Mountainbikes im Test

Testbericht: Simplon Cirex 120 Pro 22 (Modelljahr 2017)

Foto: Dennis Stratmann MOUNTAINBIKE 1216 Simplon Cirex 120 Pro 22 Fahrbild
Das Simplon Cirex 120 Pro 22 paart typische Racefully-Tugenden wie die sportliche, vorwärts orientierte Sitzposition mit viel Federweg an der Front. Am Heck würden wir uns wie Leser Uwe mehr Sensibilität wünschen.
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Simplon treibt den Trend zum „Spaß- Racer auf die Spitze. So versteht sich das neue Simplon Cirex 120 Pro 22 zwar als Marathon-Flitzer, es kommt aber mit üppigen 120 mm Hub an der Gabel und bietet sogar eine Vario-Sattelstütze.

Bei der Geometrie setzt sich die Komfortorientierung weniger fort: Der Rahmen des Simplon Cirex 120 Pro 22 ist etwas kürzer als bei lupenreinen Racefullys, die Sitzposition dennoch eher gestreckt. Der längere, stark nach unten schauende Vorbau (im Simplon-Baukastenprogramm tauschbar) sorgt zudem für knackige Sattelüberhöhung und eine dezente Frontlastigkeit – das schmeckt nach viel Vortrieb!

Dementsprechend geht das Simplon Cirex 120 Pro 22 bei ordentlicher Traktion am Heck auch flink vorwärts. Dabei bleibt das Vorderrad auch in steileren Passagen immer am Boden der Trail-Tatsachen. Wobei der 2 x 11-Antrieb Bandbreite fast im Überfluss bietet, Simplon bietet aber auch eine Variante mit der neuen X01 Eagle (1 x 12) von Sram an, die Racer-Herzen noch höher schlagen lassen dürfte.

Etwas schwerer tut sich das Simplon Cirex 120 Pro 22 im Downhill. Durch die nach vorne gerückte Position empfiehlt es sich darauf zu achten, dass man die Kontrolle übers Heck behält, zumal die zur Verfügung stehenden 110 mm Federweg kein Ausbund an Sensibilität sind. Auf gemäßigten Pfaden kein Problem, in ruppigen Passagen bei Highspeed aber schon.

Foto: Dennis Stratmann MOUNTAINBIKE 1216 Lesertest Porträt Uwe Carius

Uwe Carius, Haustechniker

Simplon Cirex 120 Pro 22: das Leserfazit

„Dass das Simplon Cirex 120 Pro 22 kein klassisches Racefully ist, hab ich relativ schnell gemerkt. Ich empfand die Sitzposition zwar auch als sportlich, jedoch als nicht so gestreckt. Eigentlich sogar recht komfortabel. Außerdem waren 120 mm Federweg an der Front mehr als gewohnt.

Ich würde das Simplon Cirex 120 Pro 22 deshalb eher als leichtes Tourenfully bewerten. Das ist eigentlich nicht meine Bike-Kategorie, da ich sonst auf einem CC-Fully von Specialized mit 100 mm Federweg unterwegs bin. Im Vergleich würde ich dann auch sagen, dass das Simplon Cirex 120 Pro 22 nicht ganz so spritzig ist wie mein Specialized.

Trotzdem bot das Simplon Cirex 120 Pro 22 bergauf immer genug Traktion, zog gut an, und der Hinterbau wippte nicht durch. Der 2-fach-Antrieb deckte dabei alle Wünsche ab. Bergab war mir das sonst sehr wendige Simplon Cirex 120 Pro 22 aber gerade auf schnellen, welligen Waldwegen etwas zu unruhig. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Sensibilität am Heck erhofft.“

Technische Daten des Test: Simplon Cirex 120 Pro 22

Modelljahr: 2017
Preis: 3474 Euro
Gewicht: * 11,5 kg
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: L
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenmaterial: Carbon
Laufräder: 29 ''

*Herstellerangabe

22.12.2016
Autor: MOUNTAINBIKE
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016