Mountainbikes im Test

Testbericht: Scott Spark RC 900 SL (Modelljahr 2017)

MOUNTAINBIKE Scott Spark RC 900 SL
Foto: Benjamin Hahn
Oh, was für ein Bike! Mit dem sündteuren Scott Spark RC 900 SL ist Scott ein großer Wurf geglückt, der High-End-Rahmen brilliert ebenso wie das brachiale Bergab-Potenzial oder das starke Fahrwerk.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Exzellent gemachter Rahmen
  • Wunderbares Handling
  • Äußerst edle Ausstattung
  • Sehr potentes Fahrwerk

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testsieger Testurteil überragend

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Okay, dass Scott die Neuauflage seiner Racefully-Ikone Scott Spark kurz vor Olympia präsentierte, erschien logisch.

Dass es in Rio aber unter Nino Schurter (Schweiz) und Jenny Rissveds (Schweden) gleich beide Goldmedaillen erringen konnte, hätten sich die Schweizer wohl selbst nicht erträumt. Und in unserem Test kommt die nächste Auszeichnung dazu ...

 

MOUNTAINBIKE Scott Spark RC 900 SL Fox-Nude-Federbein
Foto: André Schmidt Das Fox-Nude-Federbein in neuartiger Trunnion-Bauweise wird speziell für das Scott Spark RC 900 SL gefertigt und lässt sich ...

Was macht das Scott Spark RC 900 SL so extrem gut? Da ist zunächst der ultraleichte, steife, wunderschön gefertigte Carbon-Rahmen – besser geht es aktuell nicht. Garniert wird dieses Kohlefaser-Kunstwerk von erlesenen Parts, wie etwa Sram-XX1-Eagle-Antrieb (1 x 12), Sram-Level-Ultimate-Bremsen, Carbon-Laufräder mit DT-Swiss-Nabentechnik sowie superleichte Fox-Stepcast-Federgabel.

Noblesse pur, die man angesichts des fast abstrakten Preises von 9500 Euro auch erwarten muss.

 

MOUNTAINBIKE Scott Spark RC 900 SL Lenker-Remote
Foto: Benjamin Hahn ... via Lenker-Remote in drei Positionen schalten: offen mit vollem Hub, Traction Control (70 mm) und Lockout.

Von wahrer Meisterklasse sind Handling und Fahrwerk. Dabei erscheint die Geometrie mit sehr flachem 68,5°-Lenkwinkel für ein Racefully ungewöhnlich. „On Trail“ muss man sich etwas an die lang-flache Front gewöhnen – dann gibt’s bergab kein Halten mehr.

Unterstützt vom feinfühligen, schluckfreudigen Verbund aus Fox-Forke und Hinterbau sowie den bissigen Rocket-Ron-Reifen, brezelt das Scott Spark RC 900 SL lässig selbst über verblockte Pfade; noch nie waren wir mit einem 100-mm-Fully auf unserem Test-Downhill so schnell!

Ganz so spielerisch-wendig wie etwa das Cannondale Scalpel-Si Team 29 und das Specialized S-Works Epic FSR World Cup ist das Scott Spark RC 900 SL dabei nicht, dank der sehr kurzen Kettenstreben zwirbelt es dennoch geschickt um enge Turns.

Und in Ebene und Uphill? Da begeistern die enorme Traktion, die durchaus sportliche Sitzposition sowie der flotte Antritt. Und wen das minimale Wippen des Hinterbaus stört, schaltet das Fahrwerk via Remote in den bewährten straffen Traction-Control-Mode. Kein zweiter Flaschenhalter.

Technische Daten des Test: Scott Spark RC 900 SL

Modelljahr: 2017
Preis: 9499 Euro
Gewicht: 9,7 kg
Rahmengewicht: 1940 g
Federgabel (Gewicht): 1453 g
Gewicht Laufräder: 3757 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Carbon
Lenkkopfsteifigkeit: 78,2 Nm/°
Federgabel: Fox 32 Stepcast Factory Remote
Federweg getestet: 100 mm
Federbein: Fox Nude Trunnion Remote
Federweg getestet: 70+100 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 12: 32 Zähne vorne, 10–50 Zähne hinten
Schaltwerk: Sram XX1 Eagle
Schalthebel: Sram XX1 Eagle
Kurbel: Sram XX1 Eagle
Umwerfer: -
Bremse: Sram Level Ultimate
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Sattelstütze: Syncros FL1.0 SL Carbon
Vorbau: Syncros XR1.5 70 mm
Lenker: FL1.0 SL Carbon 720 mm
Naben: Syncros XR1.0 CL
Felgen: Syncros XR1.0 Carbon
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Schwalbe Rocket Ron TLE 2,25"
Testurteil: Überragend (233 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil


Scott Spark RC 900 SL (Modelljahr 2017) im Vergleichstest

Test: 8 edle Racefullys Foto: Dennis Stratmann

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Scott Spark RC 900 SL (Modelljahr 2017) im Vergleich mit anderen Produkten

09.12.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016