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MTB-Neuheit 2010: Radon Skeen
Steil bergauf, ruppig bergab: Radons Skeen im Renneinsatz.
In den Tälern des französischen Esterel-Gebirges steht die Luft – 30 Grad Celsius, Startschuss für den Roc-d'Azur-Marathon. Die Teilnehmer müssen bei quälender Hitze nahezu unfahrbare Rampen bergauf und supersteile Rinnen bergab bewältigen, eine Herausforderung für Mensch und Maschine.
Und optimale Bedingungen, um ein Marathonfully auf Herz und Nieren zu testen! MB-Mechaniker Christian Pauls nutzte die Gelegenheit und fuhr mit dem neuen Skeen von Radon gegen die Zeit. Schon nach den ersten Metern wurde klar, dieses Bike war die richtige Wahl. Der Hinterbau, entwickelt von Fahrwerkspezialist Bodo Probst, bot mit seinen 110 Millimetern ordentlich Komfort.
Feinfühlig schluckte er feinste Bodenunebenheiten, bei großen Brocken gab die Kinematik viel Federweg frei. Die 120-Millimeter-Gabel von Fox vermittelte im Marathon Reserven und ließ echte All-Mountain-Gefühle aufkommen. Einen kleinen Nachteil birgt manchmal das tiefe Tretlager, welches in Kombination mit dem schluckfreudigen Hinterbau vor allem auf ruppigem Untergrund zu Pedalaufsetzern führen kann – das erfordert vom Fahrer eine optimale Linienwahl und Aufmerksamkeit.
Die Sitzposition des Radons ist sportlich, jedoch nicht zu gestreckt. Der 73,5 Grad steile Sitzwinkel bewirkt eine effiziente Sitzposition, die ordentlich Druck auf dem Pedal ermöglicht. Unterm Strich ein gelungenes Marathon-Bike mit Spaß-Garantie, erhältlich in fünf Varianten von 1799 bis 4700 Euro.
Fazit: Das Radon Skeen glänzt mit gelungener Geometrie, komfortablem Fahrwerk und effizientem Vortrieb.



