Mountainbikes im Test

Testbericht: Specialized Stumpjumper FSR Expert 29 (Modelljahr 2016)

Foto: Daniel Geiger MountainBIKE Specialized Stumpjumper FSR Expert 29
Genau so muss ein modernes All-Mountain/Trailbike mit 29"-Rädern sein. Das Specialized Stumpjumper FSR Expert 29 kann alles, es rollt flott, klettert brillant, kurvt mit Herzenslust und zeigt bergab selbst Enduros das Hinterrad. Brillantes Bike!
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Testurteil

Testsieger Testurteil überragend
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Geil, einfach geil. Eigentlich könnten wir den Testbericht des Specialized Stumpjumper FSR Expert 29 damit abschließen, das Entscheidende wäre gesagt.

Aber für alle, die’s doch genauer wissen wollen: Das legendäre Specialized Stumpjumper ist einmal mehr der King of Trail – nicht, weil es im Labor besonders brilliert oder weil es das leichteste oder das bestausgestattete Bike ist. Sondern weil es „on Trail“ einfach ein fulminantes All-Mountain ist.

Foto: Daniel Geiger MountainBIKE Specialized Stumpjumper FSR Expert 29 Stauraum im Unterrohr

Schon oft gezeigt, aber wirklich ein Geniestreich: der im Unterrohr befindliche Stauraum für Schlauch, Tool, Pumpe, Riegel etc.

Das beginnt bei der phänomenal ausbalancierten Sitzposition, die jeden von uns Testern optimal ins Bike bettete. Geometrie und Handling sind schlicht ein Gedicht: Das Specialized Stumpjumper FSR Expert 29 zischt voller Agilität und Tanzfreude über flowige Pfade, zirkelt präzise selbst um engste Turns. Aber es zeigt auch grandiose Laufruhe, wenn diese bei Highspeed-Hatzen und im felsigen Gerumpel gefragt ist.

Wie überhaupt das Specialized Stumpjumper FSR Expert 29 fast so monströs gut liegt wie ein federwegsschwangeres Enduro: Die Kombi aus 140-mm-Pike und exzellent arbeitendem 135-mm-Viergelenkerheck saugt sich förmlich am Trail fest, eliminiert feinste Stößlein wie gröbste Klopper. Nur das Santa Cruz Hightower CC X01 ist im Talschuss genauso brillant.

Foto: Daniel Geiger MountainBIKE Specialized Stumpjumper FSR Expert 29 Federbein Autosag-Ventil

Dank des Autosag-Ventils finden auch weniger Versierte sofort den passenden Luftdruck für das Federbein.

Obwohl mit 12,8 Kilo nicht gerade federleicht, rollt und spurtet das Specialized Stumpjumper FSR Expert 29 erfreulich flott, der sonst so feinstfühlige Hinterbau bleibt dabei recht antriebsneutral. Und: Das Specialized Stumpjumper FSR Expert 29 klettert von allen Testbikes gar am besten, weil die Tretposition genauso genial ist wie der Grip des Hinterbaus.

Auch in puncto Ausstattung setzt das vergleichsweise preiswerte Specialized Stumpjumper FSR Expert 29 Akzente. Zwar sind viele Parts nicht von allererster Güte, aber bis zur letzten Schraube sinnvoll und einsatzgerecht gewählt.

Apropos: Die vielen Detaillösungen wie das Autosag-Ventil, der Stauraum im Unterrohr, der unter der Ahead-Kappe verborgene Kettennieter oder die Schutzapplikationen des Carbon-Alu-Hybrid-Rahmens sind überragend.

Technische Daten des Test: Specialized Stumpjumper FSR Expert 29

Modelljahr: 2016
Preis: 5999 Euro
Gewicht: 12,8 kg
Rahmengewicht: 2900 g
Federgabel (Gewicht): 1912 g
Gewicht Laufräder: 4336 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Carbon (Alu-Heck)
Lenkkopfsteifigkeit: 73,6 Nm/°
Federgabel: Rock Shox Pike RC
Federweg getestet: 140 mm
Federbein: Fox Float CTD Autosag Factory
Federweg getestet: 135 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 11: 30 Zähne vorne, 10–42 Zähne hinten
Schaltwerk: Sram X1
Schalthebel: Sram X1
Kurbel: Sram S2200 Carbon
Umwerfer: -
Bremse: Shimano XT
Bremsen-Disc vorne: 180 mm (ab Gr. L: 203 mm)
Bremsen-Disc hinten: 160 mm (ab Gr. L: 180 mm)
Sattelstütze: Specialized Command Post IRcc (Vario, 125 mm)
Vorbau: Specialized XC 50 mm
Lenker: Specialized 760 mm
Naben: Roval Traverse 29
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Specialized Butcher C. /Purgatory C. 2,3"
Testurteil: Überragend (228 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil

Fazit

Genau so muss ein modernes All-Mountain/Trailbike mit 29"-Rädern sein. Das Specialized Stumpjumper FSR Expert 29 kann alles, es rollt flott, klettert brillant, kurvt mit Herzenslust und zeigt bergab selbst Enduros das Hinterrad. Brillantes Bike!

13.07.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016