Mountainbikes im Test

Testbericht: Scott Spark 710 (Modelljahr 2015)

MountainBIKE Scott Spark 710
Foto: Benjamin Hahn
Flott, flink und spritzig macht das Scott Spark 710 auch auf dem Trail eine gute Figur. Nur im wirklich Groben fehlt etwas Potenz – und eine Vario-Stütze.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Leichtfüßig und schnell
  • Austariertes Handling
  • Leichte, verlässliche Parts

Was uns nicht gefällt

  • Bergab weniger Reserven

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut

Loading  

Einst errang Thomas Frischknecht auf dem Spark Weltcup-Sieg um Weltcup-Sieg, aktuell setzt Nino Schurter die Erfolgsserie fort. So nimmt das Scott Spark 710 für sich gar nicht erst in Anspruch, der Allrounder für alles zu sein, ist trotz 120 mm Federweg im Grunde mehr Race- als Trailfully.

Die tiefe Front und eine nach vorne orientierte Sitzposition machen dann auch vom ersten Pedalschlag an Laune auf Vollgas, der herrlich leichte Schweiz-Renner lässt sich stramm beschleunigen, wirkt ungemein spritzig.

Und trotzdem: Auch auf Trails fühlt sich das Scott Spark 710 dank gelungener Geometrie und unaufgeregt-sicherem Handling klasse an.

 

MountainBIKE Scott Spark 710 Lenker
Foto: Benjamin Hahn Auch an einem „Marathon-lastigen“ Bike wie dem Scott Spark 710 ist ein Lenker mit einer Breite von 710 mm nicht ganz zeitgemäß. Nur wenig breitere Lenker bieten spürbar höhere Sicherheit und besseres Handling.

Dafür sorgt auch die sinnvolle Ausstattung an den Stellen, auf die es ankommt: Reifen, Gabel, Schaltung und Bremsen sind hochwertig – und das zum fairen Preis.

Einmal mehr gefällt zudem die intuitiv zu bedienende Fahrwerksverstellung, die via „Twinloc“-Hebel vom Lenker aus sowohl Federgabel wie -bein öffnet, stärker dämpft (bzw. den Federweg am Heck reduziert) oder sperrt.

Nötig ist speziell der mittlere „TC“-Modus oft, denn mit vollem Federweg zieht sich der Mehrgelenker bergauf zusammen, der Fahrer hängt dann zu sehr im Heck.

Bergab spricht die Kinematik dafür zart an, punktet wie das verlässliche Handling. Für noch mehr Spaß im Groben fehlen Vario-Stütze und breiterer Lenker.

Technische Daten des Test: Scott Spark 710

Modelljahr: 2015
Preis: 3799 Euro
Gewicht: 11,7 kg
Rahmengewicht: 2585 g
Federgabel (Gewicht): 1778 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Carbon (Alu-Hinterbau)
Federgabel: Fox 32 Float Factory
Federweg: 120 mm
Federbein: Fox Nude CTCD
Federweg: 85+120 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano XT (2 x 10)
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: Shimano XT
Bremse: Shimano XT
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Sattelstütze: Syncros FL 1.5
Laufräder: Syncros XR 2.0
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Schwalbe Rocket Ron TLE 2,25"

Fazit:

Flott, flink und spritzig macht das Scott Spark 710 auch auf dem Trail eine gute Figur. Nur im wirklich Groben fehlt etwas Potenz – und eine Vario-Stütze.

Scott Spark 710 (Modelljahr 2015) im Vergleichstest

Allrounder im Test: 8 Tourenfullys Foto: Manfred Stromberg

Allrounder im Test: 8 Tourenfullys

Fullys mit 120 bis 130 Millimetern Federweg gehören zu den vielseitigsten MTB-Modellen. Wir haben acht 2015er-Modelle getestet. Preisklasse: 3.700 bis 4.700 Euro.


Scott Spark 710 (Modelljahr 2015) im Vergleich mit anderen Produkten

09.02.2015
Autor: Max Hilger
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015