Mountainbikes im Test

Testbericht: Radon Swoop 170 9.0 (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Enduros
Foto: Dennis Stratmann
„Superenduro“ nennt Radon sein neues Swoop mit 170 mm Federweg. Bergauf wie ein Enduro, bergab wie ein Freerider – geht das auf? Wir haben das Radon Swoop 170 9.0 getestet.

Was uns gefällt

  • Brachiale Bergab-Potenz
  • Sehr gutes, ausgewogenes Fahrwerk
  • Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis

Was uns nicht gefällt

  • Für ein Enduro weniger wendig

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Seit zwei Jahren macht der Bonner Online-Versender Radon die Enduro-Szene wuschig, das Slide 160 gewann zwei Mal in Folge den Enduro-Test der MountainBIKE-Redaktion!

Und 2016? Da kommt der „Big Brother“: das Radon Swoop 170 9.0. Es federt mit noch mehr Hub – 170 mm sind’s vorne und hinten –, besitzt einen solide wirkenden Alu-Rahmen und eine stark abfahrtsorientierte Geometrie. „Superenduro“ nennt Radon das Ganze.

Super ist auf jeden Fall das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Parts sind zwar nicht die edelsten, dafür bis ins Detail durchdacht – und der Preis ist siedendheiß! Apropos: Im Testmodell steckten Fox-Federelemente, in Serie sind am Radon Swoop 170 9.0 ebenfalls erstklassige Rock-Shox-Gabeln (Lyrik) und -Dämpfer (Monarch Plus) verbaut.

Wie üblich vertraut Radon-Mastermind Bodo Probst am Swoop 170 9.0 einer viergelenkigen Hinterbaukinematik, neu ist ein Flip-Chip an der Dämpferaufnahme. Über diesen lassen sich etwa der Lenk- und Sitzwinkel in drei Positionen um max. ein Grad verändern.

Fotostrecke: Im MountainBIKE-Test: Radon Swoop 170 9.0

4 Bilder
MountainBIKE Enduros Foto: Dennis Stratmann
MountainBIKE Enduros Foto: Dennis Stratmann
MountainBIKE Enduros Foto: Dennis Stratmann

Fahrbericht: Das Radon Swoop 170 9.0 im Test

Erster Eindruck in freier Wildbahn: Das Radon Swoop 170 9.0 ist ja ganz schön lang. Der enorme Reach (460 mm, Gr. M) sowie der üppige Radstand sorgen für extreme Fahrsicherheit und Laufruhe.

Zusammen mit dem potenten Probst’schen Fahrwerk schüttelt das Swoop bergab andere Enduros ab wie Fliegen, lässt sich selbst bei gröbstem Geballer nie aus der Ruhe bringen – ein Downhill-Monster!

In Sachen Wendigkeit heißt’s dafür Abstriche machen. Zwar wirkt das Radon Swoop 170 9.0 nicht träge, enge Kurven fordern jedoch den Könner am Lenker.

Dafür lassen sich die Abfahrtsfreuden, anders als mit reinrassigen Freeride-Bikes, problemlos selbst erstrampeln: Die Tretposition ist gelungen, das Heck recht antriebsneutral und das Bike mit 13,7 Kilo nicht mal zu schwer.

 

MountainBIKE Enduros
Foto: Dennis Stratmann Lukas Hoffmann, MountainBIKE-Volontär

Fazit von MountainBIKE-Volontär Lukas Hoffmann

„Länge läuft und läuft und läuft! Das Swoop fasziniert mich mit unverschämt hohen Downhill-Qualitäten. Trotzdem lässt es sich erstaunlich manierlich berghoch treten. Nur verspielt und quirlig, das ist es nicht gerade.“

Technische Daten des Test: Radon Swoop 170 9.0

Modelljahr: 2016
Preis: 2799 Euro
Gewicht: * 13,7 kg
Vertriebsweg: Direktvertrieb
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: ** Rock Shox Lyrik RCT3
Federweg getestet: 170 mm
Federbein: ** Rock Shox Monarch Plus RC3
Federweg getestet: 170 mm
Schaltwerk: Sram GX1
Schalthebel: Sram GX
Kurbel: Sram GX1
Umwerfer: Shimano XT
Bremse: Sram Guide RC
Bremsen-Disc vorne: 200 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth (Vario)
Laufräder: DT Swiss E1900 Spline Two
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Continental Trail King PT 2,4"

* Gewicht Komplettbike ** Am Testbike: Fox 36 Float Factory, Fox Float X Factory

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05.01.2016