Neu 2016: Meridas Race-Fully Ninety-Six und das One-Twenty aus Carbon


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Merida One-Twenty 2016
Foto: Daniel Geiger

 

Merida MTB-Neuheiten 2016
Foto: Daniel Geiger

 

Merida MTB-Neuheiten 2016
Foto: Daniel Geiger

 

Merida MTB-Neuheiten 2016
Foto: Daniel Geiger

 

Merida MTB-Neuheiten 2016
Foto: Daniel Geiger
Meridas legendäres Race-Fully Ninety-Six ist zurück - und das leichter und steifer als zuvor. Zudem hat Merida das Tourenfully One-Twenty jetzt auch als Carbon-Version im Programm. MB ist beide Fullys bereits gefahren.

2007 setzte Meridas Ninety-Six neue Maßstäbe im Rennzirkus. Mit dem Namen entsprechenden 96 mm Federweg am Heck und extrem leichtem Gewicht feierte es sofort große Erfolge im Cross-Country.

Unter anderem wurde Ralph Näf auf dem Ninety-Six 2007 Zweiter der XC-Weltmeisterschaft. Mit einigen Weiterentwicklungen und der neuen Laufrad-Größe 29" wurde es zum Ninety-Nine. Jetzt aber ist das Ninety-Six zurück und ergänzt wiederum das Ninety-Nine.

Enge Zusammenarbeit mit Mutlivan Merida Biking Team

Dafür arbeitete das Entwickler-Team um Jürgen Falke eng mit den Profis des Multivan Merida Biking Teams zusammen. Besonders beteiligt waren dabei Thomas Litscher und Ondrej Cink, die seit 2012 ihre Rennen bevorzugt auf dem Race-Fully Ninety-Nine bestreiten. An Meridas neuem Ninety-Six wurden dann auch gleich folgende Wünsche des Teams umgesetzt: Der Radstand ist kürzer geworden, um besser durch enge Kurven zu kommen.

Auch das Steuerrohr ist kürzer geworden für eine tief nach unten gebeugte Race-Position, dafür sorgt ein längerer Reach für mehr Kontrolle. Beim World Cup in Nove Mesto war das Team bereits auf dem neuen Ninety-Six unterwegs - selbst die eisernen Hardtail-Verfechter José Hermida und Gun-Rita Dahle-Flesjaa jagten jetzt erstmals auf Fullys im Rennen nach dem Sieg.

Das Neue am Ninety-Six

Genug der Geschichte, hier sind die Fakten: 1750 Gramm soll der Rahmen (ohne Dämpfer) in Meridas bester Carbon-Qualität CF5 wiegen. Das bedeutet noch einmal rund 100 Gramm weniger als der Vorgänger Ninety-Nine. Kein großer Sprung, aber ein Spitzenwert in diesem Bereich. Zur Gewichtsersparnis wanderte der hintere Bremssattel zwischen Kettenstrebe und Sitzstrebe. Außerdem wurde der Dämpfer wieder an das Oberrohr verlegt.

Damit sollen bei allen Größen die Drehpunkte des Hinterbaus gleich sein. So unterscheiden sich die Größen weniger in Fahrverhalten und Funktion, Unterschiede gibt es jetzt nur noch zwischen 27,5" und 29". Außerdem soll durch den Dämpfer unter dem Oberrohr die Kabelführung optimiert werden. Denn die Kabel am neuen Ninety-Six werden jetzt ausschließlich intern verlegt, auch das Remote-Kabel für den Dämpfer. "Smart Entry" getaufte große Öffnungen am Rahmen sollen die Kabelführung erleichtern.

Die Kabel-Kanäle sollen zudem keine Geräusche verursachen, weil die Zughülsen am Ein- und Ausgang auf Zug geklemmt werden. Inserts stehen für alle Varianten zur Verfügung: Dämpfer-Remote, Vario-Stütze, Shimano XTR Di2, etc.

Laufradgrößen und Varianten

Neu ist auch die Varianz der Laufradgrößen, von Merida "Size Specific Wheeling" genannt. Das bedeutet konkret, dass Merida das Ninety-Six in Größe S mit 27,5"-Laufrädern, in den Größe L und XL mit 29"-Laufrädern ausstattet. In Größe M hat der Fahrer die Wahl zwischen 27,5" und 29".

Die 29"-Modelle sollen - nomen est omen - 96 mm Federweg am Heck bieten, an den 27,5"-Versionen werkeln 109 mm Hub. Die Geometrie ist auf 1x11 optimiert und soll wenig Pedalrückschlag bieten. Drei Carbon-Varianten und eine Alu-Version (alle jedoch mit Carbon-Wippe) wird Merida anbieten. Das beste Carbon-Material "CF5" soll 20 Prozent leichter und zehn Prozent steifer als Standard-Carbon sein. In der besten Ausstattungs-Variante soll das Ninety-Six rund 10,5 Kilo wiegen.

Merida Ninety-Six: Erster Fahreindruck

Bei der ersten Testfahrt im Rahmen des XC Worldcups in Albstadt bestach das neue Ninety-Six mit extremer Steifigkeit: Mit einem starken Tritt kommt das Ninety-Six sofort in Schwung, beschleunigt willig. Zur allgemeinen Agilität des Ninety-Six gesellt sich aber auch eine ordentlich Portion Laufruhe. Man merkt sofort: Das Ninety-Six ist ein Vollblut-Racebike, geht da keine Kompromisse ein.

Das fängt schon beim extrem tiefen Cockpit an: Kopf runter und windschnittig Vollgas. Komfort bringt aber der angenehme Hinterbau. Der Dämpfer schluckt straff, aber effizient, selbst auf der noch recht moderaten Teststrecke nutzte MB-Redakteur Max Hilger den kompletten Federweg: "Das Ninety-Six erspart mir extrem viel Kraft im Groben im Gegensatz zu einem Hardtail, gleichzeitig wird mein Tritt ohne große Verluste konsequent in Vortrieb umgewandelt." Kein Wunder also, dass auch das Multivan Merida Biking Team am Sonntag beim World Cup auf das Ninety-Six setzt.

 

Merida One-Twenty 2016
Foto: Daniel Geiger Das neue Merida One-Twenty Carbon im ersten Fahrtest.

One-Twenty jetzt auch als Carbon-Version

Aber auch im Touren- und Trail-Segment hat Merida nachgebessert. Das 130-mm-Fully One-Twenty gibt es ab Ende des Jahres auch in drei Carbon-Varianten. 400 Gramm weniger soll der Carbon-Rahmen wiegen als die Alu-Version von 2015. Dabei sollen die drei Modelle unterschiedliche Einsatzrichtung widerspiegeln und sich vor allem in der Wahl der Federelemente unterscheiden.

So wird es eine Variante speziell für den Trail-Einsatz geben - unter anderem mit Rock Shock Pike-Federgabel, Monarch RT3-Dämpfer und Vario-Stütze. Das zweite Modell soll vor allem den klassischen Touren-Fahrer (leichtere Federelemente) ansprechen, das dritte ein preisgünstigerer Mix sein. Auch hier kommt Meridas "Size Specific Wheeling" zum Einsatz, jedoch mit etwas veränderter Auswahl: Die Größen S, M und L können mit 27,5"-Laufrädern erworben werden, 29"-Laufräder wird es für M, L und XL geben.

Beim ersten Test gefiel vor allem das ausgewogene Dämpfer-Setup der Trail-Version. Gepaart mit dem tiefen Tretlager fährt sich das 27,5"-One-Twenty extrem aggressiv und wendig. Gleichzeitig überzeugt aber auch die komfortable Sitzposition über alle Modelle hinweg.

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Autor: Max Hilger
© MOUNTAINBIKE