Fahrbericht: Specialized Stumpjumper FSR 29 - Fully auf großen Rädern

Während 29"-Hardtails immer präsenter werden, federn 29er-Fullys in der Nische. Das Specialized Stumpjumper FSR 29 könnte das nun ändern. MountainBIKE ging mit dem Stumpi auf Testfahrt.

 

Im Wiegetritt – MB-Tester Chris Pauls gibt dem Stumpi die Sporen.

"Big Wheels keep on turning" erkannte Specialized früher als viele andere Marken und gibt seit 2008 auf dem 29er-Markt Stoff – auch in Europa.

Stolze acht Modelle bieten die Amerikaner 2011 in Deutschland an, neben den hochgelobten Hardtails stehen zwei neue Fullys auf großem Stollen-Fuß.

MB nahm sich das Stumpjumper FSR Comp 29 (2699 Euro)vor, jagte es über die First-Class-Trails im Vinschgau.

Kernfrage dabei: Sind 130 mm Federweg (vorne wie hinten) und ein AM-tauglicher Aufbau mit Bashguard und Variostütze einem Twentyniner angemessen?

 

Specialized Stumpjumper FSR 29
Specialized Stumpjumper FSR 29.

Bedenken, die auf den ersten Forstwegmetern schnell verflogen, das federwegsreiche Stumpi glänzte mit typischen 29er-Tugenden: "Wahnsinn, wie zentral man im Wiegetritt über dem Bike steht, selbst in steilen Schotterhalden ist die Traktion enorm", vermerkte MB-Tester Pauls im Testprotokoll.

Der erste Trail-Kontakt erweiterte dann den 29er-Horizont der MB-Tester: Das "Riesenrad" zirkelte überraschend wendig über den zackigen Lottersteig in Latsch, selbst verspielte Manöver wie Bunnyhops löste es souverän.

Steile furchteinflößende Felspassagen rollte das Stumpi gar mit einer Lässigkeit hinab, die sonst nur von 150-mm-Fullys bekannt ist.

Fazit: Das Stumpjumper FSR 29 bietet Laufruhe, gutmütiges Lenkverhalten und Agilität im Trail-Alltag. Für Biker, die das AM-Feeling auf großen Rädern suchen, ein echter Geheimtipp.

Noch mehr Specialized-Bikes:

21.01.2011
© MountainBIKE
Ausgabe 12/2010