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Mountainbikes im Test
Testbericht: Trek Remedy 9.8 (Modelljahr 2012)
Ausgewogen, ausgereift und ausgezeichnet: Das Remedy wird von Jahr zu Jahr besser und vielseitiger. Ein Alleskönner, der jede All-Mountain-Disziplin brillant beherrscht.
- Ausgereifte Wohlfühlgeometrie
- Rundum gelungenes Handling – paart Agilität mit Laufruhe, stets berechenbar
- Top Vario-Stütze, XTR-Trail-Schaltwerk
- Harmonisches, komfortables Fahrwerk
- Schmaler Lenker, Reifen etwas rutschig
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Als das Remedy 2007 das Licht der Trails erblickte, protzte es mit 160-mm-Gabel, firmierte als Enduro und war laut Trek nur in Alu denkbar: „Carbon? No way.“ Vier Jahre später wildert das US-Fully mit 150-mm-Fahrwerk im All-Mountain-Wald und basiert in den Top-Varianten – logo – längst auf einem Kohlefaserrahmen. Und der zeigt sich „up to date“: konisches Steuerrohr, Postmount, Directmount-Umwerfer, 142 x 12-mm-Steckachse etc. On top gibt‘s technische Schmankerln wie die Reverb-Stealth-Stütze mit im Rahmen integrierter Zugführung, spezielle Federelemente mit doppelter Luftkammer sowie eine Geometrieverstellung: Mittels Drehen einer Gewindemutter an der Wippe kann der „Trekkie“ Lenk- und Sitzwinkel um ein halbes Grad steiler stellen, das Tretlager um 7 mm anheben und den Radstand um 14 mm verkürzen.
Die MB-Tester wählten jedoch meist die flache, bergab-bejahendere Position – und fuhren damit exzellent. Zentral bettet das kompakt-tiefe Oberrohr den Biker ins Rad, der Schwerpunkt liegt trotz des gar nicht so flachen Tretlagers wunderbar tief, Mensch und Maschine verschmelzen ...
Entsprechend giftig-agil schneidet das Trek über den Trail – gierig nach Richtungswechseln. Aber souverän, vorhersehbar, frei von bösen Überraschungen. Lediglich die harten Außenstollen der Bontrager-Pneus erreichen eher früh den Grenzbereich.
Apropos: Trotz gewichtiger Laufrad-Reifen-Kombi prescht das Remedy im Vergleich zum Stumpi überraschend leichtfüßig voran. Kletterpartien gelingen dank tiefer Front, traktionsfreudigem Heck mit langen Kettenstreben sowie ausreichend steilem Sitzwinkel galant – auch ohne absenkbare Gabel. Im offenen Modus meldeten die Tester ein leichtes Hinterbau-Wippen – ein Dreh am dreistufigen Plattformhebel besänftigt die Kinematik, wobei das Federbein auf Plattform „1“ kaum an Sensibilität einbüßt. Bergab brilliert die ausbalancierte Geometrie, flankiert vom harmonisch-feinfühligen Fahrwerk – selbst wenn das Remedy nicht ganz die Ballermann-Qualitäten des Specialized erreicht.
Dabei werkeln die exklusiv für Trek gebauten Fox-DRCV-Federelemente durch die ab etwa 50 Prozent der Hub-Ausnutzung geöffnete, zweite Luftkammer äußerst schluckfreudig und linear – für einige Tester fast zu linear, speziell an der Front. Bleibt die Ausstattung mit wenig „hü“ (zu schmaler Lenker) und viel „hot(t)“: bissige und ergonomisch exzellente XT-Bremse, solider Shimano-Antrieb mit Kettenschlag unterdrückendem XTR-Trail-Schaltwerk, geniale Vario-Stütze, robuste Laufräder – ein tolles AM-Paket!
Fazit: Ausgewogen, ausgereift und ausgezeichnet: Das Remedy wird von Jahr zu Jahr besser und vielseitiger. Ein Alleskönner, der jede All-Mountain-Disziplin brillant beherrscht.
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