Mountainbikes im Test

Testbericht: Specialized Stumpjumper FSR Expert (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Specialized Stumpjumper FSR Expert
Foto: Stefan Eigner
Das Specialized Stumpjumper FSR Expert fährt komplett überarbeitet in die neue Saison. MountainBIKE nahm die 29"-Version unter die Lupe.
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Testurteil sehr gut

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Ein legendäres Bike – und doch verfeinern es die US-Amerikaner, entwickeln das „Stumpi“ immer weiter. Die neueste Generation des Tourenfully-Klassikers, das Specialized Stumpjumper FSR Expert, entwickelt sich freilich immer stärker hin zum All-Mountain – so etwa in der getesteteten 29“-Variante mit für ein 29er üppigen 140/135 mm Hub.

 

MountainBIKE Specialized Specialized Stumpjumper FSR Expert Bremsscheibe
Foto: Benjamin Hahn Am Specialized Stumpjumper FSR Expert in Größe M bremst eine (zu) kleine 160-mm-Scheibe am Heck, ab Größe L spezifiziert Specialized 180 mm für mehr Bremskraft.

Typisch für Specialized, überzeugt die Geometrie schon beim Aufsitzen. Der Wohlfühlfaktor ist hoch, dank des bewährtem Auto-Sag – die automatische Einstellung des Negativfederwegs – geht auch das Setup einfach und schnell von der Hand.

Ein Allrounder wie aus dem Buche: Das Specialized Stumpjumper FSR Expert meistert selbst die unterschiedlichsten Herausforderungen konstant gut.

So lässt es sich wunderbar agil und wendig (für ein 29er) durch enge Trailpassagen manövrieren. In groben Downhills spielt es die hohe Laufruhe der 29-Zoll-Laufräder aus, vermittelt viel Sicherheit.

Auch im Uphill strahlt das Specialized Stumpjumper FSR Expert: Traktionsstark und mit einer erstaunlichen Portion Agilität zieht es gen Gipfel – wohl auch wegen der leichten Laufrad-Reifen-Kombi.

 

MountainBIKE Specialized Stumpjumper FSR Expert Unterrohr Stauraum
Foto: Benjamin Hahn Praktisch: Im Unterrohr ist Platz für Schlauch und Pumpe. Dank Neopren-Einsätzen klappert auch nichts, der Rucksack bleibt zu Hause.

Ebenfalls typisch für Specialized: Für 6000 Euro bekommt der Kunde ein zwar funktionell stimmig, keineswegs jedoch prachtvoll ausgestattetes 13-Kilo-Carbon-Bike. Davon abgesehen überzeugt das 29er-Specialized Stumpjumper FSR Expert vollauf. Das atemberaubend gute Handling macht aus dem Specialized Stumpjumper FSR Expert einen grandiosen Allrounder für (fast) jedes Einsatzgebiet.

Apropos: „SWAT“ (Storage, Water, Air, Tool) wurde weiter vorangetrieben. Das Unterrohr lässt sich am Flaschenhalter tatsächlich aufklappen, eine kleine Kammer bietet Platz für Schlauch und Pumpe, das Multitool versteckt sich jetzt hinter dem Federbein.

Technische Daten des Test: Specialized Stumpjumper FSR Expert

Modelljahr: 2016
Preis: 5999 Euro
Gewicht: 13,1 kg
Rahmengewicht: 3050 g
Federgabel (Gewicht): 1898 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Carbon (Alu-Hinterbau)
Federgabel: Rock Shox Pike RC
Federweg: 140 mm
Federbein: Fox Float Factory
Federweg: 135 mm
Schaltwerk: Sram X1
Schalthebel: Sram X1
Kurbel: Sram S 2200
Umwerfer: -
Bremse: Shimano XT
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Sattelstütze: Spec. Command Post IRcc (Vario)
Laufräder: Roval Traverse 29
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Specialized Butcher/Slaughter 2,3"
Testurteil: Sehr gut (213 Punkte)

Fazit:

Specialized weiß einfach, wie man Räder mit tollem Handling konstruiert. Auch das 2016-er Specialized Stumpjumper FSR Expert in der gefahrenen 29er-Variante überzeugt mit einer Riesenportion Fahrspaß und betört alle, die es schnell und heftig mögen.

Specialized Stumpjumper FSR Expert (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

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Specialized Stumpjumper FSR Expert (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

06.10.2015
Autor: Max Hilger
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015