Mountainbikes im Test

Testbericht: Radon Skeen Trail 8.0 (Modelljahr 2017)

MOUNTAINBIKE Radon Skeen Trail 8.0
Foto: Benjamin Hahn
Wer Trail-lastige Touren im Visier hat, wird das Radon Skeen Trail 8.0 lieben. Das laufruhige Handling beglückt ebenso wie die tolle Hinterradfederung oder die top Bremse. Und bergauf erfreut das nicht zu hohe Gewicht.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Sehr laufruhiges Handling
  • Exzellenter Hinterbau
  • Viele hochwertige Parts

Was uns nicht gefällt

  • Lenkkopfsteifigkeit

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut

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Aus hoch wird tief ... Im ersten Test mit dem Radon Skeen Trail 10.0 kritisierten wir das sehr hohe Tretlager, Schuld war wohl ein falsch geschweißter Vorserienrahmen. Das Radon Skeen Trail 8.0 entspricht nun den Radon-Vorgaben, die da wären: sehr tief, sehr lang, sehr flach (67,5°-Lenkwinkel).

 

MOUNTAINBIKE Radon Skeen Trail 8.0 Magura MT5
Foto: Benjamin Hahn Top: Vorne bremst die vierkolbige (siehe Bild) MT5, hinten die leichte MT4 von Magura.

In der Praxis bringt das höchste Laufruhe – auch im zünftigen Gelände lechzt das Radon Skeen Trail 8.0 nach Highspeed. Trotz der bergablastigen Geo lässt es sich aber agil genug lenken, wirkt dank des vergleichsweise geringen Gewichts (13,3 Kilo) nicht träge.

Die solide, durchaus schluckfreudige Revelation-Gabel und der nicht supersensible, aber stets aufmerksame und satt im Hub stehende Hinterbau ergänzen den Bergabspaß prima. Einzig der weiche Lenkkopf kann das Handling für schwere Fahrer verschlechtern, unpräziser machen.

 

MOUNTAINBIKE Radon Skeen Trail 8.0 Sattelstützenklemme
Foto: Benjamin Hahn Flop: Die Sattelstützenklemme muss mühsam mittels Inbus bedient werden.

Hochzu profitiert das Radon Skeen Trail 8.0 erneut vom fairen Gewicht, dazu punktet das viergelenkige Heck voll: traktionsstark, dabei selbst im Wiegetritt sehr antriebsneutral.

In Sachen Ausstattung setzt Radon wie so oft Glanzlichter etwa mit der perfekten Magura-Bremsen-Kombi mit Vierkolben-Sattel vorne, den DT-Swiss-Spline-Laufrädern, den XT-Schalthebeln oder den Ergon-Griffen. Der fehlende Schnellspanner an der Sattelklemme aber nervt, auch fehlt ein solider Kettenstrebenschutz.

Technische Daten des Test: Radon Skeen Trail 8.0

Modelljahr: 2017
Preis: 1999 Euro
Gewicht: 13,3 kg
Rahmengewicht: 3050 g
Federgabel (Gewicht): 1835 g
Gewicht Laufräder: 4676 g
Vertriebsweg: Direktvertrieb
Verfügbare Rahmenhöhen: 18", 20", 22"
Getestete Rahmenhöhe: 18"
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 59,4 Nm/°
Federgabel: Rock Shox Revelation RL Remote
Federweg getestet: 130 mm
Federbein: Rock Shox Monarch RT3
Federweg getestet: 120 mm
Gänge und Übersetzung: 2 x 11: 36/26 Zähne vorne, 11–40 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano XT
Kurbel: Shimano SLX
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Magura MT5/MT4
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Level Nine
Vorbau: Level Nine 75 mm
Lenker: Level Nine 740 mm
Naben: DT Swiss M1900 Spline Two
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Schwalbe Nobby Nic Performance 2,25"
Testurteil: Sehr gut (218 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil


Radon Skeen Trail 8.0 (Modelljahr 2017) im Vergleichstest


Radon Skeen Trail 8.0 (Modelljahr 2017) im Vergleich mit anderen Produkten

06.06.2017
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017