MountainBIKE sucht zur EM 2012 den Fußball-Experten. Jetzt kostenlos anmelden. Der beste Tipper gewinnt ein Focus-Bike. mehr ...
Mountainbikes im Test
Testbericht: Specialized Stumpjumper Expert Evo
Das spektakulärste Stumpjumper Âaller Zeiten! Weniger ein Allrounder als bekannte Stumpi-Modelle, zeigt das Evo überraschende Enduro-Tugenden: eine Wucht im Downhill.
- Bergab-Spaß auf Enduro-Niveau: wendig, dabei extrem spurtreu und sicher!
- Äußerst leichter, steifer Highend-Rahmen
- Homogenes, sehr aktives Fahrwerk
- Top Traktion, aber etwas zäher „Rouleur“
- Zu kleine Discs bei Größe S und M
Weiterführende Links
Weitere Tests zu Mountainbikes
Alle Tests der Marke Specialized
Mountainbikes kaufen
150 mm Hub, breite Schlappen, „fettes“ Cockpit, Bashguard und Kettenführung: Das Expert Carbon Evo ist das wildeste Ding, das je den legendären Namen Stumpjumper führte! Erst im Vorjahr debütierte die zunächst nicht auf Massenkompatibilität ausgelegte Evo-Serie, für 2012 verfeinerte Specialized das Konzept, passte die Geometrie besser an den gewachsenen Federweg an (ein Zentimeter mehr als beim „Normalo-Stumpjumper“). Trotz des tief angesetzten Tretlagers thront der Evo-Pilot recht erhaben im Sattel, das mächtige Steuerrohr und der hochgezogene Lenker schenken Übersicht und Vertrauen – im Trail-Geschlängel wünschten die MB-Tester jedoch mehr Druck auf dem Vorderrad.
Dafür generiert das Californian Dreambike fast unheimlichen Zug in langen, schnellen Turns: Einem Carving-Ski gleich, peitscht es durch den angepeilten Radius, fräst mit ultragriffigem Vorderreifen durchs Geläuf. Gleiten wie auf Schienen – selten passte dieses krumme Bild besser zu einem Bike. Und auch der Spieltrieb wird befriedigt: Dank kurzer Kettenstreben steht das Stumpi schneller auf seinem Hinterlauf als ein ralliger Feldhase – bereit zu Bunnyhop, Manual & Co. Das alles macht verdammt viel Laune, die im groben Gelände noch mal gesteigert wird.
Mit Vehemenz hämmert das steife Evo bergab, lässt dank Klebe-Reifen und flachem Lenkwinkel so manches Enduro verwirrt am Berg stehen. Jedoch wirkt die Bremsanlage für ein solches Geschoss unterdimensioniert, verzögert erst ab Rahmengröße L mit standesgemäßen 203/180-mm-Rotoren. Dass die Federwegsnutzung am Hinterbau nicht ganz optimal ist – selbst bei Drops blieb oft ein Zentimeter ungenutzt –, störte die Tester nicht.
Im Gegenteil: Das „fluffige“ Fox-Fahrwerk erzeugt Komfort, ohne undefiniert durch den Federweg zu sausen. Die Zeche für den Bergabrausch zahlt der Rider trotz des extrem leichten Voll-Carbon-Rahmens bergauf: Die gelobten Pneus rollen müde, der Front fehlt Druck, die Sattelposition ist aufgrund des Rückversatzes der Vario-Stütze minimal hecklastig. Und im Gegensatz zu seinen Stumpi-Brüdern bietet das Evo Fahrwerk pur: keine Gabelabsenkung, keine „intelligente“ Brain-Dämpfung. So wählte die MB-Crew am Fox-RP23-Kashima-Federbein bergauf wie bergab konstant Plattformstufe „1“. Ein guter Kompromiss, denn die Klettertraktion bleibt erstklassig – mit mehr Plattform fehlt Feinfühligkeit, ohne Wippunterdrückung kommt bei sensiblen Naturen Seekrankheit auf. Zu viel des Guten: Einen Tick überdimensioniert wirkt die massive und laute Kettenführung.
Fazit: Das spektakulärste Stumpjumper aller Zeiten! Weniger ein Allrounder als bekannte Stumpi-Modelle, zeigt das Evo überraschende Enduro-Tugenden: eine Wucht im Downhill.
Specialized Stumpjumper Expert Evo im Vergleichstest Diese Produkte wurden im Vergleich zu Specialized Stumpjumper Expert Evo getestet:Trek
Trek Remedy 9.8




