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Neu 2010: Trailbanger XT - Centurions erstes Enduro
Let's rock: Mit dem neuen Trailbanger verspricht Centurion ein reinrassiges Enduro und Fahrspaß pur. MB begleitet über mehrere Stadien die Entwicklung des 160-mm-Fullys.
Zeichnen, testen, tüfteln – die Entwicklung eines Bikes zieht sich über Monate hin, erst recht wenn es sich um eine völlige Neuentwicklung ohne „Basisdaten” handelt. Wie beim Trailbanger, dem ersten Enduro der schwäbischen Bike-Schmiede Centurion: 2008 auf der Eurobike noch als Studie mit Centurions eigenständigem LRS-Hinterbau präsentiert, kommt es bald als waschechtes VPPBike mit virtuellem Drehpunkt in den Handel.
Exklusiv durfte MB den steinigen Weg vom Prototyp zum Serienbike begleiten: Ob beim Eurobike-Demoday, beim MB-Testival in Latsch oder bei der Dämpfer-Abstimmung auf der MB-Teststrecke – die Tester Chris Pauls und Fabian Scholz waren regelmäßig zu Probefahrten eingeladen. So standen mal zwei verschiedene Prototypen mit um zwei Millimeter versetztem Umlenkhebel bereit, mal drei unterschiedliche Dämpfersetups. Vermeintlich kleine Details, die in der Praxis Riesenunterschiede machen!
Nach wochenlanger Feinabstimmung entschieden sich die Magstädter für ein Fox-RP23-Federbein mit kleiner Luftkammer und Boostvalve-Technologie.
Eine gute Wahl, der VPP-Hinterbau sprach beim finalen MB-Test sensibel an, ging aktiv mit den Bodenunebenheiten mit und nutzte den Hub ohne spürbaren Durchschlag exzellent aus. Und auch das Handling des auffälligen Enduros gefiel: agil genug für verwinkelte Trails, spurtreu genug für Highspeed-Orgien über Stock und Stein.
Wendigkeit gepaart mit einer guten Portion Laufruhe macht das Trailbanger zum sicheren Begleiter”, notierte Chris Pauls. Generell mag der Schwabenrocker mehr Touren-Enduro denn Light-Freerider sein, gefiel so auch bei langen Anstiegen – noch immer keine Selbstverständlichkeit für ein 160-mm-Fully. Die Kinematik erwies sich als effizient, mit Traktion, aber ohne nervende Antriebseinflüsse.
Lediglich auf dem kleinen Blatt beobachteten die Tester leichten Pedal-Rückschlag – typisch für VPP-Hinterbauten und im tolerierbaren Bereich. Dank der formidablen EX-1750-Laufräder von DT Swiss ließ sich das 13,3-kg-Bike zudem flott beschleunigen, statt der leicht rollenden Nobby-Nic-Reifen würden etwa Fat Alberts aber besser zum Einsatzzweck passen.
Der Rest der Ausstattung mit bewährter Fox 36 Talas, Formula-RX-Disc, XT-Antrieb und stabilen FSA-Gravity-Parts ist indes tadellos – auch wenn 3799 Euro dafür kein Schnäppchen sind.
FAZIT: Kühne Optik, sehr gute Funktion – mit dem Trailbanger schafft Centurion den rundum gelungenen Enduro-Einstand.



