Mountainbikes im Test

Testbericht: Müsing Specter 9 World-Cup Edition (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Racehardtails
Foto: Benjamin Hahn
Debüt geglückt! Ohne echte Schwäche gefällt das leichte, schnelle, dennoch sanftmütige Müsing einer breiten Zielgruppe. Seltsames Cockpit, aber viel fehlt nicht zur Traumnote „überragend“.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Sehr leichtes Gesamtpaket
  • Viel Komfort, satt liegend
  • Erstklassige Ausstattung

Was uns nicht gefällt

  • Cockpit gewöhnungsbedürftig

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Kauftipp Testurteil sehr gut

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Neue Attraktion im Weltcup-Zirkus: Seit diesem Jahr rast das Müsing-Team mit, hat sich dazu den vierfachen deutschen Champ Moritz Milatz als Speerspitze und Altmeister Wolfram Kurschat als Teamchef geangelt. Und das passende Rad? Das neue Specter ist wie üblich bei Müsing im Baukasten individuell bestückbar. Die World-Cup Edition jedoch entspricht 1:1 dem Team-Bike der Stars, bietet Edelware: High-End-Gruppe von Sram, bissige Bremse von Magura, solide Alu-Räder sowie als Highlight die gewichtsreduzierte DT-Swiss-Gabel. So bleibt die Waage unter 9,4 Kilo stehen – klasse.

 

MountainBIKE Racehardtails
Foto: André Schmidt Fast wie Blattfedern arbeiten die extrem abgeflachten Sitzstreben am Specter. Lohn der konstruktiven Mühen: ein sehr guter Laborwert und zufriedene Tester, die den Fahrkomfort im Sitzen wie im Stehen lobten.

Nicht alle Tester konnten sich jedoch mit dem ungewöhnlichen Cockpit anfreunden: Der extrem nach unten zeigende, lange Vorbau sowie der breite Lenker machen das Handling seltsam „unrund“. U23-Racer Simon Gessler: „Es fehlt Vertrauen, aggressiv in Kurven zu stechen.“ Schade, denn die Geometrie des steifen Rahmens ist vollständig gelungen, modern, recht kompakt. Entsprechend handlich und geschickt klettert das Müsing, gefällt zudem mit fantastischer Traktion, die aus den nicht so schnellen, aber gripstarken X-King-Reifen sowie dem angenehm flexiblen Heck resultiert. In der Talfahrt filtern der Rahmen und die sehr sensible DT-Gabel ebenfalls viele Stöße; absolut sicher geleitet das Specter hinab.

Technische Daten des Test: Müsing Specter 9 World-Cup Edition

Modelljahr: 2016
Preis: 4199 Euro
Gewicht: 9,34 kg
Rahmengewicht: 1300 g
Federgabel (Gewicht): 1593 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Carbon
Federgabel: DT Swiss OPM O.D.L. Remote
Federweg: 100 mm
Schaltwerk: Sram XX1
Schalthebel: Sram XX1 (1 x 11)
Kurbel: Sram XX1
Umwerfer: -
Bremse: Magura MT8
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Sattelstütze: Syntace P6 Carbon Hiflex 31,6 mm
Laufräder: DT Swiss XR1501 Spline One
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Continental X-King RS 2,2"
Testurteil: Sehr gut (219 Punkte)

Fazit:

Debüt geglückt! Ohne echte Schwäche gefällt das leichte, schnelle, dennoch sanftmütige Müsing einer breiten Zielgruppe. Seltsames Cockpit, aber viel fehlt nicht zur Traumnote „überragend“.

Müsing Specter 9 World-Cup Edition (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

Test: 14 Race-Hardtails von 4.000 bis 5.000 Euro Foto: Dennis Stratmann

Test: 14 Race-Hardtails von 4.000 bis 5.000 Euro

Wer schnell sein will, muss leiden? Vorbei! Die Race-Hardtails des Jahrgangs 2016 hängen so hart am Gas wie eh und je – bieten aber zugleich enormen Fahrkomfort. Wir haben 14 Modelle getestet.


Müsing Specter 9 World-Cup Edition (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

07.12.2015
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015