Mountainbikes im Test

Testbericht: Stevens Whaka+ ES (Modelljahr 2017)

Foto: Andreas Frank MOUNTAINBIKE Stevens Whaka+ ES
Gemütlich und genügsam. Das Stevens Whaka+ ES entpuppt sich als hochsolider Begleiter, der auch vor schweren Abfahrten nicht Halt macht. Den Berg erklimmt es jedoch nur gemächlich.
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  • Nicht gerade spritzig-agil

Testurteil

Testurteil sehr gut
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Ein Freund, ein guter Freund? Zumindest ist das Stevens Whaka+ unser einziger echter Bekannter in diesem Test, denn wir sind es die Saison 2016 im Dauertest über rund 4000 km gefahren. Da bewies es seine hohe Robustheit, sein enormes Sicherheits- und Komfortplus – sowie sein sehr rustikales Gewicht.

Umso besser, dass die Hamburger für dieses Jahr dank leichterer, feinerer Parts über 1,5 Kilo aus dem Stevens Whaka+ ES herausschwitzten! Überall blitzt nun das Shimano-XT-Logo (2 x 11 Gänge, Bremse mit großen 203/180-mm-Scheiben), die Fox-Federelemente stammen aus der hochwertigen Performance-Elite-Baureihe, das Spank-Cockpit ist ergonomisch gelungen.

Foto: Andreas Frank MOUNTAINBIKE Stevens Whaka+ ES Spank-Oozy-Vorbau

Schaut wuchtig aus, wirkt sehr steif: Der voluminöse Spank-Oozy-Vorbau steht dem grundsoliden Stevens Whaka+ ES bestens.

Auch im Detail hat Stevens auf unsere Kritik reagiert: Die Vario-Sattelstütze hat nun 125 mm statt 100 mm Hub, die Reifen sind 2,8" statt 3,0" breit. Schön: Der Preis ist trotz aller Upgrades gleich geblieben.

Letzteres gilt auch für den uns wohlbekannten Charakter des Stevens Whaka+ ES. Komfort wird großgeschrieben. Es sitzt sich sehr angenehm, zentral, kompakt-aufrecht auf dem Stevens Whaka+ ES. Alles wirkt auf Anhieb stimmig, schenkt dem Biker Vertrauen ins Rad und in die eigenen Fahrkünste. Laufruhe offenbart das Stevens Whaka+ ES dabei reichlich, auch im strengen Geläuf mit glitschigem Wurzelwerk und Kohlkopf-großen Steinen.

Foto: Andreas Frank MOUNTAINBIKE Stevens Whaka+ ES Shimano XT Umwerfer

Shimanos Sideswing-Umwerfer, hier aus der XT-Baureihe, sorgt für präzise, schnelle Gangwechsel.

Das Fahrwerk ist dem Handling dabei ein kongenialer Partner. Gabel und Hinterbau harmonieren prächtig, sprechen jeweils zart an, rauschen dann nicht durch, sind im besten Sinne unauffällig-gut in ihrem Tun. Auch bergauf vermag die Kinematik zu überzeugen. Der Viergelenker wippelt nur bei sehr unrundem Wiegetritt, sackt auch im Steilen nie weg, generiert viel Traktion.

Ein Bruder Leichtfuß ist das Stevens Whaka+ ES im Uphill dennoch nicht. Es rollt mehr gemütlich gen Ziel oder Gipfel, wie beim Handling fehlt bei Kraxelpartien eine Portion „Spritz“.

Technische Daten des Test: Stevens Whaka+ ES

Modelljahr: 2017
Preis: 3399 Euro
Gewicht: 14,3 kg
Rahmengewicht: 3620 g
Gabel (Gewicht): 1822 g
Laufräder: 4946 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 16", 18", 20", 22"
Getestete Rahmenhöhe: 18"
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 61,3 Nm/°
Federgabel: Fox 34 Float Performance Elite
Federweg getestet: 140 mm
Federbein: Fox Float DPS Evol Performance Elite
Federweg getestet: 140 mm
Gänge und Übersetzung: 2 x 11: 36/26 Zähne vorne, 11–42 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano XT
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: Shimano XT
Bremse: Shimano XT
Bremsen-Disc vorne: 203 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Kind Shock Cruxi (Vario, 125 mm)
Vorbau: Spank Oozy 50 mm
Lenker: Spank Oozy 760 mm
Naben: Shimano XT
Felgen: Sun Ringlé Duroc TR40
Laufradgröße: 27,5+
Reifen: Schwalbe Nobby Nic TLE 2,8"
Testurteil: Sehr gut (201 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil

10.03.2017
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017