Mountainbikes im Test

Testbericht: Scott Spark 900 (Modelljahr 2017)

MOUNTAINBIKE Scott Spark 900
Foto: Dennis Stratmann
Fahrspaß garantiert! Das Scott Spark 900 glänzt als famoser Trail-Feger mit wunderbar ausgewogenem Handling und potentem Fahrwerk. Berghoch durchaus flott, aber kein rassiges Marathon-Bike.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Wohlfühl-Geo und -Handling
  • Bergab das beste Testbike
  • Sehr potentes Fahrwerk

Was uns nicht gefällt

  • Schwer, weniger leichtfüßig

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Kauftipp Testurteil sehr gut

Loading  

In jeder aktuellen Laufradgröße, 100 bis maximal 130 mm Federweg: Es gibt quasi kein Scott Spark, das es nicht gibt. Die von uns getestete 29er-Version mit 120-mm-Fahrwerk ist dabei die massentauglichste – auch wenn wohl nicht viele zum 5399 Euro teuren Scott Spark 900 greifen werden.

Das ist dennoch das preisgünstigste Bike im Test. Und mit 12,4 Kilo das schwerste. Wobei dies weniger an der Güte der Parts liegt (die ist rund um Srams X01-Eagle-Schaltung mit 1 x 12 Gängen sehr gut und dem Preis angemessen), sondern an der Auswahl: Griffig-bissige Maxxis-Forekaster-Reifen, breit-stabile Laufräder, Vario-Sattelstütze und solide Syncros-Eigenparts treiben das Gewicht hoch – jedoch auch die Zuverlässigkeit und den Fahrspaß.

 

MOUNTAINBIKE Scott Spark 900 Fox-Nude-Federbein
Foto: Dennis Stratmann Im Scott Spark 900 steht das spezielle Fox-Nude-Federbein mit „Trunnion“-Befestigung kopf. Gut zu sehen: der Zug zur Fernbedienung.

Und von Letzterem hat’s reichlich, das Scott Spark 900 mit fein gemachtem, steifem Carbon-Alu-Rahmen. Zwar überrascht die Geometrie mit sehr flachem 67°-Lenkwinkel, doch schon nach wenigen Metern hat man sich eingegroovt, kann das wunderbar ausgewogene, sehr laufruhige, dennoch beweglichagile Handling vollauf genießen.

Je grantiger das Geläuf wird, desto besser. Selbst auf anspruchsvollen Abfahrten liegt das Scott Spark 900 „pumperlg’sund“, gefällt mit potentem Fahrwerk. Vorne saugt eine schluckfreudige Fox-34-Federgabel über den Trail, die 120-mm-Heckfederung arbeitet ebenso akkurat: sensibel, schluckfreudig, mit knackiger Endprogression.

 

MOUNTAINBIKE Scott Spark 900 Steuersatz, Vorbau und Spacer
Foto: Dennis Stratmann Steuersatz, Vorbau und Spacer sind formschlüssig aufeinander abgestimmt – nicht wirklich nötig, aber hübsch.

Bergan wippt das Heck „offen“ spürbar, mit rasch vom Lenker aus zugeschaltetem Traction-Modus (kappt den Heckfederweg auf 85 mm und strafft gleichzeitig die Gabel) stimmt der Mix aus Effizienz und Traktion dafür umso besser. Überhaupt klettert das Scott Spark 900 geschickt, mit optimaler Sitzposition.

Dennoch: Im Vergleich zu den deutlich leichteren anderen Testbikes fehlt die Leichtfüßigkeit, mangelt es an Esprit im Antritt, kommen weniger Marathon-Gelüste auf.

Technische Daten des Test: Scott Spark 900

Modelljahr: 2017
Preis: 5399 Euro
Gewicht: 12,4 kg
Rahmengewicht: 2560 g
Federgabel (Gewicht): 1865 g
Gewicht Laufräder: 4397 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Carbon (Alu-Hinterbau)
Lenkkopfsteifigkeit: 82,5 Nm/°
Federgabel: Fox 34 Float Perf., Elite Boost Remote
Federweg getestet: 120 mm
Federbein: Fox Nude DPS Evol Remote
Federweg getestet: 85+120 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 12: 32 Zähne vorne, 10–50 Zähne hinten
Schaltwerk: Sram X01 Eagle
Schalthebel: Sram X01 Eagle
Kurbel: Sram X1 1400 Eagle
Umwerfer: -
Bremse: Shimano XT
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Fox Transfer (Vario, 125 mm)
Vorbau: Syncros FL1.5 75 mm
Lenker: Syncros FL1.5 740 mm
Naben: Syncros XR2.0
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Maxxis Forekaster TR Exo 2,35"
Testurteil: Sehr gut (210 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil


Scott Spark 900 (Modelljahr 2017) im Vergleichstest


Scott Spark 900 (Modelljahr 2017) im Vergleich mit anderen Produkten

14.08.2017
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017