Eurobike-Chef Reisinger: "Unglaublich, mit welchem Drive die Bike-Welt bei uns am Start ist"

Foto: Daniel Geiger
Obwohl in den letzten Jahren einige große Bike-Hersteller der Eurobike fern geblieben sind und auch 2016 fehlen werden, sieht Messe-Chef Stefan Reisinger die größte Bike-Messe der Welt auf einem sehr guten Weg. In diesem Jahr startet die Eurobike mit einem neuen Konzept. Statt an einem, öffnet die Messe gleich an zwei Tagen (3. und 4. September) für Endverbraucher. Im Interview erklärt Reisinger die Gründe und verrät, was den Messebesuchern an den beiden Tagen alles geboten wird.

 

Stefan Reisinger Eurobike
Foto: Eurobike Stefan Reisinger, Messechef Eurobike

Die Eurobike ist in diesem Jahr gleich an zwei Tagen für den Endverbraucher geöffnet. Was ist der Grund dafür?
Stefan Reisinger: Für mehr und mehr Marken wird der direkte Kontakt zum Endkunden immer wichtiger – dem wollen wir nachkommen. Und die Bike-Fans hatten uns schon immer gefragt, warum es bislang nur einen Publikumstag gab.

Was wird den Endverbrauchern an den beiden Festival Days alles geboten?
Stefan Reisinger: An den beiden Tagen haben die Bike-Fans die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen auf dem Messegelände neue Bikes zu testen, sich rund ums Thema Radfahren zu informieren und zu feiern.

Ein großer Bereich wird dabei die neue Demo Area sein. Was verbirgt sich genau dahinter?
Stefan Reisinger: Die neue Demo Area bietet das volle Test-Erlebnis – für Fachbesucher und Medienvertreter an den drei Fachbesuchertagen und für alle Fahrrad-Begeisterten am Festival-Wochenende. Hier können die Messebesucher rund 3000 Fahrräder auf einem Streckennetz von 10 Kilometern testen. Ein MTB-Parcours ist genauso dabei wie asphaltierte Strecken für Rennradfahrer, Tourenradfahrer und E-Biker.

Ist durch die Verteilung der Endverbraucher auf zukünftig zwei Tage auch eine Entlastung der Verkehrssituation rund um die Messe zu erwarten?
Stefan Reisinger: Es wird am Festival-Wochenende sicherlich auch weiterhin hoch hergehen. Wer mit dem Auto kommt, sollte unbedingt der Beschilderung zur Messe und zu den ausgewiesenen Shuttle-Parkplätzen folgen. Noch besser ist die Anreise per Rad auf der letzten Meile bis zur Messe, oder per ÖPNV. Bewachte Fahrradstellplätze und kostenfreie Leihräder stehen bereit.

Für Festival-Day-Besucher, die über Nacht bleiben wollen: Gibt’s Übernachtungsmöglichkeiten direkt an der Messe?
Stefan Reisinger: Ja, selbstverständlich. Campen und Zelten direkt am Messegelände ist möglich. Es gibt aber natürlich auch Top-Campingplätze direkt am Bodensee in Friedrichshafen, Fischbach oder Kressbronn-Gohren. Von dort kommt man bequem mit dem Bike zur Messe.

Sind die beiden Festival Days nur der erste Schritt hin zu einer noch größeren Orientierung in Richtung Endverbraucher-Messe?
Stefan Reisinger: Nein. Mit drei Messe-Tagen für internationales Fachpublikum und zwei Endverbraucher-Tagen werden wir auch zukünftig am Start sein.

Wird die Messe durch einen zweiten Publikumstag eventuell auch wieder attraktiv für große Bike-Firmen, die in den letzten Jahren der Messe fern geblieben sind?
Stefan Reisinger: Zumindest wissen wir von vielen der größeren und bekannteren Bike-Marken, dass sie unsere Neu-Konzeption unterstützen und befürworten.

Apropos Fehlen von großen Bike-Marken: Konntet ihr deren Platz durch kleinere Austeller in diesem Jahr wieder auffüllen?
Stefan Reisinger: Mehr als das. Nicht nur flächen- und ausstellerzahlen-mäßig konnten wir nochmals zulegen. Die Vielzahl der neuen, jungen und innovativen Marken macht die Vielfalt des Angebots auf der Eurobike 2016 nochmals größer als bisher. Es ist unglaublich, mit welchem Drive die Fahrradwelt bei uns am Start ist.

Mehr Infos: www.eurobike-show.de

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27.05.2016
Autor: Holger Schwarz
© MOUNTAINBIKE