Mountainbikes im Test

Testbericht: Trek Procaliber 9.8 SL (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Racehardtails
Foto: Benjamin Hahn
So sieht Hardtail-Fahren im Jahr 2016 aus! Am Procaliber sorgen hoher Rahmenkomfort und Traum-Handling für Fahrspaß ohne Ende. Dass es im Antritt schwächelt, liegt an den Parts, nicht am Konzept.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Höchst komfortabel
  • Herrlich rundes Handling
  • Ausgezeichneter Abfahrer

Was uns nicht gefällt

  • Weniger stark im Vortrieb

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Testurteil sehr gut

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Ist das überhaupt noch ein Hardtail? Wie BMC treibt auch Trek den Komfortgedanken auf die Spitze, präsentiert mit dem Procaliber ein Soft tail. Der Clou ist ein kleines Gelenk, welches das Sitzrohr von Oberrohr/Sitzstreben entkoppelt und somit „federn“ lässt. Und? Im Labor (zweitbester Messwert) sowie in der Praxis (strahlende Fahrer) funktioniert die dem Trek-Rennradbereich entliehene Technik formidabel, kleine wie mittlere Bodenstöße absorbiert das Trek-Heck spürbar. Leichtigkeit und Kraftfluss leiden darunter übrigens nicht, bei Rahmengewicht und Steifi gkeiten ragt das Procaliber nicht heraus, erreicht aber gute Werte. Dass es trotzdem im Flachen etwas lahmt, liegt primär an der schwereren Ausstattung sowie den zwar griffigen, aber rollfaulen Bontrager-Pneus.

 

MountainBIKE Racehardtails
Foto: André Schmidt Am Procaliber entkoppelt ein Gelenk das Sitzrohr von Oberrohr und Sitzstreben. Dadurch flext das Sitzrohr laut Trek um bis zu 11 mm, ohne dass die Wiegetrittsteifigkeit leidet. Und? In Labor wie Praxis voll überzeugend!

Im steilen Gelände ist das bildhübsche US-Bike dafür in seinem Element: Der flachere Sitzwinkel fällt kaum auf, da das kurze Steuerrohr und die sportlich-angenehme Sitzposition den Fahrer vorrücken, viel Druck auf die Front bringen. Beide Räder kleben regelrecht am Boden – nun im positiven Sinne. Neigt sich der Trail gen Tal, geht die Party weiter. Grip, Position im Bike, Handling (höchst wendig, aber spurtreu, „smooth“) und die fürs Abfahren relevanten Parts – alles top. Nur eine große Bremsscheibe vorne wäre nett.

Technische Daten des Test: Trek Procaliber 9.8 SL

Modelljahr: 2016
Preis: 4499 Euro
Gewicht: 9,92 kg
Rahmengewicht: 1220 g
Federgabel (Gewicht): 1700 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 17,5, 18,5, 19,5, 21, ''
Getestete Rahmenhöhe: 17,5 ''
Rahmenmaterial: Carbon
Federgabel: Rock Shox SID RL Remote
Federweg getestet: 100 mm
Schaltwerk: Sram X01
Schalthebel: Sram X1 (1 x 11)
Kurbel: Sram X1
Umwerfer: -
Bremse: Shimano XT
Bremsen-Disc vorne: 160 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Bontrager Rhythm Elite 31,6 mm
Laufräder: DT Swiss X1700 Spline Two
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Bontrager XR1 Team Issue 2,2"
Testurteil: Sehr gut (215 Punkte)

Fazit:

So sieht Hardtail-Fahren im Jahr 2016 aus! Am Procaliber sorgen hoher Rahmenkomfort und Traum-Handling für Fahrspaß ohne Ende. Dass es im Antritt schwächelt, liegt an den Parts, nicht am Konzept.

Trek Procaliber 9.8 SL (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

Test: 14 Race-Hardtails von 4.000 bis 5.000 Euro Foto: Dennis Stratmann

Test: 14 Race-Hardtails von 4.000 bis 5.000 Euro

Wer schnell sein will, muss leiden? Vorbei! Die Race-Hardtails des Jahrgangs 2016 hängen so hart am Gas wie eh und je – bieten aber zugleich enormen Fahrkomfort. Wir haben 14 Modelle getestet.


Trek Procaliber 9.8 SL (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

07.12.2015
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015