Mountainbikes im Test

Testbericht: Stevens Whaka 27,5" (Modelljahr 2016)

Foto: Manfred Stromberg MountainBIKE Stevens Whaka 27,5"
Let’s dance! Bergab knallt das Stevens Whaka 27,5" eine mehr als kesse Sohle aufs Trail-Parkett, verzückt mit top Handling und ausgezeichnetem Fahrwerk. Trotz schwächerer Parts und schweren Rahmens ein sehr attraktives Angebot.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Rahmen schwer, Parts „billig“

Testurteil

Kauftipp Testurteil sehr gut
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Whaka, whaka! Ob die Hamburger mit dem, auch als Twentyniner sowie als 27,5-Plus-Bike mit extrabreiten Reifen erhältlichen, Stevens Whaka 27,5" den All-Mountain-Takt treffen?

Schwungvoll schaut das knallig lackierte Stevens Whaka 27,5" allemal aus, auch im Detail ist der Aluminium-Rahmen toll gemacht, recht steif ebenso – nur leicht, das ist er nicht. 3720 g sind zu viel, wuchten das Gesamtgewicht bedrohlich nahe an die 14,5-Kilo-Marke. Auch die Ausstattung mit vielen Shimano-Deore- und Stevens-Eigen-Parts trägt ihr Scherflein dazu bei.

Die Parts gewinnen sicher nicht gerade den „Nobel“-Preis – sind dennoch mit Bedacht gewählt. So spendiert Stevens der eigentlich weniger kräftigen Deore-Bremse standfeste 203/180-mm-Rotoren. Und der Preis ist mit 2499 Euro allemal attraktiv.

Foto: André Schmidt MountainBIKE Stevens Whaka 27,5" Gummischutz Kettenstrebe

Klein, aber fein: Der kurze, dicke Gummischutz auf und unter(!) der Kettenstrebe schützt den Rahmen genau an den richtigen Stellen.

Wer sich das Stevens Whaka 27,5" zulegt, sollte in Sachen Vortrieb und Kletterei jedoch ein wenig Langmut mitbringen. Das spürbare Übergewicht kostet Körner, auch fällt die Sitzposition (angenehm!) kompaktgemütlich, aufrecht, weniger schnittig aus.

Immerhin: Durch den steilen 75°-Sitzwinkel kommt viel Schmackes aufs Pedal, die Traktion des zumeist antriebsneutralen Hinterbaus ist hoch. Entsprechend walzt das Stevens Whaka 27,5" von der Waterkant zwar mehr zum Gipfel, als dass es swingt – wirklich zu behäbig-bergfaul ist es aber nicht.

Foto: André Schmidt MountainBIKE Stevens Whaka 27,5" Ergon-GE1-Schraubgriff

Mit gutem Grip und optimaler Ergonomie gefallen die Ergon-GE1-Schraubgriffe. Gibt’s auch an Bulls, Canyon und Müsing.

Und im Bergabtanz? Gehört das Stevens Whaka 27,5" zu den Superstars im Test!

Das Handling beglückt, ist exzellent zwischen Agilität und Spurtreue ausbalanciert – ohne ganz die spielerische Virtuosität des Canyon Spectral AL 6.0 und des Giant Trance 1.5 LTD zu erreichen. Sensibel, aufmerksam und schluckfreudig saugen sich zudem die Fox-34-Federgabel und das viergelenkige Heck über den Trail, vollenden damit das äußerst satte, sichere Fahrgefühl.

Technische Daten des Test: Stevens Whaka 27,5"

Modelljahr: 2016
Preis: 2499 Euro
Gewicht: 14,4 kg
Rahmengewicht: 3720 g
Federgabel (Gewicht): 1829 g
Gewicht Laufräder: 4861 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 16, 18, 20 ''
Getestete Rahmenhöhe: 18 ''
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 81,7 Nm/Grad
Federgabel: Fox 34 Float Performance
Federweg getestet: 150 mm
Federbein: Fox Float DPS Evol Performance
Federweg getestet: 150
Gänge und Übersetzung: 2 x 10: 36/22 Zähne vorne, 11–36 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano SLX
Kurbel: Shimano Deore
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Shimano Deore
Bremsen-Disc vorne: 203 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Kind Shock Cruxi (Vario, 95 mm)
Vorbau: Oxygen Scorpo 60mm
Lenker: Scorpo 750 mm
Naben: Oyxgen Disc
Felgen: E24
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Schwalbe Nobby Nic TLE 2,35"
Testurteil: Sehr gut (201 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil

Fazit

Let’s dance! Bergab knallt das Stevens Whaka 27,5" eine mehr als kesse Sohle aufs Trail-Parkett, verzückt mit top Handling und ausgezeichnetem Fahrwerk. Trotz schwächerer Parts und schweren Rahmens ein sehr attraktives Angebot.

17.05.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016