Mountainbikes im Test

Testbericht: Rizer Rival 2.0 (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Rizer Rival 2.0
Foto: Benjamin Hahn
Gut gemacht, Rizer gelingt ein ordentlicher Einstand! Das Rizer Rival 2.0 trumpft mit ausgewogenem Handling auf, klettert gewandt und fährt sicher ab. Auch der Preis ist attraktiv – es mangelt aber (noch) an Liebe zum Detail.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Sehr gefälliges Handling
  • Geschickter Kletterer

Was uns nicht gefällt

  • Gesamtgewicht hoch
  • Parts- und Detail-Schwächen

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil gut

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Rizer – nie gehört? Kein Wunder, die in Luzern, Schweiz, beheimatete Marke erblickte erst 2015 das Licht der MTB-Welt, dringt nun peu à peu auf andere Märkte vor. Das Portfolio ist noch überschaubar, besteht im wesentlichen aus vier Hardtail-Plattformen.

Mit 1200 Euro ist das Rizer Rival 2.0 zusammen mit dem Focus Black Forest Lite 27 das preiswerteste Bike im Test. Klar, dass die Ausstattung keine Jubelstürme auslösen kann.

 

MountainBIKE Rizer Rival 2.0 Sitzrohr
Foto: André Schmidt Da Rizer das Sitzrohr nicht vernünftig ausgerieben hat, war die Sattelstütze schon nach wenigen Auf und Abs verkratzt.

Ein paar Ausrufezeichen sind dennoch dabei: So machen die Mavic-Systemlaufräder optisch was her (sie wiegen aber viel), und die preiswerte Avid-Bremse beißt ungleich direkter zu als die häufiger verbauten Shimano-Billig-Stopper auf Acera/Alivio-Niveau.

Weniger prickelnd für den Alltagseinsatz: Gummigriffe ohne Schraubklemmung, kaum profilierte Continental-Race-King-Reifen.

Beim ersten Anblick wirkt zudem der Rahmen wenig zeitgemäß. Die Schaltzüge verlaufen offen, moderne Features wie Pressfit-Innenlager, Umwerfersockel oder Heck-Steckachse besitzt das Alu-Bauwerk nicht. Dafür ist es steif und mit unter 1900 g noch nicht zu schwer.

 

MountainBIKE Rizer Rival 2.0 Avid-DB3-Bremse
Foto: André Schmidt Gut: Die preiswerte, klobig wirkende Avid-DB3-Bremse gefiel uns mit viel Biss und ordentlicher Standfestigkeit.

Was für das Gesamtgewicht nicht gilt: 12,5 Kilo sind zünftig. Bei Sprint & Spurt reiht sich das Rizer Rival 2.0 dann auch im Hinterfeld ein. Dafür kraxelt es geschickt: Durch die sehr tiefe Front klebt das Vorderrad im positiven Sinne am Boden, der leichte Tritt von hinten (flacherer 73°-Sitzwinkel) stört daher kaum.

In der Abfahrt überrascht das Rizer Rival 2.0: Die Geometrie ist moderner, länger, flacher geschnitten, als es durch die gedrungene Silhouette erscheint, entsprechend spurtreu schnurrt es ins Tal, erfreut dank des tiefen Schwerpunkts doch auch mit Agilität.

So richtig „pumperlg‘sund“ liegt das Rizer Rival 2.0 jedoch nicht: Das unnachgiebig harte Heck reicht Stöße ungefiltert weiter, die Recon-Federgabel arbeitet eher harsch, selbst die Reifen dämpfen wenig.

Technische Daten des Test: Rizer Rival 2.0

Modelljahr: 2016
Preis: 1200 Euro
Gewicht: 12,5 kg
Rahmengewicht: 1892 g
Federgabel (Gewicht): 1708 g
Gewicht Laufräder: 4802 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 106,7 Nm/°
Komfort: * 3,0 mm
Federgabel: Rock Shox Recon Gold TK
Federweg getestet: 100 mm
Gänge und Übersetzung: 2 x 10: 38/26 Zähne vorne, 11–36 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano SLX
Kurbel: Shimano Deore
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Avid DB3
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Sattelstütze: RZR
Vorbau: RZR 90 mm
Lenker: RZR 690 mm
Naben: Mavic Cross One
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Continental Race King Performance 2,2"
Testurteil: Gut (179 Punkte)

* Auslenkung gemessen in Y- und X-Achse am Sattel. Prüfgewicht 80 kg

Geometrie

Bike-Profil


Fazit:

Gut gemacht, Rizer gelingt ein ordentlicher Einstand! Das Rizer Rival 2.0 trumpft mit ausgewogenem Handling auf, klettert gewandt und fährt sicher ab. Auch der Preis ist attraktiv – es mangelt aber (noch) an Liebe zum Detail.

Rizer Rival 2.0 (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

Test: 10 Hardtails ab 1200 Euro Foto: Benjamin Hahn

Test: 10 Hardtails ab 1200 Euro

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Rizer Rival 2.0 (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

24.06.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016