E-Mountainbike im Test

Testbericht: Scott E-Spark 710 (Modelljahr 2015)

MountainBIKE Scott E-Spark 710
Foto: Det Göckeritz
Das Scott E-Spark 710 ist mit sportlicher Sitzposition, schnell bedienbarem Lockout und Trainingsüberwachung am Nyon-Display das ideale Trainingsbike. Bremsen und Antrieb lassen noch Wünsche offen.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Sportliche Geometrie
  • Multi-Display

Was uns nicht gefällt

  • Schwache Bremsen
  • Weniger agil

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut

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Sein Erfolgsmodell Spark bietet Scott nun auch als E-Variante mit Bosch-Motor an. Auch das Scott E-Spark 710 umgarnt den sportlich ambitionierten Biker.

Mit ein Grund, warum Scott als einziger Hersteller im Test auf das große Multifunktionsdisplay Nyon von Bosch setzt. Denn dies bietet die Möglichkeit, sein Training über Puls und Watt zu steuern. Ins Display integriert ist zudem eine Navigations-Software und die Möglichkeit, per Handy Trainings-Apps zur Analyse einzusetzen.

Die Sitzposition ist sportlich-gestreckt, der Bosch-Motor beschleunigt direkt und kraftvoll und ist fein auf die 10-fach-Schaltung abgestimmt. Allerdings muss der Fahrer an sehr steilen Rampen viel Kraft – er tritt zudem leicht von hinten – aufs Pedal bringen, da der Motor durch die Übersetzung überfordert wird.

 

MountainBIKE Scott E-Spark 710 Bosch Nyon-Display
Foto: Det Göckeritz Das Nyon-Display von Bosch bietet ein grobes Navi, eine Trainingsanalyse und zeigt die Kostenersparnis durchs E-Biken. Viele Infos, aber auch ein riesiges und dazu noch teures Display.

Eine 1 x 11-schaltung wäre hier besser. Dennoch geht dem Scott E-Spark 710 kaum etwas von seinem sportlichen Esprit verloren.

Der Dämpfer kann auf langen Speedpisten easy vom Lenker aus blockiert werden, und die hohe Laufruhe bringt Sicherheit in schnellen Abfahrten. Das 120-mm-Fox-Fahrwerk agiert sehr feinfühlig und bietet Reserven.

Ein Trail-Derwisch ist das Scott E-Spark 710 aber nicht: Dazu ist das Heck zu lang, die Geometrie zu sehr auf Vortrieb ausgelegt. Die Bremsanlage ist unterdimensioniert.

Technische Daten des Test: Scott E-Spark 710

Preis: 3999 Euro
Preis Ersatz-Akku: k.A.
Gewicht: 20,6 kg
Gewicht Akku: 2,4 kg
Zul. Gesamtgewicht: 130 kg
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Federgabel: Fox 32 Float CTD Evolution
Federweg: 120 mm
Federbein: Fox /Scott Nude CTD
Federweg: 85 + 120 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano Deore (1 x 10)
Motor: Bosch-Mittelmotor (PL), 250 Watt
Akku: 400 Wh Li-Ion (36 V/11 Ah)
Bremse: Shimano Deore
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Laufräder: Syncros X37/Shimano Deore
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Schwalbe Nobby Nic 2,25"

Fazit:

Das Scott E-Spark 710 ist mit sportlicher Sitzposition, schnell bedienbarem Lockout und Trainingsüberwachung am Nyon-Display das ideale Trainingsbike. Bremsen und Antrieb lassen noch Wünsche offen.

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Scott E-Spark 710 (Modelljahr 2015) im Vergleich mit anderen Produkten

14.07.2015
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015