Neu 2016: Trek Stache 29+ - MTB-Hardtail im Riesenformat 29+ - Infos, Bilder, Fahrbericht


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Trek Stache 29+
Foto: André Schmidt

 

Trek Stache 29+
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Trek Stache 29+
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Trek Stache 29+
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Trek Stache 29+
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Während sich beim MTB-Festival Sea Otter Classic viel um das neue Reifen-/Felgenformat 27,5+ dreht, setzt US-Hersteller Trek noch einen drauf. Das neue Hardtail-Mountainbike Stache 29+ kommt mit extra großen Laufrädern/Reifen im Maß 29+! Hier gibt‘s alle Infos und viele Bilder. Und: MountainBIKE ist das Stache, das wohl heiß diskutierteste MTB des Festivals, bereits gefahren.

Mountainbike Trek Stache 29+ im Kurz-Check

  • MTB-Hardtail für das riesige Laufrad-/Reifenformat 29+
  • Reifendimension: 29" x 3,0"
  • Einsatzbereich: Tour, Trail, All-Mountain
  • Hardtail-Rahmen aus Aluminium mit Elevated Chainstays
  • drei Modelle: eines mit Starrgabel, zwei mit Federgabel Manitou Magnum mit 110 mm Hub
  • verschiebbare Ausfallenden erlauben auch den Aufbau mit 27,5+, normalen 29"-Rädern oder als Singlespeeder
  • breite Achsen im Boost-Standard
  • Verfügbarkeit von zwei Modellen ab sofort
  • nur mit 1-fach-Kurbeln

Kein Mountainbike erregt beim MTB-Festival Sea Otter Classic so viel Aufmerksamkeit wie das Trek Stache. Kein Wunder, setzt Trek doch auf das eh schon heiß diskutierte Thema 27,5+ (Was ist 27,5+? MountainBIKE erklärt, was es mit dem neuen Laufrad-Format auf sich hat) noch einige Millimeter drauf: Das Stache rollt im Format 29+ mit Reifen der Dimension 29" x 3,0" – heftig! Die Entwicklung des Stache 29+ begann schon vor drei Jahren, damals „nur“ als All-Mountain-Hardtail. Doch als Trek erstmals mit den 3,0"-„Mid-Fat“-Reifen experimentierte, gab’s kein Zurück mehr. Vor allem die enorm große Kontaktfläche des Reifens (durch die Breite und den möglichen geringen Luftdruck) überzeugte die Entwickler. Ergebnis ist laut Trek das „ultimative Trail-Hardtail“.

Damit das Trek Stache 29+ mit seinen Riesenrädern nicht das Handling eines Ozeandampfers inne hat, waren allerlei konstruktive Kniffe bei der Gestaltung des Alu-Rahmens nötig. So erinnern die „Elevated Chainstays“, die hoch gezogenen Kettenstreben, an MTB-Klassiker wie das Yeti Ultimate, sollen aber vor allem den Hinterbau kurz halten. Zusammen mit dem extrem gebogenen Sitzrohr konnte Trek die Kettenstreben mit 405-420 mm tatsächlich sensationell kurz zeichnen. Der variable Wert rührt daher, dass das Stache mit verschiebbaren Ausfallenenden kommt. So kann es auf Wunsch auch mit normalen 29"-Rädern oder mit 27,5+ ausgestattet werden. Ein Singlespeed-Aufbau ist so oder so mit allen Reifenformaten möglich.

Wie quasi alle „Plus-Bikes“ besitzt auch das Trek Stache den Boost-Standard, also breitere Achsen sowie eine um 3 mm nach außen verschobene Kettenlinie. Auch das sorgt für mehr Platz für die großen, dicken Reifen. Trotz aller Kniffe müssen Stache-Piloten aber auf einen Umwerfer verzichten, das Stache kann nur mit 1-fach-Kurbeln pedaliert werden. Auf dem US-Markt, wo fast jedes Trail-Bike mit 1 x 11 kommt, kein Problem – in Europa vermutlich schon.

Drei Ausstattungsvarianten wird es geben, das Einstiegsmodell Trek Stache 5 29+ und das Topmodell Trek Stache 7 29+ sind in den USA sogar bereits verfügbar. Beim Stache 5 29+ verbaut Trek eine Carbon-Starrgabel, die beiden anderen Modelle kommen mit der ebenfalls beim Sea-Otter-Festival vorgestellten 110-mm-Federgabel Manitou Magnum. Die US-Preise liegen zwischen 1760 und 3880 US-Dollar, die Euro-Preise stehen noch nicht fest. Zudem wird es das Trek Stache 29+ auch als Frameset geben. Alle Stache 29+ gibt es in fünf Rahmengrößen.

 

Bontrager Chupacabra
Foto: André Schmidt Der neue Chupacabra-Reifen von Bontrager.

Alle Trek Stache 29+ rollen auf den neuen, speziell entwickelten Chupacabra-Pneus der Trek-Tochterfirma Bontrager. Zudem hat Bontrager auch spezielle Laufräder für 29+ namens Line+ entwickelt, die im Stache aber (noch) nicht zum Einsatz kommen. Dort sind zumeist jeweils Mulefüt-Räder von Sun Ringle verbaut.

Fahrbericht: So fährt sich das Trek Stache 9 29+ auf dem Trail

Bleibt die spannende Frage: Wie fährt sich das Trek Stache 29+? Und macht dieses Format überhaupt Sinn? Mountainbike-Testchef André Schmidt nutzte beim Sea-Otter-Festival die Gelegenheit einer ausgiebigen Testfahrt mit dem Trek Stache 9 29+. Schmidt: „Bislang war ich kein Fatbike-Fan und stand auch 29+ sehr skeptisch gegenüber, aber das Stache macht schon brutal Laune. Der Komfort ist enorm, die Fahrsicherheit sensationell. Man hat das Gefühl, mit diesem Bike könnte man gar nicht stürzen.“

Allerdings relativiert Schmidt: „Meine Testrunde kam 29+ sehr entgegen. Flowig angelegt, mit langen, offenen Kurven, der Untergrund entweder sandig oder ausgewaschen – perfekt für die großen, fetten Pneus. Vor allem über die ruppigen Rippen schwebt das Stache einfach drüber, und der Grip im tiefen Sand ist erstaunlich.“ Das erste Fazit des Mountainbike-Testchefs: „Das Stache fährt sich viel agiler, spaßiger als man annimmt, liefert fast so viel Bergab-Performance wie ein Enduro-Fully. Ob es aber auch auf engen europäischen Trails überzeugen kann, muss getestet werden.“


Das neue Trek Stache 29+ ist DAS Highlight beim Sea-Otter-Festival in Kalifornien. Wir haben alle Infos, jede Menge...

Posted by MountainBIKE Magazin on Sonntag, 19. April 2015


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24.04.2015
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE