Neu 2015: Lapierre X-Control mit neuem Rahmen - E:I-Shock-Technologie wird zu E:I Shock Auto

Mit einem neuen CC-Fully X-Control geht Lapierre in die Saison 2015. Außerdem haben die Franzosen das elektronische Dämpfersystem E:I Shock weiterentwickelt und die E-MTB-Serie Overvolt erweitert. Alle Infos und Bilder gibt es hier.

 

Lapierre Bike Neuheiten 2015 X-Control
Foto: Max Hilger Das neue CC-/Marathon-Fully Lapierre X-Control.

Mit einem komplett neuen Rahmen schickt Lapierre das bekannte Cross-Country-/Marathon-Fully Lapierre X-Control ins Rennen. Die Geometrie des neuen Aluminium-Rahmens mit 100-mm-Federweg ist voll auf die Laufrad-Dimension 27,5 Zoll ausgerichtet. (MountainBIKE Laufradgrößen-Finder: In wenigen Schritten zur passsenden Größe)

Der Lenkwinkel ist für ein dickes Plus an Laufruhe noch flacher geworden: Statt sowieso schon in dieser Kategorie flachen 69,5 Grad beträgt er jetzt nur noch 68 Grad. Außerdem soll das X-Control an der Front 20 Prozent steifer geworden sein.

Auch die Kinematik hat sich verändert. Bei der Entwicklung orientierte sich Lapierre an der eigenen OST+-Technologie. Interessanterweise nutzte Lapierre diese bisher eigentlich bei den Bikes mit viel Federweg. Dementsprechend wurde daran gearbeitet, die Schluckfreude der Big Bikes mit einem möglichst antriebsneutralen Hinterbau zu kombinieren.

Im ersten Fahrtest überzeugte das X-Control vor allem im Uphill. Im Downhill konnte es seine Laufruhe ausspielen und spurtreu seine Bahnen ziehen - wenn auch etwas zu Lasten der Agilität. Drei Modelle wird es vom X-Control geben, Preise stehen noch nicht fest.

Die beliebten Lapierre-Modelle Zesty (Tour, All-Mountain) und Spicy (Enduro) erfahren nur geringe Veränderungen. Neben neuen 2015er Designs kommen kleinere technische Neuerungen hinzu. Es scheint, als wollte Lapierre die Modelle etwas bergab-lastiger gestalten.

So kommt das Lapierre Zesty AM Carbon 2015 mit einer Rock Shox Pike Federgabel mit 35 mm Standrohren. Bisher waren nur Gabeln mit 32 mm Standrohren verbaut. Außerdem verbaut Lapierre ab 2015 keine Easton-Laufräder mehr, sondern nur noch Sram Roam, Rail UST und Race Face Turbine Laufräder. (Test: 30 Laufräder für alle Einsatzbereiche)

Ins E-MTB-Segment hat Lapierre ebenfalls investiert. Für 2015 hat Lapierre sieben Overvolt-Modelle angekündigt. Bisher gab es nur ein Hardtail und ein Fully.

 

Lapierre E:I Shock Auto
Foto: Max Hilger Weniger ist mehr: das neue Lapierre E:I Shock Auto kommt ohne Display am Lenker.

Weiterentwicklung für 2015: E:I Shock Auto

Auch bei der E:I-Shock-Technologie – dem elektronischen Dämpfersystem, das sich automatisch an den Untergrund anpasst – hat Lapierre nachgebessert. Diese heißt jetzt E:I Shock Auto. Offensichtlichster Unterschied zum bisherigen E:I-Shock-System ist das fehlende Display am Lenker. Damit bleibt am Cockpit Platz, um andere Computer - je nach persönlicher Vorliebe - zu installieren.

Weiteres Merkmal: Die Batterie sitzt nicht mehr auf, sondern neben der Flaschenhalter-Befestigung, sodass zusätzlich auch ein Flaschenhalter befestigt werden kann. Auch die Form hat sich verändert und erinnert jetzt optisch an eine Pumpe. 25 Stunden soll der Akku halten - bei einer Ladezeit von gut einer Stunde.

Mit dem Wegfall des Displays verändert sich größtenteils aber nur die Bedienung der E-Federung. Wie bisher messen Sensoren, ob und wie schnell die Federelemente Schläge abfangen müssen. Mit einem Knopfdruck lassen sich alle Voreinstellungen und Empfindlichkeitsstufen im Automatik-Modus festlegen. Hier gibt es jetzt nur noch drei statt bisher fünf Empfindlichkeitsstufen. Die zwei härtesten Stufen wurden laut Lapierre kaum genutzt und daher abgeschafft.

Mit einem langem Knopfdruck kann in den manuellen Modus gewechselt werden. Per LED-Licht (grün, orange, rot) wird der Modus angezeigt. Blinkt das Licht, ist das Programm im manuellen Modus, bei durchgehendem Licht ist es im Automatik-Modus. Geht die Batterie zur Neige, blinkt das LED-Licht abwechselnd rot und grün.

Den Trittfrequenzsensor hat Lapierre an die neuen Laufrad-Dimensionen angepasst, da durch die größeren Laufräder geringere Trittfrequenzen erreicht werden. Alles unter 35 Pedalumdrehung, statt bisher 45, interpretiert der Sensor jetzt als geringste Stufe im System.