen, das seine Stärken klar beim abwärtsorientierten Fahren hat, jedoch dank genialer Hinterbaukonstruktion, steilem Sitzwinkel und Eagle-Schaltung sich auch problemlos auf längeren Distanzen bergauf bewegen lässt. Das Bike kann viel einstecken, beschleunigt extrem schnell und gut, und bietet in jeder Lage genügend Reserven und Sicherheit - auch wenn die Linienwahl mal "daneben" geht.

Mehr MTB-Neuheiten für 2018:

Fotostrecke: Neue Bikes für 2018: Alle Highlights

36 Bilder
Vollgas voraus: das neue Giant Anthem Advanced Pro 29 Foto: Dennis Stratmann
Giant Reign 2018 Foto: Giant / Sterling Lorence
Das Marin Hawk Hill ist ein preiswertes Touren- und Trail-MTB Foto: Dennis Stratmann
01.06.2017
Autor: Dennis Rein/Holger Schwarz
© MOUNTAINBIKE