Mountainbikes im Test

Testbericht: Simplon Cirex 120 X01 (Modelljahr 2017)

MOUNTAINBIKE Simplon Cirex 120 X01
Foto: Dennis Stratmann
Podium, ich komme! Mit dem Simplon Cirex 120 X01 bekommst du eine wahre Waffe für lange, technisch nicht ganz so anspruchsvolle Marathons. Schnell, spritzig, super leicht – ein Vortriebskünstler.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Extrem schnell und spritzig
  • Bike/Laufräder sehr leicht
  • Teils sehr edle Parts

Was uns nicht gefällt

  • Bergab früher am Limit

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut

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„Wow, sieht das schnell aus.“ Schon beim Anblick des Simplon Cirex 120 X01 war uns klar: Diese Carbon-Flunder will hart getreten werden.

Und so ist’s: Das mit 10,2 Kilo klar leichteste Testbike beantwortet jedes Wadenzucken mit Vollgas, beschleunigt voller Gier, ist dabei unglaublich leichtfüßig. Zum Kilometerfressen gibt es kein besseres Radl in diesem Vergleich!

Ein Blick auf die Ausstattung zeigt, warum: So rotieren sündhaft teure, sündhaft leichte Carbon-Laufräder von DT Swiss mit Schwalbe-Race-Pneus in dünner Liteskin-Ausführung. Dazu gibt es Srams leichten 1 x 12-Antrieb X01 Eagle, Maguras Rennbremse MT8 sowie viele hauseigene Carbon-Parts.

 

MOUNTAINBIKE Simplon Cirex 120 X01 Carbon-Sitzstreben
Foto: Dennis Stratmann Wie Scott spart auch Simplon das hintere Drehgelenk der Heckfederung ein. Stattdessen flexen die Carbon-Sitzstreben.

In Teilen war uns das fast zu extrem: So fördert der extrem heruntergezogene –17°-Grad-Vorbau zwar die eh schon brillante Kletter-Performance (da steigt wahrlich kein Vorderrad!), aber nicht gerade den Sitzkomfort. Und der zu schmale 700-mm-Lenker kostet Kontrolle.

Versierte Marathon-Racer werden das alles lieben, „Normalos“ sollten dem edlen Voll-Carbon-Rahmen im vorbildlichen Simplon-Online-Konfigurator eine weniger tiefe, dafür breitere Lenkzentrale gönnen.

 

MOUNTAINBIKE Simplon Cirex 120 X01 Bremsleitung
Foto: Dennis Stratmann Pfiffig: Die Bremsleitung ist am Drehpunkt zwischen Sitzrohr und Kettenstrebe eingeklickt, kann „mitfedern“.

Und wenn man schon dabei ist: Es lohnt ein Upgrade der Federgabel. Rock Shox’ 120-mm-Reba macht einen durchaus soliden Job, wirkt im Vergleich zu den Fox-Forken im Test aber ein bissel hölzern. Und da die 110-mm-Heckfederung zwar aktiv anspricht, jedoch zu flott durch den Hub rauscht und damit weniger Reserven schenkt, fehlt dem Fahrwerk im strengen Gelände das Satte.

Dasselbe gilt für das agile Handling des Simplon Cirex 120 X01, dessen enorme Drehfreude durch den kürzeren Radstand, den kurzen 420-mm-Reach sowie den eher steilen 69°-Lenkwinkel öfters mal ins Nervöse umschlägt.

Keine Angst: Schlecht fährt das Simplon Cirex 120 X01 wahrlich nicht bergab, aber doch weniger stabil als der Rest im Test.

Technische Daten des Test: Simplon Cirex 120 X01

Modelljahr: 2017
Preis: 6309 Euro (Baukasten)
Gewicht: 10,2 kg
Rahmengewicht: 2330 g
Federgabel (Gewicht): 1656 g
Gewicht Laufräder: 3414 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Carbon
Lenkkopfsteifigkeit: 64,2 Nm/°
Federgabel: Rock Shox Reba RL Remote
Federweg getestet: 120 mm
Federbein: Rock Shox Deluxe RT3
Federweg getestet: 110 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 12: 32 Zähne vorne, 10–50 Zähne hinten
Schaltwerk: Sram X01 Eagle
Schalthebel: Sram X01 Eagle
Kurbel: Sram X01 Eagle
Umwerfer: -
Bremse: Magura MT8
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Simplon Carbon Rod
Vorbau: Simplon 80 mm
Lenker: Simplon 700 mm
Naben: DT Swiss XRC 1200 Spline
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Schwalbe Rocket Ron LS 2,25"
Testurteil: Sehr gut (209 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil


Simplon Cirex 120 X01 (Modelljahr 2017) im Vergleichstest


Simplon Cirex 120 X01 (Modelljahr 2017) im Vergleich mit anderen Produkten

14.08.2017
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017