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MTB-Neuheit 2010: Kona Abra Cadabra
Abra Cadabra? Hokuspokus? Kona verspricht mit dem Magic-Link-Hinterbau die weltweit erste automatische Geometrieanpassung.
Was Kona mit seinem Magic-Link-Hinterbau zeigt, klingt nach schwarzer Magie. Grob erklärt: Der Magic Link ist ein aus einer horizontalen Feder und einer Art Schlitten bestehendes Verbindungsstück zwischen Federbein und Kettenstrebe, quasi ein fünftes Gelenk.
Unter Kettenzug etwa beim Klettern bewegt sich der Schlitten samt Kettenstrebe nach vorne, es stehen nur 100 mm linear-straffer Federweg über den Dämpfer zur Verfügung, die Tretlagerhöhe steigt, Lenk- und Sitzwinkel werden steiler.
Nimmt der Kettenzug etwa im Downhill ab und erfolgen Schläge vom Gelände, wandert der Schlitten nach hinten, durch die Feder werden weitere 60 mm Federweg frei, der Hinterbau komfortabler, Winkel und Tretlager verflachen sich.
Und tatsächlich: In der Praxis funktioniert das ohne jegliches Zutun des Fahrers. Sogar außergewöhnlich gut: Mit steilen Winkeln und wenig Hub klettert das Kona trotz seiner 13,5 Kilo behände, bergab zeigt sich der Hinterbau für ein All-Mountain außergewöhnlich schluckfreudig, einem Enduro ebenbürtig.
Als „Northshore-typisch” empfand die MB-Crew das Handling des robust wirkenden, 3599 Euro teuren Scandium-Bikes: Das Tretlager bleibt auch im „DH-Modus” relativ hoch – obwohl sich das Cadabra durchaus wendig zeigt, fühlt man sich so etwas vom Trail entfernt.
FAZIT: Wie von Geisterhand wechselt die Kona-Geometrie zwischen Marathon und Enduro. Technik, die fasziniert.



