Mountainbikes im Test

Testbericht: Rotwild R.Q1 FS Comp 27,5 (Modelljahr 2015)

MountainBIKE Rotwild R.Q1 FS Comp 27,5
Foto: Benjamin Hahn
Weiter, immer weiter! Das Rotwild R.Q1 FS Comp 27,5 treibt seinen Fahrer bergauf förmlich an – dank viel Vorwärtsdrang, antriebsneutralem Heck und quirligem Handling. Bergab nur im guten Bereich.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Agiles Handling
  • Leicht und schnell
  • Heck antriebsneutral

Was uns nicht gefällt

  • Im Groben weniger Reserven

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Testurteil sehr gut

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Rotkraut bleibt Rotkraut und Rotwild bleibt Rotwild? Das Rotwild R.Q1 FS Comp 27,5 jedenfalls bietet Rotwild-typische Tugenden. Rot vor Wut werden da beispielsweise die Kumpels, wenn sie am Berg wieder mal nur das Hinterrad sehen. Denn mit dem leichtesten Rad im Test (jedoch ohne Vario-Stütze, kostet 250 Euro extra) und einem sehr antriebsneutralen Hinterbau erstürmt das Rotwild R.Q1 FS Comp 27,5 jeden Berg im Nu.

Auch die eher knapp bemessenen 135 mm Federweg am Heck, der steile 75°-Sitzwinkel sowie die schnellen Conti-Pneus machen das Rotwild R.Q1 FS Comp 27,5 trotz recht kompakter Sitzposition zum Racer im All-Mountain-Segment – und zum besten „Bergauf-Rad“ im Test.

 

MountainBIKE Rotwild R.Q1 FS Comp 27,5 Schaltwerk
Foto: Benjamin Hahn Hier fehlt was! Am Rotwild R.Q1 FS Comp 27,5 sucht man vergeblich nach dem kleinen On-/Off-Hebel, der bei Shimano-Schaltwerken („Shadow Plus“) die Reibung im Gelenk erhöht und wirkungsvoll Kettenschlagen mindert.

Und abwärts? Da gefällt auf gemäßigten Pfaden speziell das quirlig-verspielte Handling. Dank kurzer Kettenstreben und steilem Lenkwinkel erlebt der Fahrer pure Drehfreude – ohne dass die Spurtreue zu sehr leidet. Die Lenkkopfsteifigkeit des leichten Alu-Rahmens geht jedoch gerade noch so in Ordnung, schwerere Fahrer sollten beim Probefahren darauf achten.

Wird’s im Downhill gröber, mangelt es dem straffen Viergelenker-Heck etwas an Reserven, auch die angesprochenen, flinken Reifen kommen schnell in ihren Grenzbereich. In Summe ist das Rotwild R.Q1 FS Comp 27,5 somit fast mehr ein sportlicher Tourer mit Reserven als ein waschechtes Allmountain.

Technische Daten des Test: Rotwild R.Q1 FS Comp 27,5

Modelljahr: 2015
Preis: 3199 Euro
Gewicht: 12,7 kg
Rahmengewicht: 3050 g
Federgabel (Gewicht): 1773 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: Fox 32 Float Evolution
Federweg: 150 mm
Federbein: Fox Float Performance CTD
Federweg: 135 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano SLX (3 x 10)
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: Shimano XT
Bremse: Shimano Deore
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Crankbrothers Cobalt 2
Laufräder: DT Swiss M 1900 Spline
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Continental X-King RS 2,4"

Fazit:

Weiter, immer weiter! Das Rotwild R.Q1 FS Comp 27,5 treibt seinen Fahrer bergauf förmlich an – dank viel Vorwärtsdrang, antriebsneutralem Heck und quirligem Handling. Bergab nur im guten Bereich.

Rotwild R.Q1 FS Comp 27,5 (Modelljahr 2015) im Vergleichstest

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Rotwild R.Q1 FS Comp 27,5 (Modelljahr 2015) im Vergleich mit anderen Produkten

19.05.2015
Autor: Max Hilger
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015