Mountainbikes im Test

Testbericht: Rocky Mountain Element 999 RSL (Modelljahr 2013)

Rocky Mountain Element 999 RSL
Foto: Christoph Laue
29er-Fans dürfen sich freuen, das kultige Element rollt jetzt auch auf „Big Wheels“ über die Trails. Mit sportlicher Geometrie und antriebsneutralem Hinterbau ist es kompromisslos auf Race getrimmt. Der leichte Carbon-Rahmen setzt jede Kurbelumdrehung in Vortrieb um.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Flink und agil im Uphill
  • Antriebsneutraler Hinterbau
  • Leichtes Carbon-Chassis

Was uns nicht gefällt

  • Ungewohnt langer Vorbau

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Testurteil sehr gut

1996 setzten die Kanadier mit dem ersten Element eine Benchmark: Unzählige Bike-Hersteller nahmen seither den Viergelenk-Hinterbau mit am Oberrohr abgestütztem Dämpfer als Vorbild – natürlich mit teils veränderter Charakteristik. Auch Rocky veränderte peu à peu das Heck, patentierte das sogenannte „Smoothlink“-System und stellt den Dämpfer bei der jüngsten Element-Version fast vertikal in das kompakte Rahmendreieck.

Und: Erstmals rollt das (Carbon-)Element auf 29er-Rädern, kommt dafür mit weniger Federweg als das 26er-Pendant. 95 mm Federweg am Heck und 100 mm an der Rock-Shox-SID-Gabel legen den Einsatzbereich klar auf CC-Race und Marathon. Und? Das Element prescht voran, will gnadenlos beschleunigt werden. Auch bergauf zeigt es sich angriffslustig und strebt dank geringem Gewicht (9,8 Kilo) sowie tiefer Front zügig gen Gipfel.

Im Uphill geht Rockys 29er-Philosophie also auf: Das kurze Oberrohr hält den Radstand kompakt, durch den langen Vorbau (100 mm bei Größe M) bleibt die Sitzposition dennoch sportlich. Bergab lastet jedoch viel Gewicht auf dem Lenker, speziell bei Steilabfahrten kommt bei weniger erfahrenen Bikern Unbehagen auf. Auf kurvigen Trails agiert das Element dank steifem Chassis (124 Nm/° am Lenkkopf) präzise und geht bissig um Kehren. Im groben
Geläuf wirkt der kurze Dämpfer im Heck im Vergleich zur Gabel jedoch etwas überfordert: Früh stellt sich die Endprogression ein. Dafür bleibt das Heck stets stabil, sackt nie weg und brilliert selbst bei harten Antritten mit hoher Antriebsneutralität.

Technische Daten des Test: Rocky Mountain Element 999 RSL

Modelljahr: 2013
Preis: ca. 7000 Euro
Gewicht: 9,8 kg
Rahmengewicht: 2026 g
Federgabel (Gewicht): 1526 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: S/M/L/XL/2XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Carbon
Lenkwinkel: 70 °
Sitzwinkel: 74 °
Sitzrohr: 433 mm
Oberrohr: 585 mm
Steuerrohr: 111 mm
Radstand: 1150 mm
Tretlagerhöhe: 322 mm
Federgabel: Rock Shox SID XX
Federweg getestet: 100 mm
Federbein: Rock Shox Monarch RT
Federweg getestet: 95 mm
Schaltwerk: Sram XX
Schalthebel: Sram XX (2 x 10)
Kurbel: Race Face Next
Umwerfer: Sram XX
Bremse: Sram XX
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Laufräder: DT Siwss XR 1450 29
Reifen: Continental X-King 2,2"/Race King 2,2"

Fazit:

29er-Fans dürfen sich freuen, das kultige Element rollt jetzt auch auf „Big Wheels“ über die Trails. Mit sportlicher Geometrie und antriebsneutralem Hinterbau ist es kompromisslos auf Race getrimmt. Der leichte Carbon-Rahmen setzt jede Kurbelumdrehung in Vortrieb um.

Rocky Mountain Element 999 RSL (Modelljahr 2013) im Vergleichstest


Rocky Mountain Element 999 RSL (Modelljahr 2013) im Vergleich mit anderen Produkten

18.09.2012
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2012