Mountainbikes im Test

Testbericht: Trek Remedy 9 29 (Modelljahr 2014)

Trek Remedy 9 29 Standbild
Foto: Dennis Stratmann
Dank hoher Laufruhe und heißhungrigem Fahrwerk knackt jeder Biker mit dem 29er-Remedy den Speed-Rekord – im Downhill! Bergauf lässt sich das Trek in Enduro-Manier mehr Zeit.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Ausgewogene Geometrie
  • Schluckfreudiges Fahrwerk
  • Solide Ausstattung

Was uns nicht gefällt

  • Recht hohes Gewicht

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Testurteil sehr gut

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Seit dem Erscheinen des Trek Remedy wandelt das Bike zwischen den Kategorien Enduro und All-Mountain. Zuletzt positionierte Trek das 26"-Remedy eher als AM, das neue 29er dürfte nun auch wieder verstärkt den Enduro-Fan umwerben – zwar „nur“ mit 140-mm-Fahrwerk, aber mit den Benefits der „Big Wheels“. Unter
anderem steht der robuste Alu-Rahmen (als Carboni wird‘s das Remedy 29 vorerst nicht geben), die 2-fach- urbel und das solide Ausstattungspaket für den heftigen Geländeeinsatz. 4299 Euro ruft Trek für das Trek Remedy 9 29 mit „Chrom“-Lack, Shimano-XT-Parts und Fox-Fahrwerk auf. Am Heck setzt Trek wie am 26er auf den „DRCV“-Dämpfer mit zwei Luftkammern. Erst wenn ein heftiger Schlag am Heck ankommt, öffnet die zweite Kammer, das Heck gibt dann den gesamten Hub mit eher linearer Kennlinie frei. In der Praxis gefällt sofort die ausgewogene Sitzposition. Mit moderat langem Oberrohr, 80-mm-Vorbau und 750-mm-Lenker behält der Fahrer stets den Überblick. Der steile Sitzwinkel sorgt zudem dafür, dass die Beinkraft exakt „von oben“ aufs Pedal kommt. Dennoch geht‘s mit dem Trek Remedy 9 29 eher gemütlich bergauf, 13,7 Kilo Gesamtgewicht liegen auf Enduro-Niveau und wirken als Hemmschuh.

Auf dem Trail gen Tal dreht das Trek Remedy 9 29 dafür richtig auf. Dank der speziellen „G2“-Geometrie mit kürzerem Gabelnachlauf und (für ein 29er) flachem Lenkwinkel ist es ungemein laufruhig, folgt zugleich aber jedem Lenkeinschlag, ohne ansatzweise nervös zu wirken. Ein Verdienst auch des satten Fahrwerks: Der äußerst sensible Hinterbau wie die steife Fox-34-Gabel fressen sich heißhungrig durchs Grobe. Mehr Support kann man von 140 mm Hub nicht erwarten! Aber es sind auch die großen 29er-Wheels, die dem Trek Remedy 9 29 enorme Sicherheitsreserven verleihen. Einzig die wenig grobstolligen Reifen mindern die starke Bergab-Performance – eine Spur „grobschlächtigere“ Pneus sowie eine Kettenführung würden das Enduro-Glück perfekt machen.

Technische Daten des Test: Trek Remedy 9 29

Modelljahr: 2014
Preis: 4299 Euro
Gewicht: 13,7 kg
Rahmengewicht: 2989 g
Federgabel (Gewicht): 2041 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 15,5, 17,5, 19, 21, 23 ''
Getestete Rahmenhöhe: 19 ''
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 66 Nm/Grad
Federgabel: Fox 34 Float CTD Fit
Federweg getestet: 140 mm
Federbein: Fox Float CTD DRCV
Federweg getestet: 140 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano XT (2 x 10)
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: Shimano XT
Bremse: Shimano XT
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Laufräder: Bontrager Rhythm Elite 29
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Bontrager 29-3 Team Issue 2,3"

Fazit:

Dank hoher Laufruhe und heißhungrigem Fahrwerk knackt jeder Biker mit dem 29er-Remedy den Speed-Rekord – im Downhill! Bergauf lässt sich das Trek in Enduro-Manier mehr Zeit.

Trek Remedy 9 29 (Modelljahr 2014) im Vergleichstest


Trek Remedy 9 29 (Modelljahr 2014) im Vergleich mit anderen Produkten

05.09.2013
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2013