Mountainbikes im Test

Testbericht: Scott Scale 710 Plus (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Scott Scale 710 Plus
Foto: Benjamin Hahn
Rasant berghoch, sicher bergab, dabei stets vorhersehbar im Handling – das erstaunlich leichte Scott Scale 710 Plus ist der beste Allrounder im Test, voll tourentauglich und damit Testsieger zusammen mit dem Orbea Loki 27+ H-ltd..
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Im Vergleich extrem leicht
  • Schnell voran und bergauf
  • Bergab spurtreu, sicher

Was uns nicht gefällt

  • Keine Vario-Sattelstütze

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut Testsieger

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„Wahnsinn, wie leicht das ist!“ Als wir das Scott Scale 710 Plus zum Test in Latsch aus dem Bus hievten, war sofort klar: Das Scott Scale 710 Plus wiegt um Welten weniger als die anderen Testbikes.

In Zahlen: 11,5 Kilo sind’s beim Scott Scale 710 Plus, 13,3 Kilo im Mittel bei den anderen Brummern!

Woran’s liegt? Am leichten, dennoch steifem Alu-Rahmen sowie an der gewichtsoptimierten Ausstattung – so sparen alleine die Syncros-Laufräder bis zu einem Kilo ein, dafür fehlt leider eine Vario-Sattelstütze

 

MountainBIKE Scott Scale 710 Plus Sockel zur Umwerfermontage
Foto: Benjamin Hahn Keine Lust auf 1 x 11? Das Scott Scale 710 Plus besitzt einen Sockel für die Umwerfermontage.

Auch die Sitzposition fällt einen Tick rassiger aus als beim Rest: leicht sportlich-gestreckt, top über dem Tretlager, eher tiefe Front – das Scott Scale 710 Plus stammt halt aus einer Familie von Racebikes.

Logo, dass das Scott Scale 710 Plus in der Ebene und im Anstieg die Konkurrenz förmlich verbläst. Kein anderes Plus-Hardtail ist auch nur ansatzweise so schnell, mit keinem anderen machen auch lange Strecken so viel Spaß (und wenig Mühe).

 

MountainBIKE Scott Scale 710 Plus Hebel
Foto: Benjamin Hahn Die Gabel wird über den dreistufigen Hebel geöffnet, „gedämpft“, gesperrt.

Aber auch auf dem Trail kann es das Scott Scale 710 Plus zünftig kesseln lassen, das Scott Scale 710 Plus liegt durch flachen Lenkwinkel und langem Radstand sicher und spurtreu, ohne dass es an Wendigkeit mangelt.

Nur an die Bergab-Brachialität von Norco & Co. reicht das Scott Scale 710 Plus nicht heran, und die leichte Fox-32-Federgabel wirkt im Vergleich eher zierlich, das Heck könnte komfortabler sein.

Technische Daten des Test: Scott Scale 710 Plus

Modelljahr: 2016
Preis: 2599 Euro
Gewicht: 11,5 kg
Rahmengewicht: 1860 g
Federgabel (Gewicht): 1754 g
Gewicht Laufräder: 4429 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 105,6 Nm/Grad
Federgabel: Fox 32 Float Performance Rem. Boost
Federweg: 120 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 11: 30 Zähne vorne, 10–42 Zähne hinten
Schaltwerk: Sram GX1
Schalthebel: Sram GX1
Kurbel: Sram GX1
Umwerfer: -
Bremse: Shimano M506/M447
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Sattelstütze: Syncros FL2.0
Vorbau: Syncros FL1.5 60 mm
Lenker: Syncros FL1.5 750 mm
Naben: Syncros CL
Felgen: Syncros X-40
Laufradgröße: 27,5+
Reifen: Schwalbe Nobby Nic TLE 2,8"
Testurteil: Sehr gut (208 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil


Fazit:

Rasant berghoch, sicher bergab, dabei stets vorhersehbar im Handling – das erstaunlich leichte Scott Scale 710 Plus ist der beste Allrounder im Test, voll tourentauglich und damit Testsieger zusammen mit dem Orbea Loki 27+ H-ltd..

Scott Scale 710 Plus (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

Test: 6 Hardtails in 27,5 Plus Foto: Orbea / Juan Jotazu

Test: 6 Hardtails in 27,5 Plus

Das neue Reifenformat 27,5 Plus verspricht mehr Komfort, Traktion und Fahrsicherheit. Vor allem Hardtails sollen von den breiten Reifen profitieren. Sechs Modelle im Test.


Scott Scale 710 Plus (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

07.06.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016