Endlich: Eightpins/Syntace zeigen die erste vollintegrierte Vario-Sattelstütze


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Foto: Eightpins

 

Foto: André Schmidt

 

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Darauf hat die MTB-Welt lange gewartet. Das Start-up-Unternehmen Eightpins bringt in Zusammenarbeit mit MTB-Zubehörspezialist Syntace nach sechs Jahren Entwicklung die erste vollintegrierte Vario- bzw. Teleskopsattelstütze überhaupt. MOUNTAINBIKE hat alle Infos und Bilder für euch.

Seit gut einem Jahrzehnt hat Syntace-Mastermind Jo Klieber an „seiner“ Teleskop-Sattelstütze für Mountainbikes entwickelt – ohne positives Endergebnis. Parallel verfolgten auch drei Jungs aus Österreich seit sechs Jahren die Idee einer vollintegrierten, extrem weit absenkbaren Sattelstütze.

Jetzt haben sich beide Firmen, Eightpins und Syntace, zusammen getan, und ab 2017 ist die Wunderstütze erhältlich. Ihr Debüt feiert die Eightpins-Stütze zunächst in allen neuen Liteville-Bikes vom Typ 301 und 601, sie ist aber im Prinzip auch für andere Bike-Hersteller einsetzbar.

Der Clou: Die Stütze versenkt sich durch ihr Single-Tube-Design komplett im Rahmen und benötigt kein weiteres Tauchrohr, eine herkömmliche Sattelstützenklemme ist nicht mehr nötig, die Mechanik verbirgt sich tief im Rahmeninneren.

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Auch die Eckdaten der Vario-Sattelstütze beeindrucken:

  • In vier Basislängen mit extrem viel Hub erhältlich: 150 mm, 180 mm, 200 mm und 220 mm
  • Stütze ist dennoch kürzbar, auch der Hub ist einstellbar, so dass für jede Körpergröße und für jedes Bike-Modell die passende Stütze erhältlich ist
  • Gewichte von 430 g bis 550 g – je nach Hub. Damit spart die Eightpins-Stütze rund 25 % zu herkömmlichen Vario-Stützen (plus Sattelklemme) ein
  • Zuverlässige, mechanische Funktion. Arretierung in 6-mm-Schritten
  • Remote via Bowden-Zug, simpler Bedienhebel am Lenker. Unterlenker-Variante ist in Planung, elektronische Ansteuerung ebenso
  • Steifes, breites 33-mm-Standrohr
  • Sattelstützenkopf von Syntace, ein Stützenkopf mit Versatz ist in Planung
  • Alle Funktions- und Überlasttests bei Syntace
  • Eigenbaute Überlastkupplung, so dass sich die Stütze bei einem Sturz verdrehen kann
  • Offenes System auch für andere Bike-Hersteller. Nötig sind ein grades Sitzrohr, 35-mm-Sattelrohrmaß und eine Steckachsenführung am unteren Ende des Sitzrohres („Post-Pin“)

Fotostrecke: 8 Vario-Sattelstützen für Mountainbiker im Test

8 Bilder
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MountainBIKE Easton Haven Dropper Post Foto: Drake Images
MountainBIKE Kind Shock LEV Integra Foto: Drake Images

Am Stand von Syntace konnten wir die Stütze bereits ein wenig ausprobieren. Dabei beeindruckte die extrem präzise, mechanische Ansteuerung und Funktion. Jede Sattelposition rastet knackig ein, die Rückmeldung am Lenkerhebel ist äußerst direkt. Auch in Sachen Finish und Verarbeitung hinterlässt die Eightpins/Syntace-Stütze einen erstklassigen Eindruck.

Einen finalen Preis gibt es noch nicht. Liteville-Bikes mit der Eightpins-Stütze sollen komplett etwa 100 Euro mehr kosten als aktuell mit einer Rock-Shox-Reverb-Stütze.

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31.08.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE