Neu 2017: Focus mit zwei neuen Fullys - All-Mountain-Bike Jam und Race-Bike O1E


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Das Focus JAM
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Focus ergänzt seine Produktpalette mit dem Jam und dem O1E um zwei Fullys mit einer neuartigen Kinematik. Infos, Bilder und erste Fahreindrücke zu den beiden Bikes.

Der Schweizer Cross-Country-Profi Florian Vogel war schon bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Andorra mit dem Prototyp eines Focus-Fullys zu sehen. Allerding wurde die Hinterbaukinematik noch unter einem Sichtschutz versteckt.

Nun haben die Focus-Entwickler mit dem FOLD-System das Geheimnis, das sich darunter verbarg, gelüftet. FOLD steht für "Focus Optimized Linkage Design". Dahinter steckt eine Kinematik, die den Dämpfer nicht über eine Brücke, sondern über zwei Links ansteuert.

Dadurch soll der Federweg in zwei Phasen unterteilt werden - eine erste, sehr sensible Phase und eine zweite Phase mit der nötigen Progression.

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Video: Das FOLD-Hinterbausystem von Focus




Das FOLD-System kommt bei den beiden neuen Focus-Fullys zum Einsatz, dem All-Mountain-Bike Focus Jam und dem Race-Fully Focus O1E.

Das neue All-Mountain-Bike Focus Jam

Das Focus Jam ist auf 140 mm am Heck ausgelegt und schafft es laut Hersteller auf ein Rahmengewicht von 2060 Gramm ohne Dämpfer. Mit einem Lenkwinkel von 66,8° und einem 74,5° steilen Sitzwinkel ist das 27,5"-Bike mit einer modernen Geometrie unterwegs.

Auch an anderen Stellen gehen die Jungs von Focus mit der Zeit und verbauen den modernen Boost-148-Achsenstandard, ermöglichen aber auch durch ihre "Burrito Bridge" eine Umwerfer-Befestigung am Hinterbau.

Auf den Markt kommt das neue Focus Jam in sechs verschiedenen Ausstattungen von 2599 bis 6999 Euro. Dabei wird nur das Topmodell als Vollcarbon-Rahmen angeboten. Bei den Factory- und Pro-Modellen besteht das hintere Rahmendreieck, bei den restlichen Modellen auch der Hauptrahmen aus Aluminium.

Bei der ersten Ausfahrt in den französischen Alpen zeigte sich das Jam als durchaus potentes und ausgewogenes All-Mountain-Bike, das mit einer 150-mm-Gabel sogar bereit für leichte Enduro-Rennen wäre. Auf den durch die starken Regenfälle stark mitgenommenen Trails vermittelte das All-Mountain-Bike große Sicherheit, lies sich aber trotzdem ausreichend agil durch enge Kurven drücken.

Das neue Race-Fully Focus O1E

Mit dem O1E möchte man bei Focus auf die immer technischer werdenden Weltcup-Kurse reagieren und dafür sorgen, dass das Focus XC Team um den Schweizer Florian Vogel weiterhin konkurrenzfähig bleibt.

Der 29-Zoll-Rahmen ist auf 100 mm Federweg ausgelegt und soll es ohne Dämpfer auf ein Gewicht von 1830 Gramm bringen. Mit einem Lenkwinkel von 69,2° und einem Sitzwinkel von 74,5° ist das Bike auch fit für schwere Cross-Country-Strecken.

Die Züge werden im Rahmen verlegt. Da auch an Race-Bikes immer öfter Vario-Sattelstützen zum Einsatz kommen, besteht die Möglichkeit einen Zug ins Sitzrohr zu legen.

Am Hinterrad vertraut man bei Focus auf die R.A.T. (Rapid Axle Technology)-Steckachse, die einen schnellen Radwechsel ermöglicht. Bei dieser Konstruktion befindet sich am Ende der Steckachse ein kleines T-Stück, das in eine Aufnahme auf der anderen Seite geschoben wird. So muss die Achse nur noch um 90 Grad gedreht werden, um die Steckachse zu schließen.

Beim XC-Weltcup in Albstadt stellte der Focus-Teammechaniker mit 13,3 Sekunden den neuen (inoffiziellen) Weltrekord im Radwechsel mit der R.A.T.-Achse auf (Video vom Radwechsel in Albstadt).

Erhältlich ist das Focus O1E in drei Ausstattungen von 3999 bis 7999 Euro. Bei allen Modellen ist derselbe Vollcarbon-Rahmen verbaut.

Auf den Trails in Morzine konnten wir das O1E schon ausfahren. Für ein Racebike nicht zu gestreckt - fast schon ein wenig komfortabel - nimmt man im Bike Platz. Dann giert es auch schon nach vorne. Durch das geringe Gewicht und die zentrale Position lassen sich die Renn-Gene nicht leugnen. Auf dem Trail gibt sich das Focus O1E sicher und ausgewogen.

Die FOLD-Kinematik konnte bei beiden Bikes voll überzeugen. Der Hinterbau reagiert zu Beginn extrem sensibel, bringt aber trotzdem die nötige Progression mit. Im Sitzen bleibt er dabei überraschend antriebsneutral. Im Vergleich zum All-Mountain Jam ist das Race-Fully O1E renntypisch deutlich straffer abgestimmt.

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Autor: Simon Gessler
© MOUNTAINBIKE