Mountainbikes im Test

Testbericht: Radon Slide Carbon 27,5 9.0 (Modelljahr 2015)

MountainBIKE Radon Slide Carbon 27,5 9.0
Foto: Benjamin Hahn
Super schnell bergauf, verspielt bergab – das leichte Radon Slide Carbon 27,5 9.0 überzeugt mit großer Vielseitigkeit, fühlt sich auf großer Alpentour wie im Renneinsatz pudelwohl. Und das zum günstigsten Preis im Test!
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Agiles, spritziges Handling
  • Rahmen/Bike sehr leicht
  • Starke Ausstattung

Was uns nicht gefällt

  • Etwas wenig Laufruhe

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut Testsieger

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Obwohl schon mehrfach zum Testsieger gekürt, ging das Radon Slide Carbon 27,5 9.0 in diesen Test eher als Außenseiter: Das Radon Slide Carbon 27,5 9.0 ist mit 3599 Euro viel günstiger als die Konkurrenz! Also keine Chance im Konzert der Großen?

Nix da, vom ersten Pedalhub an sprintet das Radon Slide Carbon 27,5 9.0 locker mit. Schon bei der Ausstattung präsentiert es sich dank Direktvertrieb mehr als ebenbürtig: Sram-X0-Antrieb, Topmodell der Rock Shox Pike, Mavic-Systemlaufräder und Schwalbes bewährte Hans-Dampf-Reifen sprechen nicht dafür, dass irgendwo gespart wurde.

Zusammen mit dem sehr leichten Carbon-Rahmen bleibt das Gesamtgewicht locker unter der 13-Kilo-Marke. Entsprechend feurig prescht das Radon Slide Carbon 27,5 9.0 vor, zumal der Biker durch das lange Oberrohr sportlich auf dem sonst eher kompakt geschnittenen Bike sitzt, der sehr effiziente Hinterbau zum Klettern förmlich auffordert.

 

MountainBIKE Radon Slide Carbon 27,5 9.0 Vario-Stütze
Foto: Benjamin Hahn Wer hat die längste Vario-Stütze? Während bei einigen Bikes der Konkurrenz (GT Sanction Pro, Cannondale Jekyll Carbon 2) nur 100 mm Hub angeboten werden, setzt sich das Radon Slide Carbon 27,5 9.0 an die Spitze und bietet seinem Käufer mit 150 mm Hub maximale Bewegungsfreiheit.

Und: Die 2 x 10-Schaltung bietet ein breites Gangspektrum, das schont auf langen Anstiegen die Kraftreserven. Bergab bietet das Radon Slide Carbon 27,5 9.0 nicht ganz die Laufruhe der Brachial-Bikes à la GT (GT Sanction Pro) und Orbea (Orbea Rallon X-Team), dafür berauscht das leichte Radon Slide Carbon 27,5 9.0 durch seine Agilität und Wendigkeit, wedelt damit zum Testsieg!

Obacht: Standard-Spec ist ein Monarch RT3, am Testbike werkelte ein teurerer Monarch Plus RC3 wie am Slide X01.

Technische Daten des Test: Radon Slide Carbon 27,5 9.0

Modelljahr: 2015
Preis: 3599 Euro
Gewicht: 12,8 kg
Rahmengewicht: 2670 g
Federgabel (Gewicht): 1920 g
Vertriebsweg: Direktvertrieb
Verfügbare Rahmenhöhen: 16, 18, 20, 22 ''
Getestete Rahmenhöhe: 18 ''
Rahmenmaterial: Carbon
Federgabel: Rock Shox Pike RCT3
Federweg getestet: 160 mm
Federbein: Rock Shox Monarch Plus RC3
Federweg getestet: 160 mm
Schaltwerk: Sram X0
Schalthebel: Sram X0 (2 x 10)
Kurbel: Sram X0
Umwerfer: Sram X0
Bremse: Sram Guide RS
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth (Vario)
Laufräder: Mavic Crossmax XL
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Schwalbe Hans Dampf TLE 2,35"

Fazit:

Super schnell bergauf, verspielt bergab – das leichte Radon Slide Carbon 27,5 9.0 überzeugt mit großer Vielseitigkeit, fühlt sich auf großer Alpentour wie im Renneinsatz pudelwohl. Und das zum günstigsten Preis im Test!

Radon Slide Carbon 27,5 9.0 (Modelljahr 2015) im Vergleichstest

Test: 12 Top-Enduros um 5.000 Euro Foto: Manfred Stromberg

Test: 12 Top-Enduros um 5.000 Euro

Enduros erleben eine neue Beliebtheitswelle – weil sie vielseitiger, leichter und besser denn je sind. MountainBIKE hat zwölf 2015er Top-Enduros der 5000-Euro-Preisklasse getestet.


Radon Slide Carbon 27,5 9.0 (Modelljahr 2015) im Vergleich mit anderen Produkten

06.07.2015
Autor: Max Hilger
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015