Mountainbikes im Test

Testbericht: Rock Machine Blizzard 50-29 (Modelljahr 2017)

Foto: Benjamin Hahn MOUNTAINBIKE Rock Machine Blizzard 50-29
Glanzlichter in der Ausstattung, extrem wendiges Handling – hier kann das Rock Machine Blizzard 50-29 punkten. Das hohe Gewicht, der wippende Hinterbau sowie die kaum vorhandenen Reserven bergab jedoch enttäuschen.
Zu den getesteten Produkten

Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Bike/Rahmen sehr schwer
  • Starke Antriebseinflüsse
  • Nervöses Handling

Testurteil

Testurteil befriedigend
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„Rock-Machine-Fahrräder wurden vom Stein zum Diamanten geschliffen“, verspricht die Website der Tschechen. Im Falle des Rock Machine Blizzard 50-29 sind noch einige Schleifgänge nötig, überzeugen konnte uns das 120-mm-Fully nur zum Teil.

Das beginnt bei der Ausstattung. Die setzt mit der einzigen Vario-Stütze im Test ein fettes Ausrufezeichen, die Fulcrum-Laufräder sind toll und der SLX/XT-Antrieb (2 x 11) ist bar jeder Kritik. Auf der anderen Seite ist die superbillige Shimano-Bremse mit matschigem Druckpunkt im Gelände überfordert, und die leichten Rocket-Ron-Reifen sind an einem Tourenfully nicht griffig genug.

Foto: Benjamin Hahn MOUNTAINBIKE Rock Machine Blizzard 50-29 Rock Shox Reba Gabel

Die leichte Reba-Gabel ist leider ohne Schnellspanner an der Achse verbaut.

Immerhin könnten sie dem steifen Rock Machine Blizzard 50-29 zusammen mit den leichten Wheels zu einen flotten Antritt verhelfen, wenn nicht das üppige Gesamtgewicht rund um den ultraschweren Alu-Rahmen und die hecklastigere Position einen Strich durch die Rechnung machen würden. Dazu kommt, dass sich der VPP-ähnliche Hinterbau selbst bei ruhigem Pedalhub rein- und rauszieht. Mit einem Griff zum Dämpfer-Lockout lässt sich das beheben, dann geht aber jegliche Traktion flöten.

Foto: Benjamin Hahn MOUNTAINBIKE Rock Machine Blizzard 50-29 Hinterbau mit Umlenkhebeln

Der VPP-ähnliche Hinterbau mit zwei Umlenkhebeln kann nicht überzeugen.

Runterzu vermittelt das Fahrwerk durchaus Komfort, geizt aber mit Reserven, da das Heck den Hub schnell verbraucht. Und die zu steile Geometrie (71°-Lenkwinkel!) sorgt für ins Nervöse umschlagende Wendigkeit.

Technische Daten des Test: Rock Machine Blizzard 50-29

Modelljahr: 2017
Preis: 2299 Euro
Gewicht: 14,4 kg
Rahmengewicht: 4100 g
Federgabel (Gewicht): 1679 g
Gewicht Laufräder: 4439 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 17", 19", 21"
Getestete Rahmenhöhe: 19"
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 87,5 Nm/°
Federgabel: Rock Shox Reba RL Remote
Federweg getestet: 120 mm
Federbein: Rock Shox Monarch RL
Federweg getestet: 120 mm
Gänge und Übersetzung: 2 x 11: 36/26 Zähne vorne, 11–40 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano SLX
Kurbel: Shimano SLX
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Shimano M425
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Kind Shock LEV Integra (Vario)
Vorbau: Race Face Ride 80 mm
Lenker: Race Face Ride 720 mm
Naben: Fulcrum Red Power
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Schwalbe Rocket Ron Performance 2,25"
Testurteil: Befriedigend (155 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil

06.06.2017
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017