Mountainbikes im Test

Testbericht: Surly Krampus (Modelljahr 2016)

MOUNTAINBIKE Surly Krampus
Foto: Benjamin Hahn
Das Surly Krampus punktet als durchaus flottes, solides, eigenständiges Tourenhardtail, das auf gemäßigten Trails sicher liegt. Ruppiges Geläuf mag es weniger, im Uphill hemmen Gewicht und Gangübersetzung.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Sportliche Sitzposition
  • Angenehmes Handling

Was uns nicht gefällt

  • Im Groben unruhig
  • Ausstattung schwach

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil gut

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Nein, das Surly Krampus wurde nicht gebaut, um im Alpenraum Kinder zu erschrecken. Wobei das Reifenformat 29+ (29" x 2,8") schon angsteinflößend wirkt. Apropos: Die US-Kultmarke setzt Trends, wenn andere Hersteller davon noch nichts ahnen. Egal ob 29"-, Fat- oder jetzt Plus-Bike – Surly hatte die Nase vorne.

 

MOUNTAINBIKE Surly Krampus Bremse
Foto: Benjamin Hahn Nur mit viel Handkraft lässt sich die Power der mechanischen Bremse abrufen.

Und das Surly Krampus? Ist auf flowigen Trails zu Hause, wo es sich mit hoher Laufruhe lässig in die Kurven legen kann, wo es durch die Riesenräder förmlich über den Dingen schwebt.

In engen Turns ist das Surly Krampus durch den großen Reifenumfang und den eher langen Radstand aber überfordert. Zudem ist das Surly Krampus durch die fehlende Federgabel und den allzu steifen wirkenden Rahmen im Groben schwer in der Spur zu halten, und die Surly-Reifen bringen nicht genug Grip auf den Boden.

 

MOUNTAINBIKE Surly Krampus Laufrad und Reifen
Foto: Benjamin Hahn „Fatties fit fine“: Laufräder und Reifen sind Eigenkreationen von Surly.

Laune macht das Surly Krampus, wenn es auf schottrigen Strecken bergauf geht oder flachere Tretpassagen anstehen. Zu verdanken ist das der gestreckten Sitzposition, bei der über den langen Vorbau viel Gewicht auf die Front wandert. Das macht ein bisschen vergessen, dass das Surly Krampus mit fast 15 Kilo ein rechter Brocken ist.

Wenig Begeisterung lösen die Parts aus: So braucht die mechanische Scheibenbremse viel Handkraft, der Shimano-SLX-Antrieb muss mit dick übersetzten 1 x 10-Gängen auskommen.

Technische Daten des Test: Surly Krampus

Modelljahr: 2016
Preis: 2299 Euro
Gewicht: 14,8 kg
Rahmengewicht: 2840 g
Federgabel (Gewicht): 1155 g
Gewicht Laufräder: 6970 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: L
Rahmenmaterial: Stahl
Lenkkopfsteifigkeit: 118,0 Nm/°
Federgabel: Surly (Starrgabel)
Gänge und Übersetzung: 1 x 10: 33 Zähne vorne, 11–36 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano SLX
Schalthebel: Shimano SLX
Kurbel: Surly
Umwerfer: -
Bremse: Avid BB7
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Sattelstütze: Surly
Vorbau: Surly 85 mm
Lenker: Salsa 750 mm
Naben: Shimano Deore
Felgen: Surly Rabbit Hole
Laufradgröße: 29+
Reifen: Surly Knard 3,0"
Testurteil: Gut (184 Punkte)

Geometrie

Bike Profil


Surly Krampus (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

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Surly Krampus (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

14.10.2016
Autor: Benjamin Büchner
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016