Mountainbikes im Test

Testbericht: Rocky Mountain Element 999 RSL (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Rocky Mountain Element 999 RSL
Foto: Det Göckeritz
Superbes Handling, hohe Fahrdynamik bei jeder Menge Spaß im Gelände – das Rocky Mountain Element 999 RSL ist das „geilste“ Trailbike unter den Rennraketen.
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Testurteil überragend

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Selten deckt sich die MountainBIKE-Meinung mit den markigen Werbesprüchen der Hersteller. Das Rocky Mountain Element 999 RSL ist da die Ausnahme: „Weckt Bock auf Etappen-Rennen, macht aber auch so brutal Laune“ ist kein Marketing-Getöse, sondern das Urteil eines Testers.

 

MountainBIKE Rocky Mountain Element 999 RSL Rahmen mit Befestigung für Flaschenhalter
Foto: Det Göckeritz Für lange Rennen à la Trans Rockies: Der Rahmen des Rocky Mountain Element 999 RSL bietet die Möglichkeit, einen zusätzlichen Flaschenhalter unter dem Unterrohr zu befestigen.

Bereits 1996 wilderte das Ur-Element auf den Rennstrecken, 20 Jahre später lahmt es kein bisschen. Und fortschrittsmüde ist’s schon gar nicht: Mit Shimanos elektronischer Di2-Schaltung verbaut die Kultmarke das Nonplusultra an (elektro-) technischer Entwicklung – zum exorbitanten Preis. Wie im Rennwagen fühlt sich schon der erste Schaltvorgang an: millisekundenschnell, per ergonomisch gelungenem Hebel.

Der Akku versteckt sich in der Sattelstütze, auch der Rest des Elektrozaubers fällt dank der schlanken Di2-Bauart und geschickter Integration kaum auf. So zieht Rocky die Di2-Kabel elegant durchs Rahmeninnere.

Fein: An den Austrittsstellen schützt eine Tülle aus Kunstfaser die Kabel vor scharfen Steinen. Davon abgesehen überzeugt der Carbon-Rahmen mit feinster Machart, attraktivem Gewicht und guter Lenkkopfsteifigkeit von 72,4 Nm/° auf dem MountainBIKE-Prüfstand.

 

MountainBIKE Rocky Mountain Element 999 RSL Kettenschutz
Foto: Det Göckeritz Für den rustikalen Einsatz: Rocky legt Wert auf dauerhaften Spaß mit dem Carbon-Rahmen, verbaut einen soliden Schutz gegen Kettenklemmer.

Das Gesamtpaket verfehlt die für ein Racefully magische 10-Kilo-Marke jedoch um rund 300 g – trotz vieler Carbon-Parts ist die Ausstattung nicht wie am Cannondale Scalpel 29 Carbon Black Inc. bis aufs Letzte gewichtsoptimiert. Rocky legt traditionell auch am Rocky Mountain Element 999 RSL Wert auf Solidität, zu erkennen etwa an den robusten Reifen.

Gut so, denn im MountainBIKE-Test „durfte“ sich das Rocky Mountain Element 999 RSL unter anderem auf der höchst anspruchsvollen Strecke des 24-Stunden-Rennens von Finale Ligure (Italien) beweisen – und war da voll in seinem Element.

 

MountainBIKE Rocky Mountain Element 999 RSL Zug für Lenkerfernbedienung
Foto: Det Göckeritz Den Zug für die Lenkerfernbedienung – um zwischen den Modi des Fox-Dämpfers zu wechseln – verlegen die Kanadier durch das Rahmeninnere.

Zentral, perfekt zwischen Sport und Komfort austariert, sitzt der Fahrer auch auf längeren Ausritten bequem. Die Geometrie versprüht enorme Fahrdynamik mit einer atemberaubenden Mischung aus Agilität und Spurtreue – schnell selbst durch enge Kurven und doch sicher im Ruppigen.

 

MountainBIKE Rocky Mountain Element 999 RSL Kunstfaserhüllen
Foto: Det Göckeritz Mit speziellen Kunstfaserhüllen schützt Rocky Mountain die filigranen Kabel der Di2-Schaltung vor Schäden – zur Nachahmung empfohlen!

Die edlen Fox-Factory-Federelemente machen einen unaufgeregten, souveränen Job, der viergelenkige Hinterbau werkelt straff, aber nicht unkomfortabel. Zwar ist das Rocky Mountain Element 999 RSL nicht so unfassbar leichtfüßig wie sein Kontrahent, dafür bezirzt es auch dank der optimalen Tretposition als traktionsstarker Kletterer.

Ach ja: Die Di2 überlebte die „finale“ 24-Stunden-Tortur klaglos. Motto: Staub abwischen, weiterfahren!

Technische Daten des Test: Rocky Mountain Element 999 RSL

Modelljahr: 2016
Preis: 10.500 Euro
Gewicht: 10,3 kg
Rahmengewicht: 2276 g
Federgabel (Gewicht): 1580 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL, XXL
Getestete Rahmenhöhe: L
Rahmenmaterial: Carbon
Federgabel: Fox 32 Float Factory CTD
Federweg getestet: 100 mm
Federbein: Fox Float Factory CTD Remote
Federweg getestet: 95 mm
Schaltwerk: Shimano XTR Di2
Schalthebel: Shimano XTR Di2
Kurbel: Shimano XTR
Umwerfer: Shimano XTR Di2
Bremse: Shimano XTR Race
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Sattelstütze: Race Face Next SL Carbon Di2
Laufräder: Stan’s NoTubes ZTR Valor Carbon
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Maxxis Ikon TR 2,2"
Testurteil: Überragend (226 Punkte)

Rocky Mountain Element 999 RSL (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

Test: 2 edle Racefullys mit Shimano Di2 Foto: Det Göckeritz

Test: 2 edle Racefullys mit Shimano Di2

MountainBIKE hat mit dem Rocky Mountain Element 999 RSL und dem Cannondale Scalpel 29 Carbon Black Inc. zwei sündhaft teure Racefullys mit Shimanos elektronischer XTR Di2-Schaltung getestet.


Rocky Mountain Element 999 RSL (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

15.10.2015
Autor: Max Hilger
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015